
The huge level of frustration is not worth the time it takes to master the awkward gameplay idiosyncrasies…
Besser, wie diese eine Review kann man das Game eigentlich nicht beschreiben. Dabei war die Idee hinter Tony Hawk: Ride doch gar nicht so abwegig, um dem Skateboard-Genre mal was neues zu liefern. Und die ersten Infos zu Ride, die uns vorlagen, klangen auch wirklich typisch Tony-Hawk-like: ein cooler Soundtrack, ordentliche Grafik und ein interessantes, sowie innovatives Gameplay.
Interessant deswegen, weil zu Tony Hawk: Ride ein Skateboard-Controller mitgeliefert wird, mit dem ihr stilgerecht bis zu 100 verschiedene Tricks vollziehen könntet. Man wollte der altbewährten und genialen Reihe nur neue Ideen zuliefern, doch leider ging der Schuss komplett nach hinten los.

“No, you can´t!” – müsste es dem Reviewern nach auf dem obigen Banner heißen, doch bevor wir auf die größte Schwachstelle von Ride eingehen, arbeiten wir uns von unten nach oben vor.
Die Grafik ist nett anzuschauen, doch nicht wirklich der Oberkracher. Für einen Sporttitel aber völlig ausreichend kommt Ride mit einem ganz leichten Cel-Shading (Comicstil) daher, leider offenbart das auch schon einige Schwächen: einige Texturfehler und viele Clippingbugs – wir finden, und da stehen wir nicht alleine da: wo eine Wand ist, da kann man nicht durch, es sei denn man ist ein Geist oder man geht durch eine Tür. Leider geschiehte dies dennoch recht häufig.
Und die Story von Ride spielt übrigens gar keine Rolle. Die sechs Locations werden einfach hintereinander gemeistert, was drumherum geschieht, ist wirklich egal. Komischerweise gibt es hierbei einen Rückschritt im Gegensatz zu den vorherigen Teilen: nur drei Modi [wer macht die meisten Punkte mit Tricks in einer bestimmten Zeit; wer ist am schnellsten; wer macht bestimmte Tricks auf bestimmten Objekten (Dach etc.)] abwechslungsreich ist das wohl nicht.
Natürlich gibt es noch den “Free Skate” Modus, aber den gab es auch schon im allerersten Tony Hawk. Online sieht das ganze leider nicht besser aus: Man tritt gegen drei Leute in jeweils einem der genannten Modi an oder kurvt mit bis zu acht Freunden durch die Gegend im “Party-Modus” (wie “Free Skate”). Das war´s schon.

Und jetzt zum “Glanzstück” von Ride: der Controller Steuerung! Da sind wir auch schon beim Thema Frustration. Diese scheint sich anscheinend bestätigt zu haben. Und welche Spieler wollte Activision eigentlich ansprechen? Casual Gamer wollen einfach in Ruhe das altbekannte Tony Hawk spielen, das einfach Spaß macht, jetzt stehen sie auf so einem Brett und haben absolut gar keine Ahnung, wie sie damit umgehen sollen. Versteht mich nicht falsch, das Board ist hochwertig verarbeitet usw., aber um das alles perfekt zu meistern, braucht es einen Skateboardkurs. Da muss man schon ein Coregamer sein, doch seien wir mal ganz ehrlich: wir wollen Spaß haben mit einem Sportgame und nicht verzweifeln müssen.
Wer schnell mal mit Kumpels zocken will, dem vergeht auch genauso schnell die Lust – viel zu komplex, viel zu hakelig und viel zu ungenau. Das ein Metascore von knapp 50 % (!!!) da noch dazukommt, spielt auch keine Rolle mehr. Obwohl man von einem neuen Tony Hawk eigentlich von einem “gut” ausging, nicht von einem unterirdisch.
Das Ende des Tony Hawk Franchise ist Ride definitiv nicht, dafür steckt in der Marke noch genug Kapital, es das nächste Mal besser zu machen. Diesmal war es aber nichts. Fans der Reihe, die definitiv den Titel haben wollen, sollten ihn im Kaufhaus ausprobieren – ein spontaner Kauf für 1oo Euronen ist angesichts der durchweg schlechten Reviews nicht vertretbar. Und das die Jungs von Activision selbst auf fortgeschrittenem Level Ride zocken, dürfte klar sein, dennoch wollen wir euch noch ein kleines Video eben dieser zeigen, denn Ride KANN auch Spaß machen, dafür braucht es allerdings, wie gesagt, Zeit. Und zwar jede Menge.
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