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Kinect – Microsoft´s Wunder-Kamera

“Och wie süß!!!” – “Ist der niedlich!” - “Zum knuddeln”" – “Schau doch mal, wie tapsig der ist!” – “Den hätt ich gern!”

Das alles sind typische Reaktionen beim Spielen von Kinectimals, die ein glücklicher Käufer unter anderem dazu nutzen könnte, um beim anderen Geschlecht zu landen. Damit wandelt ihr euch vom grausamen Killerspiel-Spieler, der wie verrückt auf das neue Halo: Reach wartet (HIER übrigens ein Special-Interview von uns mit den Entwicklern!) zum netten jungen Mann mit einer zutiefst emotionalen Seite. Das einzigste was ihr dafür tun müsst, ist die ganzen FSK 18 Spiele zur Seite zu schaffen, Kinecimals in´s Laufwerk zu legen und ein neues Spiel zu starten.

Ihr wählt zwischen einem knudelligen Löwen, Tiger, Leopard, Gepard und Jaguar euer Lieblingstier und entdeckt mit ihnen eine geheimnisvolle Insel. Sechs weitere Tierchen lassen sich übrigens freispielen! Diese könnt ihr, fast wie im echten Leben trainieren, d.h. euer Haustier lernt z.B. wie es Pfötchen gibt usw. Auch einen Hindernisparcour könnt ihr bewältigen. Hier müsst ihr euren kleinen Freund mit eigenen Bewegungen antreiben. Des Weiteren gibt es noch andere Wettbewerbe, bei der ihr Archievments freischalten könnt und bei welchen ihr auch gegen die Haustiere euer Familienmitglieder antreten könnt. Mehr als 600 verschiedene Schätze und Spielzeuge dürft ihr zudem einsammeln.

Einen wirklich süßen Gameplay Trailer gab es von uns schon einmal und der ist echt sehenswert.

Das Game spricht aber insgesamt wohl eher eine jüngere Zielgruppe an, die damit aber sicherlich ihren Spaß haben werden. Obwohl eigentlich ist es das perfekte Spiel für Erwachsene – denn son vertröstet man den nervigen Kindern den realen Hund oder die reale Katze…  ;)

Nach einem Adventure, einem Racing, einem Sports und einem typischen Familytitel fehlt doch eigentlich nur eines: mal gehörig das Tanzbein schwingen! Mit Dance Central wird das möglich!

Im Grunde gibt es aber zu diesem Titel nicht allzu viel zu sagen, außer das nun die alte Tanzmatte ausgedient hat! Kinect registriert präzise eure Bewegungen und erkennt daran, wie (un)sauber ihr diese ausgeführt habt. Für Fans ist es sicherlich DAS Spiel, aber gerade nach eine Spielpartie auf “Schwer”, könnt ihr ein neues Shirt aus dem Schrank kramen.

Dabei ist das ganze super lustig anzuschauen ;) :

Play Day Dance Central

Unser Fazit:

Der hohe Preis von 150 EUR könnte abschreckend wirken, obwohl ein Spiel der Kamera beiliegt – nichtsdestotrotz denken wir aber, dass Kinect das Zeug hat, mehr zu sein als Nintendo Wii beispielsweise. Warum? Bei der Wii war und ist das Problem, dass man sich zu sehr auf Casual Games konzentrierte, d.h. einfache, nicht komplexe Spiele, die sicher aber super verkaufen (Wii Sports, Wii Play). Dabei bleiben wirklich gute Spiele auf der Strecke. Ab und zu mal ein Highlight, wie Skyward Sword, ist für einen Core Gamer der ersten Stunde zu wenig.

Microsoft wollte, wie Sony, erstmal ein typisches Lineup aufbauen und sich später auf Casual konzentrieren. Mit Kinect will man nun ein Stück von Nintendo´s Kuchen abhaben. Das könnte gelingen – aber nur wenn man sich auch darum bemüht, dass Kinect zusätzlich zum altbewährten Controller eingesetzt wird und nicht NUR als Partyspielgerät hinhalten darf. Ein Manko von Kinect ist sicherlich der dadurch bedingte sehr späte Release – am 10. November 2010 steht es bei uns in den Läden – der XBox 360, die auf solche Games stehen, sicherlich schon längst verführen ließ, eine Wii-Konsole sich anzuschaffen.

Die zum Release erhältlichen Games decken aber auf jeden Fall eine Menge Spielspaß ab, werden wohl aber mit Sicherheit nach der Zeit auch langweilig werden – hier ist Vorsicht seitens Microsoft geboten immer etwas neues für Kinect nachzulegen. Dann könnte Kinect wohl eine Erfolgsgeschichte werden, auch wenn sich da zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen lässt. Schließlich könnte man zweifelsohne auch auf Kinect verzichten, da man nicht unbedingt zwangsweise nur mit seinen Händen durch die Menü´s steuern muss. Doch Spaß macht es allemal!

Dennis Eichler

SNES, Gameboy und Co. waren Teil der Kindheit; heutzutage wird über PS3, 360 und Konsorten, sowie der ganzen Spieleindustrie berichtet. Das Ziel bleibt wie eh und jeh unverändert: Mit dem stereotypen Denken über Games & Gamer aufzuräumen, was sich jedoch als schwieriges Unterfangen herausstellt.
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