Dennis Eichler

SNES, Gameboy und Co. waren Teil der Kindheit; heutzutage wird über PS3, 360 und Konsorten, sowie der ganzen Spieleindustrie berichtet. Das Ziel bleibt wie eh und jeh unverändert: Mit dem stereotypen Denken über Games & Gamer aufzuräumen, was sich jedoch als schwieriges Unterfangen herausstellt.

Left 4 Dead 2: Die Zombies sind da…

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Das gute Marketing vorab, die gelungene Launch Party und eine wie ich finde, die leider nicht immer selbstverständliche, spaßige Demo-Version zum Anzocken vor dem Release, scheinen die Reviewer beflügelt zu haben. Wenigstens ein Spiel, das 2009 nicht ganz so enttäuschte.

Dabei war die Empörung am Anfang groß, wenn nicht sogar riesig. Schon ein Jahr nach dem Erscheinen des ersten Teils kommt der Nachfolger? Das konnte man als Gamer so nicht hinnehmen, schließlich brauchen gute Spiele in der Entwicklung ihre Zeit und es schien ganz so, als ob Valve uns nur ein “Left 4 Dead 1.5″ anbieten würde – und das zum Vollpreis. Abzockealarm!

left-4-dead-header4 Doch Valve schien es auch klar zu sein, dass man nur mit ein paar neuen Waffen und Gegner keinen großen Profit machen kann und legte doch noch einiges drauf.

David stellte euch die Neuerungen, also die neuen Gegner, das KI-System usw., schon ausgiebig vor, daher werde ich mich eher den Schwächen widmen.

Das Leveldesign ist größtenteils gelungen, leider leistet sich L4D2 doch ab und zu einige Schwächen: Geradlinige Gänge und langweilige Abschnitte dämpfen den Spielspaß gerade zu Beginn ungemein. Gut, dass kommt bei anderen Spielen auch häufiger vor; spielt man Left 4 Dead 2 allerdings alleine, offenbart sich das “Grauen” somit doch auf die ein oder andere Art und Weise. Da sind die Bot Kumpanen nicht wirklich eine großartige Hilfe und alles bleibt an einem selbst hängen.

An diesem Punkt offenbart sich die größte Schwäche von Valve´s Zombie-Massaker, doch keine Sorge, diese lässt sich sogar relativ leicht beheben: SPIELT IM KOOP! Damit hebt ihr den Spielspaß ungemein und findet vielleicht sogar neue Freunde! Alleine zockt man solche Games nicht, denn gerade im Multiplayer liegt der Reiz und die Stärke des Left 4 Dead Franchise. Über Headset mit anderen beraten, den einen wieder auf die Beine helfen (wortwörtlich) und gepflegt eine schnelle Partie zocken – so muss Online Gaming sein.

left-4-dead-100-2 Gibt es irgendwelche Schwächen? Nein, eigentlich nicht, obwohl man L4D 2 doch die schnelle Entwicklungszeit ansieht: Verwaschene Texturen oder allgemein ausgedrückt eine veraltete Grafik sind dem Game nicht wirklich positiv anzurechnen. Aber auch nicht allzu negativ. Das Spiel läuft absolut flüssig und macht einfach einen heidenspaß! Ein kleines Manko sollte noch erwähnt werden: Uncut-Fans werden nicht auf ihre Kosten kommen; die deutsche Version ist ziemlich geschnitten, Blut gibt es zwar, abgetrennte Körperteile, sowie die Ragdoll-Engine fehlen aber gänzlich. Körper lösen sich nach einiger Zeit in Luft auf.left-4-dead-2_70

Dennoch: Wer den Vorgänger gespielt hat, wird auch mit dem zweiten Teil zufrieden sein. Und man kann hoffen, dass Valve nächstes Jahr nicht schon wieder nachlegt. Ein DLC ist schließlich angekündigt.

Insofern wünschen wir euch ein frohes Waidmanns Heil! (und wer nochmal in die gute alte NES-Zeit zurückblicken möchte, der schaut mal hier wie Left 4 Dead als Klassiker ausschauen würde!)

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