Dennis Eichler

SNES, Gameboy und Co. waren Teil der Kindheit; heutzutage wird über PS3, 360 und Konsorten, sowie der ganzen Spieleindustrie berichtet. Das Ziel bleibt wie eh und jeh unverändert: Mit dem stereotypen Denken über Games & Gamer aufzuräumen, was sich jedoch als schwieriges Unterfangen herausstellt.

Tekken – Hinter den Kulissen

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Seit einigen Tagen steht nun der mittlerweile achte Teil der … – hey moment mal! Achter Teil? Richtig gelesen, die Tekken Reihe verbüßte noch einige Ableger, darunter auch für die PSP beispielsweise. Vor 14 Jahren begann die Geschichte des legendären Beat’Em’Up´s, umso mehr wollen wir euch natürlich ausführlich erklären, was das Besondere am Tekken Franchise ist. Zudem ist die Story hinter des “King of the Iron Fist” Turniers nicht einfach in zwei Sätzen zu erklären. Gerade für jüngere Leser, die jetzt mit Tekken 6 ihren womöglich ersten Blick auf dieses Genre werfen.

Tekken 1 Cover

Das erste Tekken erblickte das Licht der Welt im November des Jahres 1995 für die erste Playstation Generation und knackte sehr schnell als erstes Playstation Game die Millionenmarke! Die Besonderheit seit jeher: Jedem Arm und jedem Bein der Kämpfer ist ein Knopf zugeordnet. Auch verzichtete man auf unnötige Tötungssequenzen oder dem Verschütten von literweise Pixelblut (Stichwort: Mortal Kombat) und konzentrierte sich rein auf verschiedene Techniken des Martial Arts.

Das erste Tekken war für den Durchbruch der Playstation Konsole weitgehend ausschlaggebend!

Der Erfolg von Tekken war nun unausweichlich. Tekken 2 erschien schon ein Jahr später und führte die Reihe im gleichen Stil fort. Ein paar neue Kämpfer, schickere Grafik und geschmeidigere Bewegungen – doch ein Quantensprung war das nicht.

Erst als 1998 Tekken 3 in den Regalen stand war wirklich eine Legende geboren. Bewegungen waren nun auch in der Tiefe des Raumes möglich. Viele Kämpfer, innovatives Design (“Beach-Volleyball ;) )und schon damals wunderbare cineastische Endsequenzen ließen für den dritten Teil der Reihe nur eine Wertung übrig: “Perfekt”

Tekken 3 spielt 18 Jahre nach den Ereignissen des zweiten Teils; daher wurde auch eine neue Hauptperson eingeführt, die bis heute, das Aushängeschild von Tekken ist: Jin Kazama. Das dritte Tekken war gleichzeitig auch das letzte Tekken für die “alte” Playstation.

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Zum Launch der Playstation 2 erschien Tekken Tag Tournament, ein Ableger der Reihe mit 39 spielbaren Charakteren aus den ersten drei Games. Erst dann erschien Tekken 4 zum Millenium (Arena wurde nun in dem Kampf mit einbezogen). Die restlichen Teile dürften mittlerweile bekannter sein: 2002 erschien der fünfte Teil, indem auch die Vorgänger spielbar waren. Ein weiterer Ableger Tekken 5: Dark Resurrection erschien 2006 für die PSP und 2007 für die Playstation 3 und machte heiß für den kürzlich erschienenden sechsten Teil.

Über die Games der Tekken Reihe wisst ihr also jetzt Bescheid. Dann wollen wir doch mal schauen, ob ihr mit der Story genauso bewandert seid:

tekken-6-heihachi-100Die zentrale Figur der Reihe ist Heihachi Mishima. Ihm gehört das Finanzimperium Mishima Zaibatsu. Er ist der Veranstalter des ersten King of the Iron Fist Turniers (Tekken bedeutet “Eisenfaust”) und nimmt auch an selbigem Teil. Das ist um Grunde mit der Manga-Reihe Dragon Ball zu vergleichen. Ein internationales Kampfturnier bei dem ein hohes Preisgeld zu gewinnen ist. Heihachi´s Sohn Kazuya leidete als Kind unter seinem strengen Vater und wurde als 10jähriger in eine Schlucht geworfen, um seine Stärke zu testen. Um Rache zu nehmen, nimmt auch er an dem Turnier teil und besiegt letztendlich Heihachi, der zur Strafe in die gleiche Schlucht geworfen wird. Kazuya übernimmt schließlich das Imperium des Vaters.

