Die Geschichte um die angeblichen Fotos einer PS3-Slim wird immer mysteriöser. Eine bekannte Videospiel-News-Seite, die in der vergangenen Wochen als eine der ersten Seiten die fraglichen Bilder veröffentlicht hatte, erhielt jetzt eine E-Mail von einem Anwaltsbüro aus Taiwan. In der elektronischen Post wurden die Betreiber der Seite aufgefordert, die Bilder, welche ein "Betriebsgeheimnis" verletzen, unverzüglich zu entfernen.
Die Anwälte erwähnen allerdings keinerlei Verhältnis zu Sony selbst. Der Hersteller-Riese hält sich in Bezug auf die vermeintliche neue Variante seiner Konsole weiter bedeckt. Wenn man aber vorraussetzt, dass unsere Kollegen die E-Mail auf Echtheit hin überprüft haben und keinem Streich auferliegen, muss man sich schon fragen, wer sonst, außer Sony, die Anwälte beauftragt haben könnte. Klingt es realistisch, dass taiwanesische Produktpiraten eine Kanzlei damit beauftragen, die Bilder aus ihrer Fälschungsfabrik rechtlich zu schützen? Eher nicht. (Und wenn doch, haben wir einen neuen Höhepunkt in der Liste der Dreistigkeitsrekorde erlangt)
So wird es immer wahrscheinlicher, dass wir bei der E3 tatsächlich von einer PS3-Slim berichten können werden.
[Quelle: kotaku.com ]
Update: Inzwischen häufen sich die Meldungen der angeschriebenen Websites. Offenbar wurden alle größeren Seiten weltweit, welche die Fotos gezeigt haben, von den Anwälten kontaktiert. Da die Fotos aber schon verbreitet sind, macht die Forderung nach Löschung keinen Sinn, bisher ist keine der angeschriebenen Seiten dem Wunsch der Anwälte nachgekommen. Die Juristen handeln wohl im Auftrag der Firma Maintek Computers, welche für die Fabrikfertigung der PS3 zuständig ist. Maintek Computers ist in China, Taiwan ansässig, was die Herkunft der Anwälte erklären könnte. Auf diesem Weg, so erhofft man sich wohl bei Maintek, könne man rechtlichen Schritten von Sony zuvorkommen, die, sollte sich die Geschichte als wahr herausstellen, sicherlich nicht sehr erfreut über die von Maintek verschuldeten Fotos sind.





