Ubisoft-Chef Guillemot spricht von neuer Apple-Spielekonsole

Die Spekulationen um Apples Einstieg in den Konkurrenzkampf der bisher drei großen Konsolenhersteller finden neues Futter. Ubisoft Chef Yves Guillemot geriet auf einer Pressekonferenz, die eigentlich die letztjährige Firmenbilanz zum Thema hatte, ein wenig ins Plaudern über die Zukunft des Konsolenmarktes und brachte Apple erneut mit ins Spiel.

So ergab sich Gegenfrage auf Antwort bis Guillemot schließlich folgendes Statement zum Besten gab:

Es gibt bereits Neueinsteiger im Geschäft, Apple mit ihrem iPhone. Wir glauben nicht, dass sie an diesem Punkt bereits stoppen werden.

Was ist da los bei Apple? Bereits vor einigen Wochen machte Apple Spieler und Presse auf der ganzen Welt auf sich aufmerksam, als man Microsofts europäischen Chefstrategen für die Xbox, Richard Teversham ins eigene Boot holte. Kurz darauf gingen Gerüchte über eine bereits geplante Zusammenarbeit mit EA durch die Redaktionen der Spielemagazine, eine mysteriöse Äußerung von EA Chef Riccitiello sorgte dieserzeit zudem für Verwirrung. Jetzt also Ubisoft mit Guillemot.

Es sieht so aus, als wüssten die Hersteller bei ihren Vorbereitungen auf die NextGen bereits ein wenig mehr, als sie offen preisgeben. Wenn es denn stimmen sollte, dass Apple sich noch in den Markt zwingen will, könnten erdrutschartige Veränderungen im Konsolengeschäft eintreten. Bereits jetzt sprechen viele Experten von einer Übersättigung des Marktes und sehen Parallelen zum großen Crash in den späten 80er Jahren. Schwer zu sagen, ob der Markt überhaupt noch Platz für einen vierten Wettbewerber bietet. Kaum abzusehen, wer nach so einem Crash weichen müsste. Sony wohl kaum. Nintendo mit seiner großen Basis in Asien hat auch ein gutes Polster. So könnte es erneut zu einem Duell zwischen den beiden Giganten auf dem Computermarkt kommen. Unter diesem Gesichtspunkt macht Apples vorsichtiges Tasten im Biz auch Sinn. Einfach so aus dem Stand hätte man gegen die inzwischen ja auch sehr erfahrenen Leute von Microsoft wohl keine Chance. So oder so, alle Hersteller werden sich bewusst sein, dass die kommende NextGen zu einem weiteren Wendepunkt in der Videospielgeschichte werden könnte und vieles, wenn nicht sogar alles, von der Qualität der jeweils nächsten Konsole abhängen kann.

Auf der anderen Seite ist das Volumen des iPhone Geschäfts zwar momentan noch gigantisch, steht aber in keinem Verhältnis zum Aufwand den man immer wieder hinter den Kulissen aufblitzen sehen kann. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, Apple würde die Gegebenheiten des Spielemarktes sorgfältig austesten um sich eine Strategie für den großen Schlag zulegen zu können. Bereits in den 90er Jahren gab es ja auch schon eine von Apple gebaute Konsole, allein die Lizenz wurde damals an Bandai übertragen. Wir werdens erleben…

Quelle: www.kotaku.com

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