
Der Ansatz ist nicht allzu falsch, denn viele Menschen können heutzutage fröhlich ihr Frühstücksmüsli verdrücken, während auf dem Nachrichtensender Eingeweide verschiedener Nationen über den Bildschirm rollen. Sind damit Spieler auch “abgestumpft”? Durch diese subtile Manipulation hätte die Politik einen besseren Einfluss für Ausbeute und Verletzungen von Menschengrundrechten. Wenn aber jene Bauern (wie Watt sie nennt, nach den Figuren im Schach) durch Videospiele so apathisch und eingeschränkt sind in ihrer Sichtweise, dann beschweren sie sich auch nicht. Dieser Typ zeigt, dass Games ein durchaus mächtiges Instrument darstellen, dabei aber unter einem Damoklesschwert sitzen: Auf der einen Seite helfen sie gegen Stress, sind nützlich und verbinden soziale Gruppen, andererseits sind sie Boten einer sich anbahnenden Katastrophe.
Abschlussbemerkung:
Passen Politik und Games nun zusammen oder nicht? Neben den Entwicklern und Sponsoren zählt auch der absolute Inhalt mit in die Bewertung rein. Der Spieleinhalt von politischen Games kann unterhalten, berühren, erziehen, ermahnen, politische Debatten anheizen und/oder verschärfen, gleichzeitig aber sehr nachdenklich wirken und machen … Die Möglichkeiten sind endlos und so sind auch die Kombinationsmöglichkeiten. Politik und Games passen nicht komplett zusammen, weil es immer noch Bereiche gibt wo sie sich haken (Meinungsfreiheit und Kunst gegen Gewalt und Sinnlosigkeit). Doch es ist im Nachhinein genau diese Spannung und der teils erfolglose Versuch diese zu lösen, was die politischen Games und die Gamespolitik so reizvoll macht.
Via newsgaming.com, streetsmartdetroit.com, bogost.com, cuttingthroughthematrix.com





