Games helfen gegen Stress & Depressionen


Egal ob Mann oder Frau: Wer über einen längeren Zeitraum Gewaltspiele meistert ist gegen Stress und Depressionen besser gefeit. Das hat jetzt eine Studie der Texas A&M International University unter der Leitung von Dr. Christopher J. Ferguson herausgefunden.

Natürlich sind Studien dafür bekannt durch Zahlenschrauberei jede Aussage in ein anderes Licht zu rücken. Doch Fergusons Artikel in der Zeitschrift “European Psychologist” (2010, Vol. 15) nimmt gegenüber Gewaltspielen eine neutrale Mittlerposition ein. Für die Untersuchung wurden 103 junge Erwachsene auf eine absichtlich frustrierende Spielaufgabe losgelassen und stichprobenartig konnte zwischen keinem Spiel, einem nicht-gewalttätigem Spiel und einem brutalerem Spiel. Die Games der letzten Kategorie werden in ihren Handlungen als “Gut gegen Böse” beschrieben, wobei die Spieler selbst immer die bösen Buben steuern durften.

“It probably won’t come to a surprise to gamers that playing games may reduce stress,”

Anhand der Ergebnisse meint Dr. Ferguson, dass vor allem die brutaleren Spiele die Gemütslage der Probanden am meisten aufgehellt habe. Jene Spieler seien im Nachhinein besser mit Stress umgegangen und hätten weniger bis kaum Anzeichen für aggressives oder depressives Verhalten.

Der Forscher fügt aber hinzu, dass seinen bisherigen Ergebnissen weitere Studien folgen werden. Ferguson ist von der revolutionären Bandbreite seiner Befragung überzeugt. Immerhin sei es die erste Studie, die versuche verpönte Gewaltspiele in ein akzeptables Licht zurück. Dabei geht er sogar so weit und behauptet, dass Spiele mit Gewaltthemen vor allem für zukünftige Therapiezwecke hilfreich sein können.

Gewaltspiele würden den Menschen helfen mit aggressiven und aufgestauten Emotionen aus ihrem bisherigem Leben besser umzugehen. Ob diese Studien nun wirklich etwas an der Grundhaltung gegenüber virtuellen Kampfszenen ändern kann, muss schließlich eine große Umfrage klären. Forschungsergebnisse bleiben aber weiterhin ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn Studien geben nur einen Bruchteil des Befragungsszenarios wieder. Um den Ruf der Gewaltspiele aus dem Minusbereich zu reißen, muss vorerst das soziale Umfeld agieren.

Via tamiu.edu

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