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Mortal Kombat Review

Viel zu lange musste man auf eine richtige Fortsetzung zu der Mortal Kombat-Reihe warten. Zwar gab es im Jahr 2008 mit Mortal Kombat vs. DC Universe ein Crossover beider Welten, doch auch auf Grund der Einstufung „ab 16“ vermisste man dort die brutalen Gewaltszenen, durch denen die Mortal Kombat-Reihe Bekanntheit erlangte.

Doch ab morgen, den 21.04.2011 ändert sich dies. Dann steht Mortal Kombat 9 in den Regalen der Händler und wir haben den Titel für euch getestet.

Was zuerst auffällt sind die erfreulich schnellen Ladezeiten des Spiels. Hat man seinen Kämpfer ausgewählt, dauert es nur wenige Augenblicke bis man im Ring steht. Allerdings bekommt man dafür während der Ladezeit nur ein statisches Hintergrundbild inkl. Ladebalken spendiert. Andere Beat ’em up wie zum Beispiel Tekken 6 verwöhnen den Spieler bereits während der Ladezeit mit schön animierten Kämpfern. Dafür dauert – vor allem ohne einer Festplatteninstallation – die Ladezeit in Tekken 6 eine gefühlte Ewigkeit.

Das Menü von Mortal Kombat ist klar strukturiert. Möchte man einen schnellen Kampf starten, dann wählt man den dazu passenden Menüpunkt „Kampf“ aus und kann dann entweder entscheiden, ob man sich allein mit der K.I. vergnügen möchte (Arcade-Leiter) oder doch einen menschlichen Kontrahenten verkloppen möchte (Kampf-Leiter).

In der „Arcade-Leiter“ müsst ihr nacheinander 10 Kämpfe bestehen. Der 10. und somit finale Kampf findet gegen Oberboss Shao Kahn statt. Während ihr euch diese „Leiter“ nach oben arbeitet, nimmt auch der Schwierigkeitsgrad zu. Mit dem leichtesten Schwierigkeitsgrad sind die Kämpfe größtenteils problemlos zu absolvieren. Nur der vorletzte und letzte Kampf in der „Arcade-Leiter“ werden etwas anspruchsvoller. Nach mehreren Versuchen und ein bisschen Glück sollten aber auch diese gemeistert werden können.

Sollte Glück allein nicht ausreichen, kann man sich eines neuen Features bedienen. X-Ray-View lautet dieses.

So findet sich links unten am Bildschirm ein dreiteiliger Energiebalken wieder, der sich während des Kampfes durch Attacken von euch auflädt. Ist das Maximum erreicht, könnt ihr mit einer Tastenkombination (L2 u. R2 in der PlayStation 3-Version des Spiels) diese X-Ray-Attacke starten. Dabei wird eurem Gegner in einer Zwischensequenz nach allen Regeln der Kunst eines vor dem Latz geknallt.
Doch warum heißt dieses Feature X-Ray-View? Ganz einfach, da ihr in dieser Zwischensequenz das Innere eures Gegners seht. Macht z.B. der Kopf eures Gegners gerade Bekanntschaft mit dem Boden, so sieht man in dieser Ansicht, die in Zeitlupe abläuft, wie die Knochen zerschmettert werden. Doch warum lange erklären, wenn es dieses kleine Video besser zeigen kann (Achtung: zeigt auch den Fatality von Cyber Sub Zero):

Alle freischaltbare Kämpfer sowie Trophies bzw. Achievements von Mortal Kombat findet ihr hier.

Während des Kampfes nimmt euer Charakter natürlich auch optisch Schaden. Hier hätte man sich allerdings doch mehr Details und ein vielseitigeres Schadensmodell gewünscht. Ein kleiner Minuspunkt, über den man hinweg sehen kann.

Neben den Arenen – übrigens 20 an der Zahl –, die euch zum Teil während des Kampfes in neue Abschnitte führen, agieren eure Kämpfer auch mit der Umgebung. So fließt in einer Arena zum Beispiel ein wahrer Fluss aus Blut die Wände entlang, berührt euer Kämpfer diesen, ist er ebenfalls in Blut eingetaucht.

Neu in Mortal Kombat 9 ist die Einführung von Minispielen. Diese gliedern sich in nachfolgende vier Kategorien:

Teste dein Glück
In diesem Minispiel entscheidet das Glück über Sieg oder Niederlage. Man erhält einen zufällig ausgewählten Gegner und zufällig verteilte Kräfte bzw. werden euch bestimmte Fähigkeiten während dieses Kampfes entzogen oder aber auch verliehen. So kann euer Gegner keinen Angriff von euch blocken, oder aber ihr könnt in einem Kampf nicht springen, et cetera.

Teste deine Kraft
Diese Minispiele, 16 an der Zahl, sind schnell erklärt. In „Teste deine Kraft“ erhält ihr eine Energieanzeige und müsst mittels Druck auf eine der vier Aktionstasten diese zu einem vorgegebenen Level auffüllen. Ist dieser Level erreicht drückt ihr R2 oder L2 und die Aufgabe ist geschafft. Als Aufgabe müsst ihr zum Beispiel in alter Karate-Manier Blöcke zerschlagen.

Teste dein Auge
In diesen 10 Minispielen wird ein Würfel unter einem Hütchen versteckt, durchgemischt und will dann von euch gefunden werden.

Teste deinen Schlag
Diese Sammlung von Minispielen kann man weitestgehend mit „Teste deine Kraft“ vergleichen und laufen diese nach demselben grundlegenden Prinzip ab.

Für jedes absolvierte Minispiel – wie übrigens auch für jeden Kampf – verdient ihr Koins
(ja mit K), mit deren Hilfe man anschließend andere Outfits, Artworks oder sekundäre Fatalities erwerben kann.

Zu Beginn könnt ihr von den oben genannten vier Kategorien nur jeweils ein Minispiel abschließen. Die weiteren Minispiele werden erst nach einem Besuch im „Turm der Herausforderung“ freigeschalten.

Im „Turm der Herausforderung“ müsst ihr – der Name hat es vielleicht schon verraten – verschiedene Herausforderungen meistern. Zum Beispiel müsst ihr für 15 Sekunden allen Angriffen eures Gegners ausweichen oder diese blocken, oder aber auch innerhalb einer Zeitspanne eine gewisse Anzahl an Treffern bei eurem Gegner landen. Oder es kommt eine Horde an Angreifern in Wellen auf euch zu und diese müsst ihr eliminieren. Klingt nicht nur nach Spaß, sondern ist es auch.

In der Regel sind die Aufgaben — zu Beginn — nicht all zu schwer und bieten Anfängern gleichzeitig ein gutes Training. Gegenüber den Minispielen ist „Turm der Herausforderung“ deutlich interessanter und hat mehr Abwechslung zu bieten. Zu dem dürfte man damit auch einige Zeit verbringen, warten doch 300 Herausforderungen auf euch.

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