
Die Handlung von Mirror’s Edge ist im Grunde schnell erzählt. Die Story spielt in naher Zukunft. Der Spieler schlüpft in den sogenannten Runner mit Namen Faith, deren Job es ist unerkannt Informationen von A nach B zu schaffen. Doch bald wird Faith der Mord an einer wichtigen Persönlichkeit angehängt und seit dem wird sie gejagt. Nur Ihre Schwester, die bei den Sicherheitskräften arbeitet, steht neben den anderen „Runnern“ auf Ihrer Seite.

Auf den ersten Blick – wenn man die Stadt – in der die weibliche Protagonistin Faith unterwegs ist – sieht, mag man denken, dass alles in bester Ordnung ist. Eine saubere, beinahe schon klinisch reine Stadt bietet sich dem Spieler dar. Die Farbakzente der Häuserfronten und der Innenlevels wirken monoton. Es kommen nur wenige, aber dafür kräftige Farben zum Einsatz.
Und obwohl es beim ersten Hinsehen – wie bereits erwähnt – monoton wirkt, beeindrucken die Levels dennoch. DICE hat sich hier wirklich auf das Essentielle beschränkt und dem Spieler wird das Gefühl einer zukünftigen Stadt glaubwürdig vermittelt.

Laufen! Genau das ist es was in Mirror’s Edge zu tun ist. Faith ist beinahe ständig auf der Flucht, da sie von Polizeieinheiten verfolgt wird. Später steigert sich dies sogar in Form von Anti-Runner-Jägern, die Faith über Hochhäuserschluchten und Hindernisse verfolgen können. Damit wird der Spieler einem ständigen Druck ausgesetzt. Es ist daher nur all zu verständlich den Level so schnell wie möglich durchqueren zu wollen.
Oftmals gelangt man zu einem Punkt, an dem man glaubt es geht nicht mehr weiter. Doch Faith sollte man nicht unterschätzen. Zum einen gibt es die Möglichkeit per Knopfdruck Faith in die richtige Richtung blicken zu lassen, um zu sehen wo es weiter geht und zum anderen ist mit genügend Anlauf und vor allem dem richtigen Timing beim Absprung beinahe alles möglich.
Insbesonders wenn man Sprünge kombiniert. Zum Beispiel den Wallrun, gefolgt von einem Absprung am höchsten Punkt um zu einem gegenüberliegenden Vorsprung zu gelangen. Dies setzt natürlich etwas Übung und erneut das richtige Timing voraus – Frustfaktor inklusive! Auch ist es in dieser ICH-Perspektive schwer, Winkel und Distanzen richtig abzuschätzen. Auch hier gilt wieder: Übung macht den Meister.
Auch die sogenannte Runner-Vision ist sehr hilfreich. So werden Objekte wie Rampen, Seile usw., die Faith für einen Sprung nutzen kann, in Rot hervorgehoben, sobald sie sich einen solchen Objekt nähert.
Verfehlt man einen Sprung wird man mit dem Geräusch von brechenden Knochen „belohnt“. Man wird jedoch nach längerer Spielzeit mit dem Timing vertraut und auch die Sprünge gehen in Fleisch und Blut über. Noch nie hat ein Spiel dem Gamer das Gefühl vermittelt, wirklich – in diesem Falle Faith – selbst zu sein.
Die Steuerung hat man nach kurzer Zeit verinnerlicht. Bei der PlayStation 3 Version des Spiels steht L1 für Springen und L2 für das unten Durchrutschen von Hindernisse. Mit R1 vollführt man einen 180 Grad Turn und mit R2 holt man zum Schlag aus.
Der 180 Grad Turn mag zwar zuerst verwirren, ist jedoch sehr zeitsparend. Wenn ihr einige Treppen hinauf rennt, die in 180 Drehungen ansteigen, so genügt zum richtigen Zeitpunkt ein kurzer Druck auf R1 und ihr seid um einiges schneller.
Selbstverständlich lassen sich die verschiedenen Aktionen kombinieren. Springt ihr zB. mit L1 und drückt in der Luft R2 vollführt Faith in der Luft einen Schlag.

