Wenn man für ein Newsmedium im Bereich Videospiele arbeitet, folgt kurz auf den journalistischen Eifer meist recht schnell die Ernüchterung. Anstatt toller Recherchen, kritischer Interviews und tiefgreifender Storys sieht man sich mit den Tücken der PR-Branche, abgesprochenen Fragen und den immer gleichen Antworten konfrontiert. Um seinen Lesern überhaupt etwas bieten zu können, muss man sich mit den Publishern und Herstellern gut stellen (Ein Prinzip, was ich bis heute nicht ganz verstanden habe… ;-) ).
Da wird gedealt ohne Ende. “Macht ihr hier einen netten Artikel zu dem nächsten Unterschrott den wir auf den Markt gepfeffert haben bekommt ihr da ein kleines Gewinnspiel von uns etc. bla bla!” Das ist nicht schön, aber so laufen die Dinge nun mal. Entsprechend gering ist der Enthusiasmus, wenn Microsoft im Zuge seine Xbox Live Arcade House Party Reviewcodes für ein weiteres kleines Arcade-Game mit Namen Toy Soldiers verschickt.
Wo ich aufgewachsen bin sagt man: “So is Lebbe!”, also ran an die Konsole, runterladen und mal sehen, was uns der Titel mit dem mehrfach prominenten Namen liefern kann. Und dann?
WOW! Ich spiele Toy Soldiers eine Stunde, ich spiele es zwei Stunden, ich spiele und spiele und mit jedem Klick wird die Begeisterung immer größer. Dieser nette kleine Zock übetrifft, völlig untypisch für Arcade-Games aller Anbieter, jede Erwartung. Und plötzlich ist der Artikel der dazu geschrieben wird auch keine kurze Erwähnung mehr, sondern direkt ein eLhabib Geheimtipp.





