Mass Effect 2 treibt Kritiker zur Extase

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Seit dem Launch von Mass Effect 2scheinen sich die lieben Kritiker endlich mal eins zu sein, denn vor diesem Shooter-RPG kriechen alle demütigst auf den Knien und singen im Chor “Wir lieben dich, Wir lieben dich!”
Man könnte sogar soweit gehen zu sagen, dass die Kritiker in diesem Falle ihrem Beruf eigentlich keine Ehre machen, denn die wenigsten fanden tatsächlich etwas, dass sie kritisieren konnten oder kritisieren wollten.
Man glaubt es kaum.
Sätze wie zum Beispiel “Mass Effect 2 may well be 2010′s best game, and possibly the greatest role-playing game of all time.” sind wohl eindeutig genug und wahrlich keine Seltenheit im Falle von Biowares neuestem Meisterwerk.
Der mit Spannung erwartete Thriller Heavy Rain scheint also hier einen wahren Konkurrenten im Kampf um den Titel “GOTY 2010″ gefunden zu haben.

Grafik, Technik, KI, Story, Usability, Replayability, Anknüpfung an den ersten Teil, Innovation, Combat System,… – all das wurde von sämtlichen Kritikern mit der Bestnote bewertet. Falls es ein krummes Haar in diesen Punkten gab wurde es entweder übersehen oder gekonnt ignoriert.
Sogar die Cut-Scenes, welche von Nicht-RPGlern häufig überspungen werden, wurden gelobt und gefeiert; Grund dafür ist die extrem cineastische Aufmachung, die Interaktivität bei Konversationen und die Liebe zum Detail in Grafik und Animation. Sogar die Mundbewegungen wurden teilweise an andere Sprachen als nur englisch angepasst – ein großes Plus.

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Wesentlicher Bestandteil der erstaunlich guten Gesamt-Bewertung ist die Tatsache, dass sich die Jungs und Mädels von Bioware nicht nur die Mühe gemacht haben fehlerhafte Eigenschaften des Vorgängers auszumerzen, sondern man hat in einem Atemzug jegliche Fehler wesentlich verbessert und auch bereits gute Features nochmals optimiert.
So wurde zum Beispiel das Inventar an sich gestrichen, doch nun können sämtliche Charaktere auf alle Waffen und Items zugreifen, welche wiederrum im Normandy Tech-Lab mit Upgrades versehen werden können.
Das Combat-System wurde dynamischer und realistischer gestaltet, mit Gegnern die sich noch wehren wenn sie bereits im sterben liegen und selbstständig aufladeneden Health-Punkten.
Einen Detailbericht zu den Features von Mass Effect 2 findet ihr HIER.

Eines der Hauptfeatures von Mass Effect 2 ist aber der Effekt, den eure gespeicherten Spieldaten des ersten Mass Effect auf die Geschehnisse im 2. Teil haben; sämtliche Entscheidungen die ihr als Spieler im ersten Teil der Mass Effect-Serie trefft haben einen bemerkbaren Einfluss auf das Erlebnis im Sequel, Mass Effect 2.
Wen habt ihr gerettet?
Mit wem habt ihr tiefere Banden geknüpft und mit wem nicht?
Auch eure Klasse und euer Aussehen können aus dem Vorgänger über eure gespeicherten Spielstände übernommen werden, was insgesamt natürlich beträchltich zum Look an Feel eines (meist mit Vorturteilen betrachteten) Nachfolgers beiträgt.

Das meiste Lob kassierten allerdings Story und Charaktere von Mass Effect 2; Nicht nur die Tatsache, dass wiederkehrende und neue Gesichter gut abgestimmt sind, sondern dass ein völlig frei erfundenes Sci-Fi Universum zu funktionieren scheint, real wirkt und einen dennoch zu faszinieren vermag ist wohl das Geheimrezept, welchem viele Reviewer unterlagen.

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Doch bei all der Liebe muss es doch auch irgendwo einen Haken geben, oder?
Nun ja, einen echten Haken könnte an sich keiner finden, höchstens ein Häkchen, welches nur im Review landete weil irgendetwas ja kritisiert werden muss.
So sagen einige, dass eingefleischte Rollenspieler eventuell ihre Schwierigkeiten mit dem Game haben werden, oder dass die Kämpfe auf Dauer eintönig werden.
Manche fanden den Hintergrund etwas lieblos gestaltet, im Vergleich zu den herausragend guten Charakteren.
Ob sich diese Punkte aber ernst nehmen lassen sei mal dahin gestellt.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten – entweder hat Bioware sämtliche Reviewer mit einer Frührente von 1 Mio Dollar im Monat bestochen oder…das Spiel ist einfach mal wirklich gut.
Mit dem riesigen Erfolg von Mass Effect 2 muss der dritte Teil der Trilogie nun wohl so gut sein, dass Bioware den Friedensnobelpreis dafür verliehen bekommt, denn viel besser kann man sonst wohl kaum werden.

via metacritics.com

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