
Die Entwickler von Vector Unit geben sich alle Mühe, aus dem von Microsoft erworbenen Franchise einen spaßigen Arcade-Racer zu machen, doch will der Funke im Einzelspielermodus nicht ganz überspringen.
Zunächst jedoch: Um was geht es überhaupt? Das Szenario ist unglaublich geeignet dafür, um das Spiel im Zuge des “Summer of Arcade” zu veröffentlichen: Mit einem Speedboot macht ihr verschiedene Wasserstrecken unsicher, messt euch im einfachen Rennen, dem Hindernisparcour, dem Slalom oder in der Kombination der drei Disziplinen, dem Meisterschaftsmodus und füllt dabei euer Boost-Meter auf, um euren Kontrahenten davonzudüsen.
Als Vehikel stehen euch eine Vielzahl von Booten zur Verfügung, die in die Kategorien “Anfänger”, “Profi” und “Experte” aufgeteilt sind und entsprechende Fahreigenschaften aufweisen. Anfänger-Boote lassen sich zumeist gut steuern, besitzen aber keine hohe Endgeschwindigkeit, bei den Experten-Boliden ist es umgekehrt. Die Fahrzeuge kommen in tollem Design und mit verschiedenen Lackierungen daher, die ihr durch das Verdienen von Credits bei Wettbewerben erwerben könnt.
Ausgetragen werden diese Disziplinen auf abwechslungsreichen Strecken, die ebenfalls in drei Schwierigkeitsgrade aufgeteilt werden und eine Mischung aus neuen und alten Kursen darstellen. So jagt ihr zum Beispiel über Dämme hinweg, macht die Pariser Kanalisation unsicher, stattet den Wikingern im arktischen Norden oder Area 51 einen Besuch ab. Neben dem Aufsammeln der boostfüllenden Flaschen könnt ihr auch Symbole einsammeln, die die Strecke verändern, woraus ihr dann einen Vorteil ziehen könnt.

Die Steuerung ist typisch für einen Arcade-Racer, schnell hat man ein Gefühl für das Boot entwickelt und brettert begeistert über das nett animierte Wasser. Ab und an kommt es dann aber doch zu etwas frustigen Momenten, wenn die Steuerung nicht ganz so genau und präzise reagiert, wie man es sich wünschen würde. Schnell ist man da an der nächsten Wand zerschellt.
Weitere Spaßbremsen sind der Slalom- und Hindernis-Modus, die nur sehr ehrgeizige Spieler ansprechen oder solche, die nicht gern ihre CPU-Kontrahenten in die nächste Wand fahren sehen wollen. Allgemein ist der Einzelspieler-Modus auf Dauer nicht befriedigend.
Aber das ist wahrscheinlich auch nur schnödes Beiwerk. Das Herz von Hydro Thunder Hurricane ist definitv der Mehrspielermodus, in dem ihr euch zu viert offline (wahlweise mit Bots) oder zu acht online heiße Rennen im kühlen Nass liefern könnt. Eure Freunde auf den letzten Metern dank Boost zu überholen oder sie gegen eine Wand rasen zu sehen, wird euch ein teuflisches Vergnügen bereiten.
Fazit: Trotz einfachem Gameplay und teils fragwürdiger Steuerung macht Hydro Thunder das Wichtigste richtig: Es konzentriert sich auf den Multiplayermodus und sorgt durch das durch Steuerung und Streckenverlauf entstehende Chaos für spaßige Stunden, sofern ihr drei Kumpels um euch scharen oder zumindest auf den Online-Modus zurückgreifen könnt. Die Einzelspieler-Herausforderungen sind nett, wissen aber nicht lange zu fesseln.
















