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Google kauft Social Deck

So erscheint das Prinzip auf den ersten Blick und – die Taktik von Google ist dabei geschickt. Gerade aufstrebenden Neuunternehmer wie das Entwicklerteam von Social Deck sind durch die Finanzspritzen und die Übernahme durch den kalifornischen Riesen nicht an Facebook gebunden. Es besteht die Hoffnung, neue Spiele exklusiv über Googles neuen Service bereitzustellen. Das lockt bisherige Fans der Spiele zu der neu entwickelten Plattform, ist aber gleichzeitig für die Entwickler eine gute Referenz. Google würde an dem Prinzip fleißig mitverdienen. Facebook verdient laut dem WSJ bereits bis zu 30% an den Gewinnen der Entwickler, über den Einkauf oder Verkauf von virtuellen Gütern. Google hat mit Google Checkout bereits eine ähnliche Art der Abrechnung geschaffen, die aber eher noch im Hintergrund ruht.


Ist das eine gute Investition, die den Wettbewerb steigert oder sollte Googles Shoppingtour eher kritisch beäugt werden? Ein bisschen von beiden ist in der Antwort enthalten, aber auch nur, weil die Gerüchteküche noch nichts Definitives über Google Me und Google Games weiß. Auf der einen Seite werden den Spielern (und es handelt sich hier um einen Millionenmarkt an Social Network Playern) mehrere Optionen geboten, damit wäre Google Games eine Plattform von vielen. Exklusivrechte gibt es folglich erst einmal nicht. Der Hunger dahinter ist kritischer zu betrachten. Jedes Unternehmen geht mit einer Übernahme Risiken ein, denn Google hat schon einige Dinge in den Sand gesetzt (wie beispielsweise Google Wave) und das kann auch ein motiviertes, neues Spielerteam ruinieren. Ob Googles letztliche Planung aufgeht, hängt neben den millionenschweren Einkäufen in erster Linie von der Meinung der Spieler ab. Und die kann, wie jeder Spielehersteller weiß, manchmal äußerst vernichtend ausfallen.

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