(In Kooperation mit dem österreichischem Studentenmagazin Nightline liefern wir euch jetzt wöchentlich einen Artikel aus den Rubriken Gero vs. Kemi und Basteln mit Max. Viel Spaß!)
Der Urlaub war perfekt. Harmonie und kaum Wickel. Vielleicht lag das daran, dass in Hotels die Heinzelmännchen das Zimmer in Ordnung brachten, während Kemi und Gero sich die Sonne auf den Bauch scheinen ließen. Zu Hause bricht wieder das Chaos über die beiden herein, der Krimi geht weiter …
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Etwas müde von der Reise, aber völlig entspannt schmeiße ich mich vor den Fernseher, während Kemi gleich mal das Bad stürmt. Was gibt denn der Kühlschrank so her? “Oliver’s Twist” ist angesagt. “Kemi! Willst auch was zu essen?!” “Naa, danke!”, ihre lapidare Antwort. Soll mir recht sein. Muss wohl den Urlaubsspeck loswerden! Tatort Badezimmer Endlich ist das Bad frei, Kemi weg, ich kann mich auf dem Weg zur Dusche meiner sämtlichen Bekleidungsstücke entledigen, Endlich raus aus dem grindigen Zeug! Oh Mann, Kemi hat ihr gesamtes Haupthaar in den Abfluss gestopft und ihre wasserfeste Kriegsbemalung auf meinem letzten Handtuch hinterlassen. Na dann habe ich aber auch keine Skrupel mittels Nagelknipser mein Zehen- und Fingerhorn durch die Wohnung zu schießen! Frisch geduscht und ohne mich abzutrocknen, nehm ich die restlichen noch genießbaren Lebensmittel mit auf die Couch. Futtern, Fernsehen, Koma … Aufruhr im Hausflur Plötzlich weckt mich ein unglaubliches Getöse aus der Küche. Die ganze Wohnung bebt. Ich schrecke auf und verteile Heidelbeerjoghurt und Kartoffelchips auf Couch, Boden und meinem Luxuskörper! Was zum Teufel treibt meine durchgeknallte Mitbewohnerin da draußen? Täter identifiziert Jetzt ist’s aber genug! Schlaftrunken und mit Sodbrennen schlittere ich in die Küche. Was für ein Bild: Kemi sitzt völlig durchnässt halb im Kühlschrank, puhlt etwas aus ihrer Fußsohle heraus und sieht mich an wie einen Außerirdischen. Auf die Frage, was das soll und ob sie das ganze Haus aufwecken will, labert sie nur komisches Zeug von wegen Nägeln, Blut und Exhibitionismus. Da verstehe einer die Frauen! Ich tu’s nicht … |
Kaum zurück, schon beginnt der Freizeitstress. Telefonieren mit meiner Freundin A., auspacken und schnell ins Bad, um mich frisch zu machen. Oje, alle meine Handtücher sind schmutzig, ich nehm’ eines von Gero, wird ihm schon nicht auffallen … Er plärrt irgendwas von essen – Gero und kochen? Nein danke, ich hab’ keine Lust auf eine Lebensmittelvergiftung! Upps, ein paar Haare im Waschbecken, die mach’ ich später weg. Tatort Vorzimmer War das ein Spaß! Meine Freundin A. und ich haben die Stadt unsicher gemacht und uns über die Fotos, die ich von Gero und seinem unattraktiven Urlaubsflirt gemacht habe, totgelacht. Müde und hungrig kehre ich heim und treffe nach dem dritten Anlauf das Schlüsselloch. Durch die dunkle Wohnung wankend, schmeiß ich die Schuhe ins Eck, steige auf etwas spitzes, humple weiter und rutsche plötzlich auf dem pitschnassen Boden aus. Welcher Idiot hat das Vorzimmer geflutet? Spuren eines Kampfes Schwer verletzt, schleppe ich mich zum Kühlschrank. Gähnende Leere, doch nicht nur dort, sondern auch in Geronimos Augen, als er sieht, wie ich vor der offenen Kühlschranktüre sitze und mir seinen Zehennagel herausoperiere. Was ist bloß mit diesem Psycho los? Leichenfund in der Küche Mein Mitbewohner bietet einen erbärmlichen Anblick, ein gefundenes Fressen für die Fliegen. Mit nichts außer violetter Sauce bekleidet steht er vor mir und sieht aus wie verdaute Rohkost in Semmelbrösel. Er stammelt irgendwas von Hausfriedensbruch. Mir reicht’s, dieser perverse Lebensmittelfetischist mit Hang zum Fallenstellen kann mich mal! |





