
Sex sells! Das musste auch eLhabib in dieser Woche wehmütig eingestehen. Wir könnten ein Foto veröffentlichen, auf dem Barack Obama gemütlich mit Osama Bin Laden auf der Couch sitzt und ein Bierchen trinkt und hätten nicht so viele Klicks wie ein Post in dem rocktragende Pixeldamen aus der “glücklicher Frosch”-Perspektive gezeigt werden.
Liebe Gamer: Das ist ein Armutszeugnis! Burn Turn, die prüdeste Kolummne westlich des Sonnenuntergangs wird sich diesem Druck nicht beugen! Hier werden anstand und moral noch groß geschrieben!
Stattdessen der Hinweis auf dieses nützliche Kartoffelstampfer-Gerät:

Ganz im Sinne von Danse Gooshers: Kleines Hündchen, was denkst du?
SUPERTOLL!!!
Genug geplaudert. Turnen soll er, der Burn! Und zwar jetzt! Auf gehts!
Produkt-Piraterie gehört sich nicht! Das gilt nicht nur für all die Chinesen, Inder und wer sonst noch bald die Welt beherrschen wird, mit ihren Puhma-Schuhen und Googgle-Internetseiten. Das Böse fängt im Kleinen an. Ubisoft weiß das!
So haben jüngste Untersuchungen der uneigennützen Franzosen ergeben, dass ein einziger illegaler Download eines Titels wie Assassins Creed 2 einen direkten Einnahmenverlust von ca. 8 Milliarden Euro verursacht. Gleichzeitig werden dadurch 8987 Hektar Regenwald durch Atommüll ersetzt und 1/3 Hitler wieder belebt.
Selbstverständlich muss jedes verantwortungsbewusstes Unternehmen gegen eine derart besorgniserregende Entwicklung vorgehen. Und wie Ubisoft vorgeht! Niemand kann sie aufhalten!
Zukünftig muss jeder Gamer verschiedene Kopierschutzmaßnahmen durchlaufen. So muss beim Spielen permanent eine Internetverbindung aufgebaut sein. Ubisoft stellt für jede verkaufte Kopie eines Spiels einen neuen Online-Überwacher ein, der 24 Stunden am Tag darauf wartet, dass der Kunde sein Spiel in die Konsole einlegt um zu überwachen, dass auch ja eine Originalversion benutzt wird.
Doch damit nicht genug: In Phase 2 des Plans muss jeder Spieler im Vorraus für jede Session die er mit einem Game verbringen möchte, eine Strafe in Höhe von 3000 Euro zahlen. Sollte sich in seltenen Ausnahmefällen herausstellen, dass der Spieler doch eine Originalversion benutzt hatte, wird das Geld zurückerstattet.
Ubisoft musste sich bereits mit einigen Unverbesserlichen auseinandersetzen, die einfach kein Verständnis für diese Maßnahmen zeigen wollen. Weil man aber um jeden Kunden besorgt ist, hat man bereits angekündigt, Teile des Plans nochmal zu überdenken. Vor allen Dingen den Part mit der Rückerstattung sieht man als guten Ansatz für Veränderung.
Ein Kommentar zur Güte: Liebes Ubisoft! Nur weil niemand Assassins Creed 2 kaufen will, könnt ihr daraus nicht einfach schließen, dass das Spiel illegal raubkopiert wird. Wirklich nicht…
Seine Kunden verwirren gehört sich nicht. Wollte Microsoft auch nie. Zumindest nicht absichtlich! Sie gestehen jetzt aber ein: Die Microsoft Points könnten durchaus als Hürde zur Bewusstmachung des realen Preises verstanden werden.
Es gibt aber auch ein gutes Argument dafür: Es gibt doch so viele Währungen. Ganz furchtbar. Haben alle verschiedene Namen und sind unterschiedlich viel Wert. Alles so kompliziert mit der Umrechnung. Ganz schwierig!
Bin ich der Einzige der es unfassbar lustig findet, dass sich der größte Software-Gigant auf diesem Planeten davor scheut, einen Währungsrechner zu benutzen?
Andererseits: Etliche vergnügliche Stunden in Windows Vista lassen mich glauben: Vielleicht ist das mit den Microsoft Points doch eine ganz gute Lösung. Vielleicht sollte Microsoft sich generell mit allzu komplizierten Vorgängen zurückhalten.
Ganz in diesem Sinne wird die neue Xbox 720 auch generell ein wenig einfacher konzipiert. All dieser schrecklich komplizierte Unsinn wie Knöpfe, Spiele und Konsolen werden weggelassen. Stattdessen besinnt man sich auf das Grundsätzliche:


Die PS3 zu hacken gehört sich nicht! Auch nicht wenn man Frodo heißt und aus Mittelerde stammt. Hat ja auch mit Raubkopien zu tun und was das für schreckliche Folgen haben kann, wissen wir bereits.
Bei so einem Unfug kann der liebe Onkel Sony auch direkt mal richtig grantig werden. Jetzt wollen die Japaner den Vorfall also “untersuchen”.
Untersuchen ist ein feines Wort. Wie untersucht man denn nun, ob so ein kleiner Hobbit die PS3 gehackt hat? Unseren Informationen zufolge hat bisher noch niemand einen komplexen Zauberspiegel entwickelt, den man fragen kann: “Spieglein, Spieglein an der Wand! Wurde die PS3 gehackt?” (Falls doch, hieß der Erfinder bestimmt nicht Microsoft).
Nein, um herauszufinden, ob es eine gehackte PS3 gibt, muss man schon die Konsole mit der Axt im Deckel höchstpersönlich finden. Und die gibts nur bei Geohot himself.
Betrachtet man diesen Aspekt, bekommt der sonst so neutrale Begriff “untersuchen” plötzlich eine ganz neue, bedrohlichere Note. Sony wird doch nichts Böses im Sinn haben?
Nichts desto trotz: Wirklich bemerkenswert viel Aufmerksamkeit für so einen kleinen Tastatur-Nerd. Sogar die Kollegen von der BBC haben den Hacker interviewt.
Und wie gehts jetzt weiter? Der Hacker hat noch große Pläne. Nach dem Hack von iPod und PlayStation 3 geht es jetzt um richtig schwierige Projekte. So will er versuchen, die Bluetooth-Mechanik nicht zu hacken. Dann hätte er gerne ein paar Nudeln mit Hack…
(War das jetzt zu flach zum Abschluss? Wir werden es untersuchen…)