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Burn Turn: Macht euch keine Sorgen!

Lange ist es her seit der Burn Turn zum letzten Mal die Völker beglücken konnte.

Der Grund dafür ist fast schon etwas peinlich. Ich würde ihn normalerweise gar nicht öffentlich nennen, aber unter uns Pastorentöchtern kann ich es ja sagen: Mir sind anscheinend meine Zugangsdaten abhanden gekommen. “Embarrassing” wie der Engländer sagen würde. Weil ich aber so außerordentlich schlau bin, benutze ich für alle meine Konten in den Tiefen des Internets immer ein und dasselbe Passwort (was die Peinlichkeit des Vergessens aber vielleicht auch noch geringfügig steigert…).

Tja, und eben jener universaler Zugangscode wurde mir jetzt freundlicherweise in einer E-Mail mit anonymem Absender zum Kauf angeboten. Sowas nen ich Service.

Tja, jetzt bin ich wieder da. Ist in meiner Abwesenheit irgendwas passiert?

Ich habe gehört, Microsoft konnte zeitweise eine Milliarde Kinects pro Woche verkaufen. Beeindruckend! Wenn man im Netz nach schönen Kinect-Videos sucht, findet man dementsprechend schnell ganz supige Kinect-Hack-Präsentationen. Dort taucht die Bewegungssteuerung in den unterschiedlichsten Anwendungen auf, zum Beispiel als Maus-ersatz für Windows, als Malwerkzeug oder als ferngesteuerte Toilettenspülung (wobei ich immer noch mit der Frage beschäftigt bin, in was für einer Situation man so eine Fernsteuerung brauchen könnte..). Toll, was man damit alles machen kann.

Ich glaub, ich besorg mir jetzt doch auch mal so ein Teil. Ich mein, ich muss es jetzt ja auch nicht mehr selber zahlen, hab ja genug Kreditkartennummern zur Auswahl hier (Hmm.. die Nummer gefällt mir. Gehört einem gewissen Friedrich, Jens… was ein Depp! Da weiß man gar nicht, was Vor- und was Nachname ist).
Ein paar völlig bekloppte Geeks haben ja sogar versucht, Kinect als Steuerung für Videospiele zu verwenden. Ist natürlich völlig daneben gegangen, aber immerhin: Nette Idee.

Tja, so ist sie halt, die Hackerszene. Ein völlig verrückter Haufen. Zum Knutschen…

Na gut, packen wir mal ein paar Fische in die Butter. Sony leidet im Moment so ein bisschen unter einem kleinen Datenleck. Reißerisch wie wir, die Medien und das Volk, nun mal sind, nehmen wir das natürlich sofort zum Anlass, den jüngsten Tag an die Wand zu malen. Was sollten wir auch sonst tun? Online-Shooter Zocken auf jeden Fall nicht. Die eigentliche Erkenntnis aus dieser Situation ist aber, wie wertvoll ein guter PR-Berater für jeden von uns sein kann. Denn sind wir mal ehrlich: Im Grunde finden wir es gut, wenn die großen und mächtigen Konzerne mal einen vor den Latz bekommen.

Diese verdammten, reichen, erfolgreichen Menschen in ihren multinationalen Firmen. Dieses arrogante Pack. Gut, dass einer von uns, einer aus dem Volk, die mal auf den Boden holt. Nur leider gibt es so wenige Volks-PR-Berater. Deswegen haben diese Hacker die Dümmste aller Handlungsoptionen gewählt: Sie haben uns die Onlinegames genommen! Diese Schweine!

Ich selber stehe allerdings ein wenig über den Dingen weil ich sowieso nicht online zocke. Das erlaubt mir auch, den positiven Effekt an der ganzen Geschichte zu sehen. Macht euch nicht zu viele Sorgen um eure Kreditkarten. Sollte sie zu sehr ins Minus geraten, gibt es doch genug andere Kreditkarten im Netz, mit der ihr euer Soll wieder ausgleichen könnt. Wenn ich mir die Kontostände meiner Karte in den letzten paar Jahren so anschaue, würde ich sogar sagen, dass ich einer der ganz großen Profiteure in dieser Nummer bin.

Tja, was soll ich sagen? Ole!!!

Burn Out!