
Am Anfang gab es 3D Brillen um Wesen wie Dinosaurier in Sammelordnern “lebendig” wirken zu lassen. Der Abstand der Augen und ungleiche Farbeinwirkungen führen dazu, dass jedes Auge ein unterschiedliches Bild auf der Netzhaut hat, welche vom Gehirn dann zu einem “3D-Bild” zusammengesetzt werden. 3D, also die Faszination räumliche Tiefe, hat seit einigen Jahren auch die Video- und Computerbranche fest im Griff. Seit James Camerons Avatar ist ein wahrer 3D Wahn im Bereich Kino- und Fernsehkultur ausgebrochen. Eine Welle, die die Firma Sony nicht besser hätte timen können für die Veröffentlichung ihrer 3D TVs.
3D-Filme gibt zwar schon seit den 1950ern, aber erst heute sind Technik und Effekte so fortgeschritten, dass der Zuschauer wirklich das Gefühl hat in einer anderen Welt zu landen. Der Effekt wird durch das Aufsetzen einer so genannten Shutter- oder LCD-Brille erzeugt, deren Gläser oftmals eine Flüssigkeitskristalllösung enthält, mit der das linke oder rechte Auge abwechselnd abgedunkelt wird. Des Weiteren gibt es simple Rot/Grün-Brillen, die es schon lange für “lebensechte” Betrachtung von Gegenständen und Wesen in Zeitschriften oder im Biologieunterricht gab.

Eine neuartige 3D-Brille von Sony, deren Gerücht es schon seit Ende 2008 durch das Internet geistert, soll das Spielerlebnis der PlayStation 3 revolutionieren. Sony setzt natürlich auf eine etwas verfeinerte Technik und verwendet Polarisationsbrillen, deren Farbübertragung nur mit einem entsprechenden Bildschirm wirken.
Stereoskopisches Sehen oder auch räumliches Sehen auf der Mattscheibe hat hingegen seinen ganz eigenen Reiz. Der PS3 Motion Controller Move wird als zukunftsweisend angesehen, fungiert er doch als Mittler zwischen Spieler und 3D-Welt eines flachen Schirms. Mit Move hat der Spieler ein Stab-ähnliches Gerät in der Hand, kombiniert mit einer Glühbirne am anderen Ende. Im eigentlichen Spiel wird Move auch mit PlayStation Eye, dem Nachfolger des EyeToy, kombinierbar sein – die Veröffentlichung soll noch diesen Herbst stattfinden und unter 100 US-Dollar kosten.





