Nachdem das PlayStation Network angegriffen wurde und in weiterer Folge weltweit vom Netz ging, stellte eine Woche nach dem Vorfall Sony Informationen zum Angriff bereit.
Neben persönlichen Daten (Name, E-Mail-Adresse, Postanschrift, Passwort, etc.) hat Sony zwar bekannt gegeben, dass die Kreditkartendaten verschlüsselt in der Datenbank abgelegt waren, mit absoluter Sicherheit kann der Konzern jedoch nicht ausschließen, dass auch diese Daten betroffen sein könnten.
Wie jetzt bekannt wurde, soll in entsprechenden Untergrund-Foren bereits mit 2,2 Millionen gestohlenen Kreditkartendaten gehandelt werden.
Einem Bericht der New York Times zu Folge, handeln Hacker in Untergrund-Foren nun bereits mit rund 2,2 Millionen Kreditkarten-Daten. Das brisante an dieser Situation ist allerdings, dass auch die Kartenprüfnummern sowie Gültigkeitsdaten der Kreditkarten bekannt sein sollen. Somit könnte für Betroffene ein noch nicht abzuschätzender finanzieller Schaden entstehen. Auch gibt es bereits Berichte über illegale Abbuchungen, wir berichteten.
Laut einem Sicherheitsexperten von Trend Micro, der solche Foren verfolgt, wird der Datensatz für 100.000 US Dollar zum Verkauf angeboten. Angeblich hat man auch Sony selbst bereits diesen Daten für einen “Rückkauf” angeboten. Der Konzern soll dies allerdings abgelehnt haben. Sony selbst hat sich zu diesem “Angebot” bislang nicht geäußert.
Auch ist unklar, ob die Informationen in den Foren-Beiträgen tatsächlich der Realität entsprechen, da der Wahrheitsgehalt derzeit nicht überprüft werden kann.
Sony arbeitet mittlerweile mit Behörden zusammen, um den/die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Der “PlayStation-Hacker” George “Geohot” Hotz hat sich zu dem Hack mittlerweile auch geäußert und beteuert, nichts damit zu tun zu haben.
In Österreich sind von dem PlayStation Network-Hack rund 410.000 Nutzer betroffen. Davon haben laut Sony und 40.000 Personen Kreditkarten-Daten im PlayStation Network hinterlegt.
Mittlerweile hat sich auch das Kreditkarten-Unternehmen Card Complete (vormals VISA) zu dem Angriff auf das PlayStation Network geäußert:
Im Falle einer missbräuchlichen Verwendung der Daten gilt für Karteninhaber von card complete, dass card complete die vollständige Haftung übernimmt.
Derzeit gibt es keinen Grund für eine sofortige Kartensperre, ausgenommen es wurden bereits missbräuchliche Transaktionen auf Konto bzw. Monatsrechnung evaluiert. Bitte kontrollieren Sie Ihre Monatsrechnungen bei Erhalt nach verdächtigen Umsätzen und kontaktieren Sie im Missbrauchsfall umgehend card complete unter +43 (1) 711 11 DW 500.
Auch wir können nur nochmals darauf hinweisen, dass ihr in den kommenden Wochen und Monaten eure Kreditkarten-Abrechnungen genau überprüfen solltet.
Zu dem PSN-Hack wurde für morgen (Sonntag, 01.05.2011) von Kaz Hirai eine Pressekonferenz einberufen, in der das Unternehmen weitere Informationen zum PlayStation Network-Hack bereitstellen soll. Die Pressekonferenz wird um 06:00 Uhr unserer Zeit stattfinden und wir werden euch darüber auf dem Laufenden halten.








