Xbox Live erneut im Kreuzfeuer der Kritik

Wiedereinmal steht Microsoft in der Kritik großer Publisher. War es vor einiger Zeit erst Yoichi Wada, der Final Fantasy 14 für die Xbox 360 aufgrund der geschlossenen Netzwerkstruktur abgesagt hat.
Nun steht “Xbox Live” erneut im Kreuzfeuer eines großen Publishers.

In einem Interview mit der Financial Times sagte Activision-Blizzard Chef Bobby Kotick “Wir haben erfahren, dass 60 Prozent von Microsofts Abonnenten vor allem wegen Call of Duty bei Live sind”

Außerdem ist dem Activision- Blizzard Chef aufgefallen, dass “Xbox Live” Kunden knapp 60€ pro Jahr für das Onlinespielen ausgeben, und seine Firma daran nicht mit verdient.
Zugleich erwähnt Bobby Kotick, wäre die Architektur von “Xbox Live” offener könnten Spieler mit mehr Features für die Call of Duty Serie rechnen.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Activision früher oder später eine Art “Call of Duty Online” veröffentlichen möchte, und auch das sagenumwobene zweite Blizzard-MMORPG nach World of Warcraft dürfte für Konsolen ausgelegt sein.
Jedoch stehen die Chancen eher schlecht für ein Xbox 360 release, wenn die Netzwerkstruktur weiterhin so eminent verschlossen bleibt.

Wie lange es sich Microsoft noch leisten kann sein Netzwerk so geschlossen zu halten bleibt daher fraglich. Der Konzern aus Redmond wird es sich jedoch kaum leisten können diese Blockbuster Games an sich vorbeiziehen zu lassen.

Auch für den Endverbraucher wäre eine Öffnung des Konsolen Netzwerks ein Fortschritt. So würde der schon seit langem in der Community  gehegte Wunsch, nach einem Internet Browser oder Dienste wie Youtube in greifbare Nähe rücken.

Kommentare

3 Kommentare zu “Xbox Live erneut im Kreuzfeuer der Kritik

  1. Harm-Diercks Gronewold am 7. Juli 2010

    Ich hoffe noch lange genug. Kotik, der Schwätzer, hat schon mit den überzogenen Preisen der CoD und den Mappacks bewiesen, dass es im nicht um Qualität der Games geht, sondern nur um das Geld. Natürlich nervt es den, dass man bei XboxLive die Leute nicht öfter abrippen kann. Dafür bietet M$ mit XBL allerdings auch den besten Service, den man bei ActiBlizz sicher extra zahlen dürfte. Die Zahlen von 60% sind allerdings aus der Luft gegriffen, denn niemand zockt ausschließlich CoD auf Xbox Live, sondern mindestens ein weiteres Game. Offene Systeme, wo man für jedes Netzwerk erneut ablatzen muss ist dumm und Kundenunfreundlich, denn dann kommen Actiblizzpunkte, Ubipunkte, EA Punkte und M$ Punkte sowie Square Punkte und die sind auch nur bekloppten Stückelungen zu haben. Die Öffnung hätte nur eins zu Folge, den Kunden immer und immer wieder abzuziehen, aber das ist es scheinbar, was die Gamer wollen.

  2. wazi am 7. Juli 2010

    Browser auf der Konsole? Wozu? Ich dreh doch nicht extra die Konsole auf, damit ich schnell mal im Internet surfen kann. Der Rechner nebenan läuft sowieso 24/7, oder ich nehm das Smartphone in die Hand. Aber das mit den 60 % klingt etwas unrealistisch, wobei es auf mich zu 100 % zutrifft. Ich spiel tatsächlich nur CoD online. Nur warum wollen diese Säcke auch bei Xbox Live noch mit abzocken? Hackts bei denen? Die stellen ja keine Server zur Verfügung, oder die ganze Struktur, oder irre ich mich da? Also auf was hinauf wollen die Geld haben?

  3. Happypapierkorb am 7. Juli 2010

    Ne ich glaube hinter dieser Aussage verbirgt sich etwas anderes. Womöglich würde es sogar ein World of Warcraft für die Xbox bzw. die Konsolenwelt geben, wenn Activision-Blizzard einen Teil des Gewinns von Xbox live bekommen würde. Momentan sieht es so aus, dass es nur WoW für den PC gibt, und auch dort nur für zahlende Kunden. Wie viel im Monat weiß ich nicht. Würde Microsoft sein Konsolennetzwerk nun etwas öffenen, und Activ. Blizz. etwas von dem Gewinn abgegeben würde es womöglich darauf hinauslaufen, dass es WoW oder ähnlich MMORPG´s mit monatlichen Fixkosten wohl auch für Konsolen geben würde. Bei Sony ist das Problem, dass das Konsolennetzwerk zwar offener ist, aber die meisten Leute dafür nichts bezahlen. Ist jetzt meine Meinung. Wie seht Ihr das ?

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