Resident Evil: Degeneration

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Sieben Jahre nach dem Ausbruch des T-Virus und der daraus resultierenden Zerstörung der amerikanischen Kleinstadt Raccoon City durch eine Atomrakete sind die Hintergründe dieser Katastrophe immer noch nicht restlos geklärt, und da auch der verantwortliche Umbrella-Pharmakonzern seine Pforten schließen musste, sind die Forschungen an dem gefährlichem Virus noch nicht zu Ende.

Während einer Demonstration gegen einen anderen Konzern, der weiter an einem Gegenmittel gegen den T-Virus forscht, kommt es am Harvardville-Flughafen zu einem Ausbruch und nur Minuten später ist das gesamte Areal von Zombies überrannt. Erneut liegt es in den Händen von Claire Redfield und Leon S. Kennedy, einige der wenigen Überlebenden der Raccoon City Tragödie, die Menschheit zu retten. Doch der T-Virus ist bei weitem nicht das Schlimmste, was sie erwartet.

3-9

12 Jahre und vier Versuche hat es gebraucht, um die auf den Zombie-Filmen von George A. Romero basierende Resident Evil Videospieleserie adäquat fürs Kino umzusetzen. Die japanische Softwareschmiede Capcom musste die Zügel erst selbst in die Hand nehmen, und hauptsächlich auf Resident Evil 2 und Resident Evil: Code Veronica X basierend Claire Redfield und Leon S. Kennedy gegen die wurmzerfressene Zombie-Brut in den Kampf schicken, um Paul W. Anderson und Konsorten zu zeigen, wie ein Resident Evil-Film auszusehen hat.

Resident Evil: Degeneration bringt die Spiele mit all ihren guten und schlechten Seiten authentisch auf die Leinwand. Fulminante Action-Szenen, wilde Regierungsverschwörungen und sogar das grottenschlechte Voice-Acting erfreuen das Fan-Herz. Dabei bleibt man ganz dem Aufbau der Spiele treu. Rasante Eröffnung – etwas gemächlicherer Mittelteil, mit cheesigen Plotttwists – Over-the-Top-Finale mit obligatorischem Bossfight! Die volle Ladung Survival Horror eben.
Wie schon bei Final Fantasy: Advent Children bemüht man sich nicht, den Charakteren etwas mehr Tiefe zu verleihen, oder der Handlung der eigentlichen Spiele zumindest ein bisschen etwas Neues hinzuzufügen. Dem Fan reicht es, wenn er seine Lieblinge durch leicht abgeänderte Szenarien kämpfen sieht.

5-3

Auch grafisch hat sich leider seit den PlayStation-Spielen kaum etwas getan. Explosionen und Feuereffekte sehen zwar grandios aus, ansonsten hat man aber meistens das Gefühl eine überlange FMV-Sequenz der ersten PlayStation-Generation zu sehen. Die Bewegungen wirken teilweise etwas hölzern und die Mimik der Darsteller ist in etwa so ausdrucksstark wie die von Steven Seagal.
Trotz dieser nicht unerheblichen Mankos ist Resident Evil: Degeneration ein Film geworden, der dank seiner dichten Atmosphäre und unzähligen Insider-Gags alle Resident Evil-Fanboys (zu denen ich mich auch zähle) zufrieden stellen wird. Vor allem wenn man noch die furchtbaren live-action Verfilmungen im Hinterkopf hat.

4-5

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