Mal ein ernstes Thema: Wir gedenken in tiefster Trauer an die 77 unschuldigen Opfer des Islam- und Sozialdemokratenhassers Anders Behring Breivik, eine unfassbare Tragödie.
Doch wir können trotzdem, zu Recht, unsere Empörung angesichts des wieder aufkommenden, blinden Aktionismus nicht verleugnen und der amerikanische Psychologe Christopher Ferguson zieht deswegen einen gewagten Vergleich.
Christopher Ferguson, ein Experte auf dem Gebiet Videospiel-Gewalt ist die reißerische und fehlerhafte Berichterstattung (“Breivik war ein Fan des umstrittenen Ego-Shooter World of Warcraft”) ein Dorn im Auge.
.„Es mag kontrovers klingen, aber nach solchen Amokläufen zeigt sich schon eine Art Rassismus. Handelt es sich um eine Schießereien in einer kleinen Schule, dann redet niemand von Videospielen. Aber sobald es sich in einer größeren Schule oder einer Vorstadt mit einer weißen Mehrheit ereignet, rasten die Leute aus und geben unweigerlich Videospielen die Schuld. Ich denke, das zeigt ein gewisses Maß an Rassismus und Ignoranz.
Die Menschen brauchen immer einen Sündenbock. Es gibt Gruppen die geben Videospiele für alles die Schuld. Sie sind echte Verfolger. Ich finde es unverantwortlich und gedankenlos, zu versuchen, politischen Nutzen aus einer fremden Tragödie zu ziehen, aber sie werden es tun. Das ist, was sie tun. Aber auch diese Gruppen wurden deutlich leiser mit der Tragödie in Oslo.
Wissenschaftlich, ist die Idee, dass Gewalt in Videospielen, Film oder Fernsehen zu Gewalt oder Massemorden in der realen Welt beiträgt, als ohne reale Grundlage entlarvt. Gewalt-Spielen die Schuld an einem Massenmord mit einem jungen männlichen Täter zu geben, ist genauso als würde man die Tatsache das er Turnschuhe trug für das Verbrechen verantwortlich machen.“
Ein mutiger Mann, hoffentlich finden mehr Experten solche deutlichen Worte.








