
Game sehen, kaufen, einstecken und weg. Das ist längst nicht mehr alles! Nun können die virtuellen Kassen beim Game-Einkauf klingeln und das auch noch für einen guten Zweck. Jetzt ist es mit guten Zwecken immer so eine Sache, hauptsächlich eine negative. Seitdem sogar Hilfsorganisationen eher mit dem Ruf einer italienischen Geldwäscherei versehen werden, streben die Menschen nicht unbedingt danach ihr Geld in einem schwarzen Loch verschwinden zu sehen.
Um dem neue Würze zu geben und auch noch den Spieltrieb anzuregen, wurde 2006 die Vereinigung OneBigGame gegründet. Ein Zusammenschluss aus selbsternannten Industrieveteranen, sind die Veranstalter mit Sitzen in den Vereinigten Staaten und Europa darauf aus, Spiele nicht für puren Kommerz zu produzieren, sondern damit aktiv Hilfsorganisationen zu unterstützen.
Ein großes Spiel – One Big Game – macht den Namen zum Programm. Das Konzept der Organisation sieht vor, dass das Geld für gute Zwecke aus dem Verkauf von Videospielen erzielt werden soll. Dabei werden nach bisheriger Planung sowohl hochklassige und namenhafte Spielentwickler als auch Indie-Produzenten eingeladen, für OneBigGame ihre Kreativität einzusetzen. OneBigGame wird diese Spiele dann auf ihrem Online Portal und/oder andere soziale Netzwerken als Download zur Verfügung stellen.

Ein Großteil der Kosten (von 80% ist hier die Rede, so die Organisation selbst) wird schlussendlich gespendet. Abzüge gibt es wie immer nur für die Aufrechterhaltung der eigentlichen Organisation (ob hier schon Verwaltungsgebühren, Transkationskosten und dergleichen eingerechnet sind, ist unklar). OneBigGames Partnerprogramme sind bis dato Kinderhilfsorganisationen wie ‘Save the Children’ (zur weltweiten Unterstützung von Kinderrechten und deren Umsetzung) und ‘Starlight Children’s Foundation’ (Stiftung zur Unterstützung von diversen Heilungsmethoden und Unterhaltung von schwerkranken Kindern).
Das Konzept klingt gut, aber wie ist die Umsetzung? Das Debut zum Konzept ist OneBigGames erstes Spiel: Chime. Das Spiel wurde von Zoë Mode, einer Tochtergesellschaft des englischen Kuju Entertainment Unternehmens, für Xbox Live Arcade entwickelt und am 3. Februar 2010 offiziell veröffentlicht. Chime (was soviel wie ‘klingen’ oder ‘läuten’ bedeutet) erinnert vom Cover und ersten Design eher an ein Potpourri aus Tetris und Pong. Fängt das Spiel erst einmal an, dann wurden die beiden Retro-Klassiker als allgemeines Puzzle-Game mit einer ordentlichen Portion moderner Musik aufgemöbelt.