Resistance Retribution – Ersteindruck

Zu Resistance Retribution für die Sony PSP erschien dieser Tage eine Demo in den USA. Wir haben sie für euch akribisch genau unter die Lupe genommen und verraten euch, ob Nathan Hale endlich in Rente gehen kann oder ob Resistance ohne “Power of the Cell” was her macht. Massive Damage — inklusive einem neuen Trailer — gibt es nach dem Jump!

Rebel Without Applause

Resistance Retribution spielt im Jahre 1951, zwischen Fall of Man und Resistance 2. Diesmal verlagert sich das Geschehen nach Europa — so spielt die Demo-Mission in Bonn. Ein Conversion Center der Chimera mitten im Rhein soll gesprengt werden.
Der Mann, der die Drecksarbeit erledigen muss, ist der eiskalte Badass James Grayson, ein Britischer Marine mit einem tragischen Hintergrund: Er musste seinem Bruder mit eigenen Händen das Leben nehmen, als dieser mit den Chimera-Virus infiziert wurde. Getrieben von Rache macht er sich also auf dem Weg quer durch Europa, um den Bestien die ihm dieses Leid zugfügt haben den Gar aus zu machen und dabei den alten Kontinent von der Plage der Chimera zu befreien.

Become The Change That You Want To See

Das Spiel selber orientiert sich eher an Resistance Fall of Man als an den umstrittenen Nachfolger: Man kann wieder ein ganzes Arsenal an Waffen mit sich herumschleppen, darunter Favoriten wie die Auger und das Far Eye Scharfschützengewehr.
Auch die Geschichte wird ähnlich wie in Fall of Man von einer Frauenstimme, unterlegt durch schöne Artworks, erzählt, jedoch gibt es hier auch In-Game Cutscenes zu sehen, denen es an Dramatik nicht fehlt. Es kommt einem fast so vor, als hätte man es mit dem perfektem Amalgam der zwei “grossen Brüder” zu tun.

Taking Back Control

Gameplay-technisch ist Retribution ein 3rd Person Shooter im Stile von Gears of War, jedoch erfolgt das Zielen automatisch, der Gegner muss lediglich am Bildschirm sichtbar sein. Auch in Deckung kann man gehen, was in diesem Spiel essenziell ist — Grayson ist im Gegensatz zu Hale nicht infiziert und hat demnach nicht die Möglichkeit sich zu regenerieren, so muss man sich jedes bisschen Lebenskraft gut einteilen, denn Health-Packs sind ähnlich wie in Fall of Man eine Rarität.
Viele Abstriche muss man trotz des Formates nicht machen. Bis auf die Möglichkeit, Granaten per Knopfdruck zu werfen (man muss sie extra anwählen) und Gegnern fest eine über die Rübe zu ziehen, fehlt nichts — die eben erwähnten Sachen dafür umso mehr.

Infected

Ein USB-Kabel, eine PLAYSTATION 3 und Resistance 2 – das sind die Zutaten für den Todescocktail, der Resistance Retribution infiziert und James Grayson wie einst Nathan Hale mit dem Chimera Virus ansteckt. Dadurch verändert sich nicht nur sein aussehen – er trägt nun die SRPA Ausrüstung von Hale, sondern kann sich auch regenerieren. Ganze Storysegmente soll dieses Feature in der Vollversion verändern und sogar neue Wege aufschliessen. In der Demo war dieses Feature auch enthalten, so erhält man zu Beginn der Mission die Magnum aus R2 — Boom!
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, bei den neueren PSP Modellen mit Videoausgang, das Spiel am Fernseher zu spielen und per DualShock 3 zu steuern – cooles Gimmick, aber da die Steuerung letztendlich für die PSP optimiert ist, macht die Verwendung eines Controllers keinen großen Unterschied.

Is This Love?

Seien wir uns ehrlich: Sehr oft wird die PSP nicht von hochkalibrigen Releases heimgesucht, wenn es aber so weit ist (siehe God of War), kracht es aber richtig — bei Resistance Retribution scheint das auch nicht anders zu werden.

Eine Demo wie eine gute Vorspeise: Sie macht das Warten auf den Hauptgang unerträglich. Sony Bend — ich bin am verhungern!

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