Review: Das Android 2.1 Flaggschiff HTC Desire im Test

HTC Desire Review

Für viele fand das Warten kein Ende. Doch nun ist das HTC Desire im Handel erhältlich und wir (Clemens und Daniel), konnte es beide einem ausgiebigen Test unterziehen.

Nachfolgend haben wir das neue Android 2.1 Flaggschiff einem Alltagstest unterzogen und schildern unsere Eindrücke. Ein iPhone Killer? Findet es heraus!

Handling Gehäuse

Mit 119 x 60 x 11.9mm ist das HTC Desire eine Spur größer, aber dafür wenige Millimeter dünner als das iPhone. Beim Gewicht von 135 Gramm sind beide gleichauf. Damit ist es ein Smartphone für größere Hände. Zierlichere Gemüter werden sich mit der Bedienung etwas schwerer tun. Das Case ist aus Plastik, wirkt aber nicht billig. Ganz im Gegenteil; die Verarbeitung ist Top. Nichts knarzt oder lässt sich verformen. Die Unterseite an dem die Buttons liegen und die Rückseite samt Akkudeckel sind aus rutschfestem Gummi. Damit liegt es sehr gut und fest in der Hand.

Wie schon erwähnt hat das Desire Knöpfe. Im Gegensatz zum Nexus One sind diese nicht nur berührungssensitiv, sondern lassen sich wirklich Drücken. Vier Buttons mit feinem Druckpunkt (Home, Menü, Back und Search) zieren die Unterseite, jeweils zwei links und zwei rechts. In der Mitte befindet sich der optische Trackpad, welcher ebenfalls über einen Druckpunkt verfügt.

HTC verzichtete beim Trackpad – im Gegensatz zum baugleichen Nexus One – auf einen Trackball. Der Vorteil liegt natürlich darin, dass ein optisches Trackpad nicht verdrecken kann und auch keine Verschleißerscheinungen auftreten. Allerdings kann es beim hektischen Buttonwechsel schon mal passieren, dass man mit dem Daumen in die Nähe des Trackpads kommt und das HTC Desire dadurch irrtümlicherweise eine Interaktion durchführt.

Display

Das 3,7 Zoll WVGA AMOLED Display mit 480×800 Pixeln ist ein Sahnestück des HTC Desire. Farben wirken knackig, hin und wieder etwas zu kräftig und rotstichig. Die hohe Auflösung sorgt für scharfe Icons und Fotos.

Hier kann ich mich Clemens nur anschließen. Im direkten Vergleich zu einem noch nicht all zu alten Nokia N96 ist die Darstellung des HTC Displays ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die intensive und brillante Darstellung von Farben macht selbst einem normalen TFT-Bildschirm Konkurrenz. Allerdings wirken Rot- und Orangetöne etwas zu grell.

Kamera

Nahaufnahme mit "Blitz"

Entgegen diverser Aussagen schlägt sich die Kamera nach meinem (Clemens) Ermessen recht gut. Der Autofokus stellt schnell scharf, die Fotos werden zumindest bei guten Lichtverhältnissen scharf.

Bei mäßigem Licht zollt der winzige Sensor seinen Tribut, die Bilder verrauschen stark, das fokussieren dauert länger. Der Blitz selbst ist scheinbar nur verbaut worden um “Flash” als Spezifikation anzugeben. Die LED-Leuchte bringt kein Licht ins Dunkel.
Am Bild rechts ist eine Nahaufnahme mit der Kamera des Desire zu sehen. Alle Standardeinstellungen wurden beibehalten, das Foto wurde mit voller 5MP Auflösung aufgenommen. Lediglich der “Blitz” wurde aktiviert.

Speed

Die Geschwindigkeit des Desire stellt zumindest für den Verfasser dieser Zeilen (Clemens) alles bisher dagewesene in den Schatten. Dem 1 Ghz Snapdragon geht nie die Puste aus. Auch wenn sich 20 Apps im Hintergrund tummeln und die 576 MB Arbeitsspeicher erschöpft sind, lässt sich das Smartphone noch rasch und vor allem flüssig bedienen.

Auch hier kann ich meinem Kollegen Clemens nur beipflichten. Der Start des Browsers Opera Mini geht rasend schnell. Zu Symbian- bzw. Nokia-Zeiten dauerte der Start des Browsers selbst auf dem Flaggschiff der N-Serie schon gut und gerne 10 Sekunden und mehr. Beim HTC Desire vergehen keine zwei Sekunden.

Und auch der Bootvorgang des Handys überrascht. Aus Windows Mobile Zeiten ist man Bootvorgänge von bis zu 3 Minuten gewohnt. Beim Desire landet man nach einer knappen Minute an der PIN Abfrage.

Seite 2: Akku, Bedienung, Sense UI, Software

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