
Ein innovatives Shooter-Game zu kreiiren gehört mittlerweile zu den wohl schwierigsten Aufgaben eines jeden Game Designers, erst recht, wenn es sich dabei auch noch um einen Ego-Shooter handelt. Viele probieren durch eine einfallsreiche Story oder einen ausgefallenen Stil mehr Kreativität in das festgefahrenen Genre zu bringen, aber die meisten Versuche scheitern kläglich. Der neueste Stern am Shooter-Himmel – Borderlands – bringt nun eine Menge Potenzial mit sich, und könnte zur neuen Hoffnung des FPS-Crossover-Universums mutieren. Borderlands verbindet auf gekonnte Weise klassische RPG-Elemente wie aufleveln, skillen und unterschiedlich talentierte Charaktere mit einem solidem Ego-Shooter Gameplay. Kombiniert mit einer netten Story, gigantischen Levels und einem Grafikstil der seines Gleichen sucht, kann sich Borderlands problemlos mit den ganz Großen messen.
Gespielt wird auf dem mehr oder minder idyllischem Planeten Pandora, der einen Hauch von post-apokalyptischen Flair versprüht. Als Spieler seit ihr einer von vielen Kolonisten, der auf der Suche nach einer Kammer ist, in der hoch entwickelte Alien-Technologien beinhaltet sein sollen. Diese soll es euch ermöglichen, das heimische Nest zu verlassen um andere, wirtlichere Planeten zu bevölkern. Doch diese Alien-Technologien sind in letzter Zeit auch bei euren Mitbewohnern auf Pandora sehr beliebt geworden, und die Tatsache, dass sie bis Dato noch keiner gefunden hat, schürt natürlich nur den menschlichen Ehrgeiz der Erste zu sein. Auch die heimische Tierwelt ist euch nicht unbedingt freundlich gesinnt, und versucht euch ständig um das ein oder andere Körperteil zu erleichtern. Diverse herrenlose Vehikel stehen zur freine Entnahme und können benutzt werden um sich schneller durch die Einöden von Pandora zu bewegen. Nebenbei sei noch erwähnt, dass abgesehen von den Städten, Dörfern und Hauptstraßen, die Spielwelt von Borderlands komplett zufallsgeneriert wird, somit ist auch für genügend Abwechslung gesorgt.

Doch bevor ihr mit der Ballerei beginnen könnt, müsst ihr euch zuerst einen von 4 Charakteren aussuchen, die jeweils über unterschiedliche Stärken, Schwächen und Talente verfügen. Da wäre zum einen der Soldat Roland, der eine Art Allrounder darstellt, ein klassischer Scharfschütze namens Mordecai, Brick der Berserker, als Träger von schweren Geschützen, und die zierliche Sirene Lilith, die sich auf Guerilla-Taktiken und Elementarzusätze verlässt. Im Laufe des spiels könnt ihr euren charakter dann aufleveln, skillen und mit einer schier unendlichen Anzahl an Waffen ausrüsten. Diese schiere Masse an Waffen (man zählte angeblich bereits über 17 Mio. verschiedene Waffen!) werden durch das neuartige Content-Creation-System erstellt, die aus verschiedenen Einzelteilen per zufall neue Gefechtsinstrumente erstellt. Nur beim Aussehen eures Avatars wurde gespart, denn das bleibt weitesgehend gleich; lediglich die Farbe des Kostüms kann geändert werden. Die verschiedenen Feinde, die euch auf eurer Reise über den Weg laufen müssen, auf unterschiedlichste Weise unschädlich gemacht werden, und für jeden erlegten Gegner erhaltet ihr sowohl EXP als auch Items. Mit den durch Kämpfe erworbenen Fertigkeitspunkten könnt ihr in die Talentbäume eures Charakters investieren und diesen ganz nach euren Belieben modifizieren; somit wäre der RPG-Aspekt wohl abgehakt. Wie ihr euren Charakter aufbaut wirkt sich auch auf den Multiplayer-Modus aus, womit wir beim wohl größten Schmankerl des Spiels angelangt wären.
Im Multiplayer-Modus können sowohl online als auch offline bis zu vier Spieler miteinander durch den Sand hüpfen und allerlei Gegner erledigen, doch keine Bange; Die Anzahl der Spieler macht das Spiel nicht unbedingt leichter, da sich der Schwierigkeitsgrad des Games daran anpasst, wieviele Mitglieder eine Gruppe zählt. Den Spielern steht es auch frei, jederzeit aus einem laufendem Spiel auszusteigen oder einzusteigen. Wer sich aber eher mit seinem Gegenüber duelliert, der kann einen Mitspieler natürlich auch zum Kampf herausfordern.
Die Optik von Borderlands sorgt mit einem Mix aus Cell-Shading und klasisschen Render-Grafiken für den restlichen Kick und verleiht dem Ganzen einen wirklich unverkennbaren Look.
Borderlands erscheint schon heute für Xbox 360 und PS3, alle PC-Spieler müssen sich noch bis zum 30. Oktober gedulden.





