Alle Jahre wieder…. bald kommt Weihnachten doch auch jetzt schon hat sich der Spruch bewahrheitet, denn leider ist das neue PES nicht die Bombe die Konami sich scheinbar gewünscht hat.
Seit Anfang an war Pro Evolution Soccer mehr für seine Arcade-Action bekannt und stand im Gegensatz zu seinem Simulationskonkurrenten Fifa für ein gutes Pick-up-and-Play Erlebniss. Doch anstatt diesen Aspekt beim neuesten Teil weiter auszubauen wagte sich der Entwickler in unbekanntes Terrain und versucht selber Simulationsaspekte mitreinzunehmen und so ein größeres Publikum zu erreichen. Pech nur dass das nicht allzu glimpflich gelaufen zu sein scheint.
Natürlich muss man sich ein wenig zurückhalten: Man kann weiterhin mit PES seinen Spaß haben und professionelle Spieler werden ein paar kleinere Neuerungen gerne in Empfang nehmen. Auch die Grafik ist to-date die schönste in einem PES-Titel. Doch leider gab es ein paar generelle Änderungen die nicht von jedem gern gesehen werden. So wurde das gesamte Spielgeschehen abgebremst, im warsten Sinne des Wortes. Um ein realistischeres Spielgefühl zu vermitteln wurde das Spieltempo drastisch verringert was die ganze Geschichte träge macht. Auch die Steuerung scheint zu spät zu reagieren… was einem aber eigentlich nur so vorkommt da man andere Reaktionszeiten gewohnt ist, diese sich jedoch eigentlich nicht geändert haben.
Was bekommen wir denn sonst noch vorgelegt? Nunja da wäre auf jeden Fall einmal die 360 Grad Dribbling Funktion mit der man seine Gegner auszuspielen versuchen kann. Leider ist die natürlich von Fifa abgeguckt und auch nicht so gut umgesetzt wie beim Kollegen. Auch die Animationen lassen zu wünschen übrig. Dann wäre da noch die Möglichkeit den Keeper selber frei zu steuern. Bleibt nur die Frage wer so was braucht/sich so etwas wünscht, leisten der Computer doch wenigstens an dieser Position gute Arbeit.
Wir bekommen auch noch einen größeren strategischen Askept spendiert: Einzelnen Spielern kann man jetzt Stylekarten zuteilen an die sie sich wärend des Spiels halten, also ist das individuelle Einstellen von Spielern möglich. Leider macht das keine deutlichen Unterschiede im Großen und Ganzen.

Grafikvergleich zwischen alter und neuer Version
Es hat schon oft Fälle gegeben in denen sich Franchises komplett neu erfanden und damit nicht nur eine frische Richtung einschlugen sondern auch eine höhere Verkaufszahl erreicht hat. PES braucht so einen Neuanfang denn scheinbar haben die Entwickler keine Lust mehr an diesem Paket herumzubasteln. Die paar mägerlichen Neuerungen die wir bekommen haben sind entweder sinnfrei, alt oder nur minimalst.
PES2010 ist das beste PES bis jetzt, da besteht kein Zweifel, aber das heißt nicht allzu viel. Was bei diesem Teil eigentlich nur interessant ist,ist die verbesserte Grafik und ein paar kleinere Änderungen in der Master League. Hoffen wir also das sich Konami am Riemen reißt und die nächsten 12 Monate damit verbringt sich etwas Ordentliches zu überlegen
via Gamecentral, Metacritics