Das in-die-Schlucht-werfen mag jetzt vielleicht suspekt wirken (aber hallo!), hat aber Gründe. Kazuyas Großvater (Vater von Heihachi) ist Jinpachi Mishisma. Tekken Fan wissen es sofort: er ist der Endboss in Tekken 5. Dessen Stärke findet ihren Ursprung in seinen Genen – “Devil Gene” (Teufelsgene) lautet das Stichwort. Diese sollen auf die Enkel und Urenkel übertragbar sein und versprechen übernatürliche Fähigkeiten. Heihachi besitzt diese nicht – Kazuya hingegen schon als Enkel Jipachi´s.

tekken-6-kazuya-100Kazuya leitet nun die Firma (Tekken 2 spielt 2 Jahre nach den Ereignisse des ersten Turniers) und eigentlich läuft auch alles wie am Schnürchen. Seine Frau  Jun ist schwanger und Geld ist auch im Überfluss vorhanden. Wäre da nicht Heihachi, der den Sturz überlebt hat und sich im Gegenzug an seinem Sohn rächen will – natürlich auf dem zweiten Turnier. Und Heihachi gelingt dies auch: Zum Schluß verwandelt sich Kazuya jedoch in einen Teufel (Gene sei Dank) und Heihachi wird doch nochmal alles abverlangt. Die Racheslust scheint stärker und er bezwingt Kazuya. Der landet aber nicht wieder am Fuße einer Schlucht, sondern in einem Vulkan (kleine Steigerung nicht wahr ?). Seine schwangere Frau kann jedoch fliehen.

Und schon sind wir bei den Ereignissen des berühmten dritten Teils. Jin Kazama, der Sohn von Jun und Kazuya ist mittlerweile 18 Jahre alt. An seinem 15. Geburtstag wurde seine Mutter von dem Monster Ogre getötet. Jin sollte daraufhin Zuflucht bei Heihachi suchen, um von ihm trainiert zu werden. Heihachi geht auch auf seine Großvaterpflichten ein, jedoch nicht mit Hintergedanken. Ogre nimmt ebenfalls am Turnier teil und Jin nimmt Rache für den Tod seiner Mutter. Heihachis Absichten werden nun auch klar: Ogre sollte für ihn besiegt werden (zu stark für Heihachi), dann könnte Jin hinterlistig getötet werden. Eine Kugel in den Kopf Jins führt aber nicht zu den gewünschten Ergebnissen: Jin verwandelt sich wie Kazuya und fliegt davon.

Devil Jin

Damit war die Story um Jin geboren. Die Handlung des vierten und fünften Teiles ist schnell erzählt. Im vierten Teil versucht Heihachi Jin in eine Falle zu locken. Neben Jin und ihm ist aber auch Kazuya wieder mit von der Partie. Eine Gegenorganistation des Misihma Konzerns, die G. Corporation (nicht G-Unit) schafften es Kazuya wiederzubeleben. In einem furiosen Finale können Jin und Kazuya fliehen, Heihachi überlebt eine riesige Explosion mal wieder knapp.

Das fünfte Turnier gewinnt schließlich Jin und wiederrum übernimmt er die Firma seines Vaters. Seine “bösen” Gene machen sich aber immer stärker bermerkbar. Seine gegründete Einheit “Tekken Force” manipulieren das Weltgeschehen und das eigentliche Firmenimperium wächst zu einer Nation und die Weltherrschaft Jin´s ist greifbar nahe. Ein extrem hohes Kopfgeld wird auf Jin gesetzt, für denjenigen, der ihn letztendlich besiegt und den Terror beendet. Das ist die Story von Tekken 6.

Und jetzt noch die einzelnen Hintergründe der restlichen 40 Charaktere! Nein, das erspare ich euch lieber. Ihr müsstet jetzt gut genug aufgeklärt sein und hoffentlich hattet ihr auch Spaß zu erfahren, worum es eigentlich im Tekken Universum geht. Die interessante Story und das Gameplay machten die Reihe berühmt, auch wenn Tekken 6 vielleicht nicht eine Revolution im Genre hervorbringt. Nichts desto trotz: Tekken 7 kommt bestimmt, es ist nur eine Frage der Zeit. :)

Wer jetzt noch gerne ein paar Eindrücke der vergangenen Teile sammeln will, bezüglich der Grafikentwicklung und einigen Charaktern beispielsweise, der kann sich die folgende Gallerie zu Gemüte führen:

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