Die Meldung über den Tod von Michael Jackson hat sich in den Medien wie ein Lauffeuer verbreitet. Am Times Square in New York sah man unzählige zu tiefst betroffene Gesichter, als die Meldung über seinen Tod auf den großen Bildschirmen veröffentlicht wurde.
Der einstige "King of Pop" verstarb Donnerstagnacht im Alter von 50 Jahren in Folge eines Herzinfarktes. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. (Weitere Informationen zu dem Tod von Michael Jackson bietet unsere Schwester-Seite hollywood-reporter.at ).
Sein Tod hat auch im Internet einen merklichen Ansturm ausgelöst. Um 16 Uhr Ortszeit war einer der ersten Websites, die über den Tod von Michael Jackson berichtet hat, die Klatschseite TMZ – nur wenig später war diese auf Grund des enormen Ansturms nicht mehr erreichbar.
Auf der Suche nach neuen Informationen haben die User anschließend den Blog Perez Hilton, der sich ebenfalls auf Celebrity-News konzentriert, aufgesucht. Auch hier war wenig später die Site nicht mehr erreichbar – die Server hielten den Ansturm nicht stand.
Als später die Los Angeles Times in ihrer Online-Ausgabe die (wie es mittlerweile feststeht) Falschmeldung veröffentlichte, dass Jackson noch am Leben sei, brach auch diese kurze Zeit später zusammen.
Aber auch große Seiten wie Wikipedia und Twitter hatten mit den Ansturm der Besucher zu kämpfen.
Im Sekundentakt gingen und gehen auf Twitter hunderte von Meldungen – sogenannte Tweets – ein, die sich mit dem Tod von Michael Jackson beschäftigen. Twitter musste kurzfristig einige Funktionen der Seite – wie etwa die Suchfunktion – abschalten, um den Ansturm zu bewältigen.
Biz Stone, der Erfinder von Twitter sagte, dass als die Nachricht vom Tod Jacksons bekannt wurde, mehr als doppelt so viele Tweets pro Sekunde gepostet wurden als normalerweise.

Laut Cnet soll Wikipedia auf Grund der enormen Seitenaufrufe sogar kurzfristig zusammengebrochen sein. Der englischssprachige Artikel von Michael Jackson wurde bei Wikipedia bereits weit über 500 Mal editiert und das teilweise im Minutentakt – wie die Chronik des Artikels verrät.
Laut Akamai, ein Content Distribution Network, stieg der Datenverkehr bei Nachrichtenseiten um
50 % an.
Auch Internet-Gigant Google war kurzfristig verunsichert. Wer bei Google News nach dem Begriff "Jackson" suchte, musste zuerst eine Ziffernfolge als Sicherheitsprüfung eingeben, um danach die gewünschten Ergebnisse zu sehen. Dies deshalb, da Google zuerst von einem koordinierten Hackerangriff ausging.
Der Tod von Michael Jackson birgt auch Gefahr für die User. Wie die Websense Security Labs melden, gibt es bereits eine umfangreiche Spam-Welle, die durchs Netz rollt. In den Spam-Mails wird mit Links zu unveröffentlichten Videos und Bildern von Michael Jacksons tot „geworben“. Wer den Link anklickt, bekommt aber anstatt dessen einen Trojaner auf seinen Rechner geladen.
In diesem Zusammenhang gibt es allerdings auch positive Nachrichten – wenn man von so etwas überhaupt sprechen kann.
Michael Jackson war einer der kommerziell erfolgreichsten Musiker in der Geschichte der Pop-Musik.
Laut Wikipedia verbuchter der Sänger weit über 750 Millionen verkaufte Tonträger und hält auch einige Verkaufsrekorde. Wie zum Beispiel mit seinem Album „Thriller“ von 1982 mit ca. 108 Millionen verkauften Exemplaren.
Wer nun dieser Tage auf iTunes nach den TOP Alben Ausschau hält, wird feststellen, dass sich derzeit in den TOP 10 5 (!) Alben von Michael Jackson – Thriller, King of Pop, The Essential Michael Jackson, Bad und Thriller (25th Anniversary) – befinden.
Ich glaube, dass Michael Jackson auch nach seinem Ableben unvergesslich bleiben und seine Musik weiterleben wird.
Michael Joseph Jackson, geboren am 29. August 1958, verstorben am 25. Juni 2009 – R.I.P.





