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PS2 Geburtstagsspecial: Ico & Shadow of the Colossus

Normalerweise schreibe ich nur über meine geliebten Indiegames oder Underdogs, doch auch auf der PS2 gibt es oft übersehen Kunstwerke der Spieletechnik.

Zwei dieser Juwelen präsentiere ich heute zur Specialwoche anlässlich des Geburtstags der Sonykonsole.

Der erste Titel steckt uns in die Haut von Ico, einem kleinen normalen Jungen, dem eines Tages zwei Hörner aus dem Kopf wachsen. Dies ist das Zeichen des Fluches. Viel wird nicht erklärt und wir sehen nur wie unser hilfloser Protagnist von maskierten, henkerähnlichen Gestalten mit einem Boot in ein gigantisches Schloss gebracht wird. Den Grund hat weder Ico noch der Spieler bis hier hin so richtig verstanden doch kurz darauf wird klar: Dies ist der Ort seiner Hinrichtung. Ico wird in einer Gallerie von identischen Steingefäßen in einen dieser Sarkophage gesperrt. Ihm steht der Tod durch verdursten bevor.

Doch der Junge hat Glück, unter seinem steinernen Gefängnis bricht der Boden ein wenig Weg, durch eine Erschütterung des Raumes kippt die Vase und er kann entkommen. Ab hier hat der Spieler das erste Mal die Kontrolle.

Was zu tun ist ist nicht wirklich klar, doch sterben scheint nicht auf dem Plan zu stehen, also zieht unser Gehörnter los die Ruinen zu erkunden. Schon nach kurzer Zeit trifft er auf ein fast schon albino-weißes Mädchen in einem ebenso weißen Kleid, eingesperrt in einem Käfig der in einem Turm 50 Meter über dem Boden hängt. Nachdem Ihr sie befreit habt merkt Ihr jedoch das eine Art Schattenwesen etwas dagegen hat. Es greift sich das Mädchen, ignoriert euch komplett und versucht nur sie in ein schwarzes Portal zu bringen. Notgedrungen greift Ihr euch einen langen Stock der auf dem Boden liegt und hindert mit ungeschulten Schlägen das Schattenwesen daran die neugewonnene Freundin zu verschleppen.

Da Ico und das Mädchen verschiedene Sprachen sprechen können sie sich kaum verständigen. Das Einzige was er versteht ist das das Mädchen Yorda heißt. Kurz darauf entdecken die Beiden das Yorda eine Macht innewohnt die keiner von Beiden versteht, mit der sie die Architektur des Schlosses beleben kann. Gemeinsam beginnen sie eine unvergessliche Reise.

Sollte jemals ein Videospiel in die Nähe eines Kunstwerks in Spielform kommen, so ist es Ico. Langweilig ausgedrückt ist der Rest des Spieles eine Wiederhohlung dieses Ablaufes. Um weiterzukommen muss Ico einen Weg finden Yorda unbeschadet und einfach durch ein Gebiet zu lotsen, da diese nicht so agil ist wie er. Dafür muss es Hebel, Drehmechanismen oder Schalter betätigen, wärend er immer ein Auge auf seine Begleiterin halten muss. Dieser wird von immer neuen Arten und Variationen von Schattenwesen angegriffen und verschleppt, was Ico energisch zu verhindern versucht, immer mit einem rustikalen Stock in der Hand.

Was aber wirklich zählt ist nicht die Action sondern vielmehr liegt die Erkundung, die Story und die wunderschöne und atemberaubende Architektur im Vordergrund. Die Entwickler haben nicht nur tolle Rätsel in die Umwelt eingebaut sondern zaubern auch unglaubliche Landschaften und Panoramablicke auf den Bildschirm und all das nur mit PS2 Technologie. Allein das Gefühl des Alleineseins, des Hilflosseins in diesem uralten, gigantischem Gemäuer macht das Spiel für jeden Spieler der mal etwas Anderes als den typischen acionüberfüllten Spielebrei angehen möchte spielenswert. Noch dazu wird eine Herzerwärmende Geschichte erzählt mit vielleicht nicht vielmehr als 5 Dialogen im gesamten Spiel. Ich sage nur, es gibt einen Button zum Händchen halten.

Team ICO hat mit ihrem Erstlingswerk Ico zwar keine Verkaufscharts geknackt (Weltweit nur 700,000 verkaute Spiele) aber viele Kritiker sehen es als eines der besten Spiele aller Zeiten (90 von 100 auf Metacritics anyone?).

Ihr nächstes Spiel sollte den Fokus des Spiels etwas verändern, aber dennoch große Teile beibehalten. Shadow of the Colossus erschien im Oktober 2005.

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