Über das umstrittene Firmware-Update 3.21 der PlayStation 3 haben wir in der Vergangenheit ausgiebig berichtet.
Das Firmware-Update entfernt das Other-OS-Features der PlayStation 3. Somit kann kein Linux mehr auf der PlayStation 3 benutzt werden. Sony begründete diesen Schritt, da man Sicherheitsbedenken habe. Diese resultieren aus den Hack-Versuchen von George “geohot” Hotz.
Ein Brite jedoch wollte diesen Wegfall eines Features nicht so einfach in Kauf nehmen. So meldete er sich bei Amazon.co.uk, wo er damals seine Konsole gekauft hat, und verwies auf ein EU-Gesetz.
Und obwohl der Kauf schon längere Zeit zurücklag, erstattet Amazon ihn insgesamt 84 Britische Pfund. Das sind umgerechnet ca. 95 Euro und somit ca. 20 % des ursprünglichen Kaufpreises.
Der Brite hatte dabei die Directive 1999/44/EC der europäischen Union auf seiner Seite. So besagen diese, dass Produkte über zugesagte Eigenschaften auch tatsächlich verfügen müssen. Seit Firmware 3.21 ist dies ja nicht mehr der Fall.
Es wird erwartet, dass sich Amazon andererseits nun an Sony wenden wird um das Geld einzufordern. Rechtlich gesehen ist die Sachlage jedoch nicht eindeutig. Zwar drückt sich das EU-Gesetz klar aus, auf der anderen Seite stehen jedoch wieder die Lizenzbestimmungen von Sony, die gegen soetwas abgesichert sind, da sich Sony explizit Rechte an der Veränderung des Funktionsumfangs einräumt.
via golem.de





