Der Chef von BioWare, Greg Zeschuk behauptet, Japanische RPGs (JRPGs) würden sich nicht weiterentwickeln.
Während der westliche Markt immer mehr Wert auf innovative Neuerungen legt, verlassen sich JRPGs nach wie vor auf Spielekonzepte, die sich seit 10 Jahren kaum verändert haben.
Auf gut Deutsch bedeutet das, sie verkaufen seit 10 Jahren das gleiche Spiel mit kleinen Abänderungen, Grafischen polishing, und neuer Story aber es ist mit noch immer dem selbe Spielprinzip.
Auch wenn manche von euch jetzt vielleicht aufschreien werden aber ich bringe den Vergleich jetzt einfach: alle Final Fantasy 1-10 Teile sind vom Prinzip her ziemlich identisch, einzig Grafik und neue kleine Gimmicks wurden eingeführt. Fifa 1995 – Fifa 2010 … Absolut keine Veränderung, einzig KI und Grafik wurden aufgebessert, seht ihr den Zusammenhang? Final Fantasy ging bis vor Kurzem exakt den selben Weg wie die Fifa Reihe und entwickelte beinahe das gleiche Spiel in neueren, aufpolierten Varianten.
Trotz Allem, Final Fantasy Titel sind meines Erachtens nach sehr gute Spiele, aber sie leben zu 70-90% von der Story, weil Spielmechanisch hat man nach den ersten paar FFs im Prinzip alles schon durch und gravierende Änderungen gab es bis zum 10. Teil der Serie nicht. Es spielt sich einfach wie ein Film und man spielt nur deshalb weiter um die Story voranzutreiben.
Weiters behauptet Greg Zeschuk, dass die “Entscheidungsfreiheit” in Dialogen bei diesen Spielen Blödsinn sei, denn es läuft meistens nach diesem Schema ab:
NPC:”Hallo möchtest du die Welt retten?”
Spieler:”Nein”
NPC:”red nich so´n Blödsinn, natürlich willst du das, tu dieses und jenes für mich”
- Alternative:
NPC:”Hallo möchtest du die Welt retten?”
Spieler:”Ja”
NPC:”das hab ich mir gedacht, tu dieses und jenes für mich”
Klar ich übertreibe maßlos, aber im Prinzip läuft es so ab, es wird sich nichtmal wirklich Mühe gegeben dem Spieler eine Entscheidungsfreiheit vorzugaukeln. In BioWare Titeln hat es zwar oft auch keinen extremen Einfluss auf die Story aber es kommt schon vor, dass man zum Beispiel einen seiner Teamkameraden opfern muss, oder dass man plötzlich vor der Wahl steht einen ganzen Planeten zu zerstören, oder eben dieses verhindert.
Greg Zeschuk sagt allerdings auch, dass es sehr wohl Ausnahmen gibt, aber das allgemeine Bild eines JRPGs sieht nunmal so aus.
Letztendlich denke ich, geht der Japanische Trend eher in Richtung Kinoblockbuster mit Interaktionsmöglichkeit, wohingegen der westliche Markt bemüht ist, mehr Interaktion mit der Welt einzubringen und dem Spieler das Gefühl zu geben, wirklichen Einfluss auf diese Welt zu haben.
Abschließend hier noch etwas Background Information zu Final Fantasy I – falls ihr noch interessiert seid
[gametrailers 22250]








