
Ein harter Tag… mal wieder die Wartung verpatzt und schon sind mir meine beiden Pumpjacks um die Ohren geflogen. Dazu kommt noch dass sich der Markt jetzt endgültig auf um die 100$ pro Faß festgefahren hat. Viel Zeit ist nicht mehr und jetzt ohne die beiden Maschinen komm ich bestimmt nicht mehr zu den gewünschten 86 Fässern… Da kann man wohl nur mehr üben für’s nächste Mal.
Üben, üben, üben… Das ist wohl das Stichwort. Wir haben für euch ein neues Indiegame ausgegraben und meine Güte, höchstwahrscheinlich testet die Nasa damit die Multitasking-Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter. Vor kurzem haben wir euch von Vertigo Games bereits die Bombensimulation AcidBomb vorgestellt, in der Ihr Nonogram mäßig eine Bombe entschärfen müsst. Nun haben wir uns einen anderen Titel der amerikanischen Entwickler angeschaut: The Oil Blue.
Nicht viele Menschen kommen in den Genuss auf einer Ölbohrplatform zu arbeiten. Schon garnicht auf längst verlassenen Inseln irgendwo im Meer. In The Oil Blue spielt Ihr einen Manager/Ölbohr -frischling. Eine der großen Konzerne hat euch unter Vertrag genommen. Euer Auftrag? Nach neuen Profitquellen suchen und das möglichst schnell. Das Spiel setzt sich dabei aus zwei verschiedenen Spielaspekten zusammen: Dem Management und der Arbeit an den Maschinen.
Jede Insel die Ihr zugeteilt bekommt hat ein bestimmtes Kontingent an Bohrmaschinen zur Verfügung. Je erfahrener Ihr seid, desto mehr Maschinen werden euch anvertraut. Zudem bekommt Ihr noch ein strikt einzuhaltendes Missionsziel mit auf den Weg, wie etwa “Verkaufe in 3 Tagen 20 Fäßer Öl“. An Maschinen Arten gibt es 4 unterschiedliche: Die Groundwell, den Oil Derrick, den Pumpjack und die Drilling Rig.

Ein Oil Derrick am arbeiten!
Auf dem Felsen angekommen geht es auch schon gleich los. Der Tag beginnt mit der
Zero Hour, die Ihr für die Reparatur von Maschinen nutzen könnt. Dannach gehts ans Eingemachte. Die
Märkte öffnen und Ihr könnt
Öl verkaufen, doch zuerst muss dieses natürlich erbohrt werden. Also ab nach unten und die Maschinen angeschmissen. Jede hat dabei eine völlig andere Funktionsweise und man muss auf jeder neuen Inseln einen Rhytmus für sich selbst finden. Die
Groundwell Maschine pumpt unablässlich Öl an die Oberfläche und geht auch nie kaputt. Jedoch fordert sie ein Batteriemanagement.
Der Oil Derrick benötigt wohl am meisten Aufmerksamkeit: Einmal angeschmissen bohrt dieser immer tiefer in die Erdkruste hinein. Sieht man Öl-Taschen auf den Anzeigen so gilt es den Bohrvorgang zu verlangsamen, den Kopf in Stellung zu bringen und das Öl abzupumpen. Dabei immer ein Auge auf den Druck haben und wenn nötig diesen ablassen. Dauert dieser Vorgang zu lange, schlägt das den Bohrer stark an und eine Reparatur wird schneller fällig.
Der Pumpjack braucht schon weniger Bedienung aber setzt gutes Zeitmanagement voraus. Alle paar Minuten müsst Ihr in Ihm die Öltaschen markieren die er beim Bohrvorgang entleeren soll. Ihr könnt das auch lassen, aber wozu hätten wir die Maschine denn sonst angeschmissen? Seid Ihr zu langsam, bohrt er ohne Öl und Ihr müsst wieder einige Minuten warten.
Last but not least ist die Drilling Rig, ein neumoderner Bohrer den man mit Wegpunkten zu den Ölreserven lenken muss und der auch im Gegensatz zum Derrick eher wenig Aufmerksamkeit braucht. Doch auch hier muss auf den Druck geachtet werden. Durch das Benutzen der Maschinen könnt Ihr diese Aufwerten und so etwa Druckaufbau verringern oder Batterieladungen erhöhen.

Eins der Minispiele zum Reparieren
Da man nun all diese Maschinen gleichzeitig betreibt, kann man sich gut vorstellen dass nach einiger Zeit Hektik auftritt und man nur noch von einem Panel zum anderen jettet, um schnell die nötigsten Einstellungen vorzunehmen. Das so gewonnene Öl kann dann an der Oberfläche verkauft werden. Doch vorsicht: Der Markt fluktuiert
fortwährend und so könnt Ihr am einen Tag
pro Faß 400$ einnehmen und am nächsten nur noch
150$. Da lohnt es sich manchmal die Fäßer im Lager zu lassen. Mit dem so gewonnenen Geld steigt Ihr automatisch am Ende des Tages im Rang auf und schaltet so neue Fähigkeiten frei, z.B. das Ihr ab jetzt 4 statt nur 3 Maschinen gleichzeitig nutzen dürft oder das Ihr weniger Steuern auf euer Mindesteinkommen zahlt.
Das Ganze ist mit einer stimmungsvoll ruhigen Musik unterlegt, die sich mit den harten, mechanischen Klängen der Bohrer abwechselt. Die Grafik ist für ein Managerspiel angemessen.
Wer einmal den Sprung auf das Ölige-Eiland wagen möchte kann sich beim Entwickler Vertigo Games direkt die Demo ziehen und zwar hier. Dort ist auch das Sommerpromopaket zu bestellen, bei dem Ihr das Spiel greenTech+ gleich zu The Oil Blue geschenkt bekommt. Wir wünschen wie immer viel Spaß aus der Indie-Ecke und möge das Öl mit euch sein ;) Play different today!