Die insgesamt 400 Mio. US-Dollar schwere Klage von Activision gegen seinen Rivalen Electronic Arts geht weiter. Die Klage wandert im Mai 2011 vor das erstinstanzliche Gericht in Kalifornien (Superior Court of Caliornia). Nach Ansicht eines Richters hatte Activision dafür einen ausreichenden Beweis vorgelegt.
Was lange währt, wird endlich gut. Das ist zumindest das Motto von Activisions Hartnäckigkeit. Der Publisher mit Sitz in Santa Monica, Kalifornien, USA hat immer noch eine Klage gegen seine ehemaligen Führungskräfte von Infinity Ward, Jason West und Vince Zampella, laufen. Kurzerhand wurde Activisions Unmut aber auf Electronic Arts im Dezember 2010 ausgeweitet, mit dem Verdacht, dass diese West und Zampella beim Vertragsbruch unterstützt hätten.
Elihu Berle, Richter erstinstanzliches Gericht von Kalifornien (Superior Court of California), gab Activision nun in einem der vier vorgetragenen Punkte Recht und somit wird die Klage im Mai 2011 vor Gericht gehen, wie der Bloomberg berichtet.
West und Zampella verklagten Activision für einen nicht ausgezahlten Bonus im Wert von 36 Millionen US-Dollar nach ihrer Kündigung im März 2010. Der Publisher hätte West und Zampella mit Absicht kündigen wollen, um die beiden am Erhalt weiterer Boni durch das Bestseller-Spiel des vergangenen Jahres, Call of Duty: Modern Warfare 2, zu hindern. Activision reichte daraufhin selbst eine Klage ein, in der sie die beiden ehemaligen Mitarbeiter beschuldigten, mit Hilfe von Agenten heimlich ein Abkommen mit Electronic Arts ausgehandelt zu haben. Nach ihrer Kündigung gründeten West und Zampella das Studio Respawn Entertainment, welches für EA Spiele produzieren sollte.
Berle fand in der Behauptung von Activision, dass eine Electronic Arts vertrauliche Informationen von den Ex-Mitarbeitern erhalten wollte, genug Beweise. Zuvor hatte EA Einspruch eingelegt, dass Activision seine Aussagen nicht mit Beweismaterial stützen könne. Letzterer zögert den Prozess für West und Zampella absichtlich hinaus, weil sich weil dadurch die finanziellen wie nicht-finanziellen Schulden für das neue Respawn Studio stetig vervielfachen.








