Wenn ein Spiel neu auf den Markt kommt, dann lebt es zu aller erst von seiner Verfügbarkeit. Hat die PR-Agentur ihren Job gut gemacht, schrecken auch die Preise viele Fans nicht ab. Um jedoch auch die Unentschiedenen zu locken, gibt es das Free-to-play (F2P) System, was vorranging bei Browser-Spielen zu finden ist. Free-to-play ist dabei ein recht einfaches Prinzip, denn jedes Spiel mit der Option auf freien Zugang fällt in diese Kategorie. In den letzten Jahren taucht der Begriff aber vermehrt mit Massive Multiplayer Online Games (MMOGs) auf.

F2P ist aber auch eine interessante Methode um Spieler “anzufüttern”, das heißt es gibt innerhalb des Games einen bestimmten Leerlauf und ohne Zahlung geht es danach nicht weiter. Sei es ein Level, ein Gegenstand oder das Erweitern des eigenen Charakters: diese kleine Features wollen alle bezahlt werden – und das rechnet sich.

Als vor ein paar Tagen bekannt gegeben wurde, dass Der Herr der Ringe Online ab September einen kostenfreien F2P-Modus besitzen soll sowie bei Bedarf erweiterbaren Premium-Content, stellt sich die Frage: Sind die freien Versionen eines ehemals hochgelobten Games einfach genial oder ist es das Gnadenbrot? Es entsteht durchaus der Eindruck, dass eine erfolgreiche Franchise oftmals zum Free-to-play verkommt, um wieder Spieler anzulocken. Um jedoch jetzige Abonnenten nicht zu verlieren und weiterhin zum Kauf zu animieren, gibt es Premium-Inhalte. Ohne diese Option eines Premium-Accounts lohnt sich ein Browser-Spiel oft gar nicht. Dies ist zumindest die negative Seite des F2P.








