… und trotzdem nicht gut sind. So müsste der vollständige Titel diese Woche lauten. Was gibt es denn Neues im Kino? Viele interessante Filmvorlagen, die lieblos und schon fast wie am Fließband zu einem Spielbrei verarbeitet werden. Aber warum sind viele filmbasierte Videospiele eigentlich so schlecht?
Video- und Computerspiele, die auf Filmen basieren, können doch gar nicht gut sein. Damit gehöre ich aber der gleichen Fraktion an, die bei einer literarischen (Neu-)Verfilmung noch einmal schnell das dazugehörige Buch liest. Bei der Umsetzung einer Idee gilt die unbeugsame Regel: Wer zuerst kreiert, ist immer besser dran. Oder etwa nicht?
Unterirdisch schlechte Umsetzungen
Es gibt einige wirklich unterirdisch schlechte Spiele, bei denen ungewiss ist, was sich die Entwickler dabei überhaupt gedacht haben. Ein wunderbares Beispiel dafür ist etwa E.T. the Extra-Terrestrial (1982) für den Atari 2600. Der verlorene Außerirdische E.T. mit einem starken Telefondrang, sieht in dieser Version unnatürlich grün und zusammengedrängt aus. Es gibt keine wirkliche Story (denn die kennt der Spieler schon durch den Film) und der Pixelklops E.T. wird in grünen oder grauen Hintergründen von A nach B gesteuert.
Mit diesem traurigen Schicksal ist Spielbergs Film aber nicht allein. Auch Chuck Palahniuks Roman Fight Club, der im Jahr 1999 zum Film mit Brad Pitt und Edward Norton wurde, erschien 2004 von VU Games als Spiel. Fight Club bietet als Spiel überhaupt Nichts außer einem tollen Hau-drauf-und-schlag-tot-Modus, so dass die Fans sich schnell von ihrer PlayStation 2 und Xbox abwandten.
Besonders schlimm ist es immer, wenn Kinder- und Animationsfilme erscheinen. Zwar ist die junge Generation eine beliebte Käuferschaft, aber einige Male muss die Marketing-Abteilung ihre Spieler für gänzlich denkfaul halten. Spiele zu Filmen wie Cars, König der Löwen, Toy Story (Gameboy Version), Mean Girls (DS), Bratz 4 Real, Home Alone oder Chicken Run erinnerten die Käufer daran, dass es gut ist Kassenbons für den Umtausch aufzuheben. Das Spannungslevel von Coraline ist in der Wii Version beispielsweise komplett weg und wird durch eine erhöhte Frustration gegenüber der Steuerung abgelöst. Zusätzlich hat der Spieler ohne vorherigen Film nicht einmal eine Ahnung worum es geht.
Das ist noch ein Knackpunkt: Obwohl das Spiel auf einem Film basiert muss es auch ohne den großen Bruder vom Film Sinn ergeben. Natürlich ist dieses Gemecker sehr unwirtschaftlich gedacht, denn filmbasierte Computer- und Videospiele sind hervorragende Mittel den begeisterten Filmfan weitere Scheine aus der Tasche zu locken. Auch einfache Filme haben meistens eine konkrete Botschaft zu vermitteln. Diese Motivation geht in Spielen leider oft verloren, denn sie ruhen sich entweder auf Grafiken aus oder werden auf Knöpfchen drücken reduziert. Ein Beispiel dafür ist Enter the Matrix, das an den Kassen einen fundamentalen Flop hinlegte. Zwar wurden zwei Charaktere aufgegriffen, die im Film zu kurz kamen (eine interessante Vorlage für ein Spiel also), allerdings hatten die Spieler nach einer Weile genug von Bugs und dem Bullet Time Spezialeffekt.





