Magna Carta II – Was hat das neueste JRPG für Xbox 360 zu bieten?

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Der japanische Developer Softmax bringt heute sein JRPG Magna Carta II exklusiv für Xbox 360 auch zu uns. Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein Sequel zu Magna Carta: The Phantom of Avalanche (PC) und Magna Carta: Crimson Stigmata (PS2). Damit feiert die Magna Carta-Serie sein Debut auf einer Next Gen Konsole. Da die Story tendenziell bei japanischen Rollenspielen eine tragende Rolle spielt (haha, welch einfallsreiche Wortwahl…), wollen wir zuerst einmal auf den erzählerischen Hintergrund von Magna Carta II eingehen. Worum geht es also?

Wie schon bei den meisten Rollenspielen aus Fernost bietet auch Magna Carta II eine Vielzahl an Charakteren, deren Geschlecht nicht auf den ersten Blick erkennbar ist die irrwitzige Kostüme tragen, epische Dialoge führenund diverse Psychosen aufweisen, die durch eine schwierige Kindheit entstanden sind. Das Ganze gespickt mit einer gewaltigen Prise Hass, Liebe, Verrat, Selbstaufopferung und der entzückenden Kulleraugen-Grafik von Manga-Zeichner Hyung-tae Kim, und schon hat man die besten Vorraussetzungen für eine klassische Story a la Wanna-Be Final Fantasy. Ihr spielt in erster Linie den Hauptcharakter Juto, ein Junge der an massiven Gedächtnisschwund leidet, der die entflohene Prinzessin des Reiches Lanzheim auf ihrem Feldzug zur Rückeroberung ihres Trohnes begleitet. Auf dieser abenteuerlichen reise begegnen ihnen natürlich haufenweise Feinde, Bossgegner und auch der ein oder andere Gefährte. Insgesamt 6 Charaktere sollen einem dann am Ende zur Verfügung stehen, die alle unterschiedliche Spezialfähigkeiten beherrschen.

Magna-carta-2_packshot Doch egal wie seicht sich die Story im Moment noch anhören mag – das Kampfsystem ist im Gegensatz dazu weitaus solider und aufregender. Sämtliche Kämpfe laufen in Echtzeit ab und ihr könnt eure Charaktere nach Belieben über das Schlachtfeld bewegen. Das Ganze erinnert ein klein wenig an die Tales of-Serie und Eternal Sonata: Gewisse Attacken werden den Knöpfen des Controllers zugeordnet und sind so jederzeit in Reichweite, gänzlich ohne nervige Menüs. Eine einfache Berührung des D-Pads lässt den Spieler zwischen seinen Charakteren wählen – und wenn ihr sie im richtigen Moment bei vollständig aufgeladener Spezialleiste umschaltet, kommt eine Chain-Technik zum Einsatz. Im Klartext heißt das, dass sich zwei Spielfiguren für eine visuell fulminante Attacke zusammentun; zu viel Action kann jedoch zu einem Overheat führen, einer Art Kurzschluss, von dem man sich zunächst erholen muss, bevor man weitere Aktionen mit einem bestimmten Helden ausführen kann. Hinzu kommt dann noch das KAN-System, das vom Ort des Kampfes selbst bestimmt wird und elementaren Angriffen einen zusätzlichen Boost verleihen kann. Quick-Time-Events haben sich übrigens auch in die Kämpfe eingeschlichen, jedoch nur in geringem Ausmaß. Wenn die Boss-Fights genau so flüssig ablaufen wie die (vorhersehbaren) Zufallskämpfe, wird MagnaCarta 2 in diesem Aspekt mit Sicherheit punkten.

Die unzähligen Waffen können adjustiert und verbessert werden, indem man sogenannte Kamonds einsetzt, die man nach einem erfolgreichen Kampf einstreift. Solche Kamonds können auch zur Erschaffung von Items eingesetzt werden. Eine frei bewegbare Kamera erleichtert das Spielen und ermöglicht es einem, schneller versteckte Items aufzufinden.

Ob Magna Carta II nun eine revolutionäre Veränderung im traditonsbehafteten JRPG-Genre auslöst ist wohl eher fraglich, aber Fans von Unterhaltung aus Fernost werden wohl ihr Glück mit diesem Game finden.

Magna Carta II ist ab Heute, dem 15. Oktober, exklusiv für Xbox 360 erhältlich.

via namcobandai.com, metacritics

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