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Modern Warfare 2 als Übungsplatz für Flughafen-Anschlag?

Der Terror-Anschlag am Moskauer Flughafen Domodedovo hat mehr als 35 Menschen in den Tod gerissen, nachdem ein Selbstmordattentäter sich dort in die Luft gesprengt hatte. Neben der Debatte über Sicherheitsvorkehrungen und die politische Motivation der Tat, sind einige russische Medien der Meinung, dass der Ego-Shooter Modern Warfare 2 als Übungsplatz und somit Vorbereitung diente.

Jede Tat, braucht eine Ursache, eine Motivation, einen rational nachvollziehbaren Grund. Das russische Magazin RT hat somit nach dem Selbstmordattentat am Montag am Moskauer Flughafen Domodedovo eine ganz eigene Theorie für die Motivation des Täters offengelegt. Activisions Shooter Call of Duty: Modern Warfare 2 soll durch das umstrittene “No Russian”-Level den möglichen Anschlag inspiriert haben. Im “No Russian”-Level dringt eine Gruppe schwerbewaffneter Räuber in den fiktionalen Zakhaev International Airport ein, schleicht sich durch den Fahrstuhl in den Bereich der Sicherheitschecks und eröffnet dann das Feuer auf Zivilisten sowie ein späteres russisches FSB Team. Hiermit wollten die Entwickler von Modern Warfare 2 dem Spieler selbst die Verantwortung überdrücken und ihn beim Erschießen vor die Wahl stellen, denn: Man muss nicht auf die Zivilisten schießen, das bleibt allein dem Spieler überlassen. Diese Entscheidungsgewalt ist im Ego-Shooter zwar neues Material mit Tiefe, ließ aber viele Kritiker die Wände hochgehen.

RT berichtet, wie die Schussszenen des “No Russian”-Level dem Moskauer Anschlag ähneln. Es sei “überhaupt nicht weit hergeholt” eine Verbindung zwischen beiden Taten herzustellen, selbst wenn die erste virtueller Natur ist. Walid Phares, Direktor des Future Terrorism Project der Foundation for Defense of Democracies Institution, sagt, dass man genau untersuchen müsse, ob derartige Spiele oder Levels als Trainingsgrundlage für Terroristen dienen:

“Indeed it is a trouble to look at the game and reality. The issue is we need to know if terrorists or extremists are using these videos or DVDs or games to basically apply the model … I think those who have been radicalized already – that is supposed in this case jihadists, Al-Qaeda or other kind – they look at the games and say these games will serve them to train,”

RT verweist auf die massiven Sales innerhalb der ersten Wochen von Modern Warfare 2, dabei werden jedoch Verkaufszahlen mit Einfluss auf den Spierl/die Gesellschaft gleich gesetzt. Ist es möglich den Umgang mit Waffen oder den genauen Ablauf eines Selbstmordattentats in einem Spiel zu trainieren? Sind Entwickler mit grafischen Details und dem ranzoomen der Kameras auch in kritischen Szenen zu weit gegangen? Oder werden hier verschiedene Suppen zusammengekocht? RT schließt seinen Bericht, dass “bisher niemand die Rechtfertigung einer virtuellen Version als schockierende Realität infrage gestellt hat.” Ob dieses Argument noch weitere Kreise zieht und zu einer erneuten Debatte über Ego-Shooter führt, wird sich nach den weiteren Untersuchungen am Domodedovo Flughafen zeigen.

Kommentare

4 Kommentare zu “Modern Warfare 2 als Übungsplatz für Flughafen-Anschlag?

  1. wazi am 27. Januar 2011

    Was ist denn das bitte für ein verbaler Durchfall? Was hat Pixel abknallen mit einer feigen Bombenzündung zu tun? Niemand in Modern Warfare 2 hat sich selbst in die Luft sprengen müssen. Genauso gut kann ich sagen, dass Minesweeper dran schuld ist. Und wie man Bomben bastelt, das wurde in dem Spiel auch mit keinem Wort erzählt. Aber ist eh klar, dass man nun wieder die Spiele dafür verantwortlich macht.

  2. CharlieHarperKL am 27. Januar 2011

    vielleicht sollte man TETRIS auch mal einer genaueren Überprüfung unterziehen denn das is doch " eindeutig " ein Trainingsprogramm um Steine von Autobahnbrücken auf Autos zu werfen!!*Ironieschildbleibtstehen*

  3. Panda am 27. Januar 2011

    @wazi: Logorrhoe, das Wort heißt Logorrhoe ;-)

  4. wazi am 27. Januar 2011

    hahaha, ja das Wort muss ich mir merken. Danke :-)

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