Das Internet wächst somit weiter zusammen und der Einfluss der Regierung auf das Internet wird stetig wachsen. Es bestehe die Möglichkeit, dass der pure Kapitalismus ein Revival erlebt und Social Gaming Unternehmen am Ende den Spieß umdrehen: sie würden dann schwache Sub-Studios größerer Firmen erwerben können.

Dennoch stünden die Facebook Games auch für einen gewissen Standard. Die tagtägliche Nutzung, die anders als ein Computerspiel direkt überwacht werden kann, fordert Designer und Produzenten immer wieder aufs Neue. Die Entwickler von Browsern könnten davon ebenso profitieren wie Marketing-Departments für Werbeeinblendungen. Nachteil an dem Trend wäre eine etwaige hohe “Trash-Welle”, die durch viele Trittbrettfahrer in dem Bereich verursacht werden könnte. Damit würden qualitativ schlechte Spiele angeboten werden, die den Markt überfluten.
Mit Million von Nutzern verbreitet sich ein kleines Spiel pandemisch. Die Facebook Psychologie nach Schells Darstellung und Ironie ist schockierend: schockierend wie einfach ein Spieler auf etwas hereinfällt, gleichzeitig ist es faszinierend zu verfolgen. Neugier und Skepsis werden kontinuierlich gefördert, mit vollem Wissen der Entwickler und am Ende kriegen sie doch ihr Geld.
Ist das wirklich ein neuer Zweig in der Spieleindustrie? Ein Hybrid aus Social Gaming à la Facebook und dem traditionellen Spielmarkt? Oder werden wir am Ende doch noch weitere Entzugskliniken eröffnen müssen, weil die Menschen Fakt und Fiktion nicht mehr unterscheiden können? Egal wie es ausgeht, Schells Idee Technologie mit Technologie zu überwinden wird in den nächsten Jahren den Weg weisen – nur die Richtung ist noch nicht vollends bekannt.
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