Da wir gerade beim Schlagen angelangt sind: Es ist euch auch möglich nicht nur damit Gegner niederzustrecken, sondern im richtigen Moment eure Gegner zu entwaffnen. Nähert ihr euch einen bewaffneten Gegner, versucht dieser mit dem Gewehr euch eine runter zu hauen. Zwar bleibt die Frage im Raum stehen, warum er nicht einfach weiter auf euch schießt, aber holt der Gegner zum Schlag aus, leuchtet seine Waffe kurz Orange auf. Das ist für euch das Zeichen, dass ihr den Gegner mit einem Druck auf die Viereck-Taste (PlayStation 3 Version) entwaffnen könnt.
Danach habt ihr die Wahl: Ihr könnt die Waffe benutzen und euren Gegner damit niederstrecken, oder ihr werft diese einfach weg. Faith sollte wo es nur möglich ist den direkten Kontakt mit Gegner vermeiden. Denn vergesst nicht: Mirror’s Edge ist kein Shooter!
Und sollte es einmal doch zu hektisch werden, steht euch die Möglichkeit zur Verfügung, die Bullettime ala Matrix zu aktivieren. Dadurch läuft für kurze Zeit alles im Spiel in Zeitlupe ab.
Die Ladezeiten im Spiel sind erfreulich kurz. Oder besser gesagt werden diese gekonnt überbrückt. Seid ihr zB. in einem Fahrstuhl unterwegs und habt eine längere Fahrt mit selbigen vor euch, so ladet im Hintergrund bereits der nächste Abschnitt.

Sobald ihr ein Level abgeschlossen habt, bekommt ihr eine überspringbare Zwischensequenz zu sehen, die die Story vorantreibt. Optisch sind die Zwischensequenzen im Comic-Stil gehalten.
Trotz der Hilfe von Rhianna Pratchett kommt die Geschichte nicht wirklich in Schwung. Auch die Persönlichkeit der Charaktere bleibt im gesamten Spiel eher oberflächlich. Das ändert sich auch mit dem Charakter Merc nicht, der euch ständig über Ohrhörer Spieltipps gibt.
Mein Fazit: Der Entwickler DICE, der vor allem durch die Battlefield-Reihe bekannt wurde, hat es mit Mirror’s Edge geschafft, uns etwas völlig Neuartiges zu präsentieren. Allein schon optisch vermag Mirror’s Edge einem in den Bann zu ziehen. Über den Frust-Faktor kann man auch hinwegsehen, da die Speicherpunkt im Spiel sehr fair verteilt wurden und man nie einen Level komplett von Beginn an wiederholen muss.
Stichwort Wiederholungen: Spätestens nach der Hälfte des Games kommt einem alles bekannt vor. Die selben Leitern, Vorsprünge, Seile, Rohre, et cetera. Auch die Langzeitmotivation ist nicht von Dauer. Hat man das Spiel in ca. 10 bis 12 Stunden einmal durchgespielt und auch den später freischaltbaren Speed-Run Modus absolviert, bleibt nicht mehr viel übrig. Selbstverständlich kann man sich noch mit den Online-Leaderboards gegen den Rest der Welt messen, doch die Frage stellt sich, ob dies Motivation genug ist.
Für alle, die jedoch wirklich Abwechslung vom heutigen Game-Einheitsbrei suchen und etwas vollkommen Neues spielen möchten, ist Mirror’s Edge nur zu empfehlen.
Gewinnspiel
Neugierig auf Mirror’s Edge geworden? Möchtet ihr mit Faith die Stadt unsicher machen? Dann ist euer Moment gekommen! In Zusammenarbeit mit Electronic-Arts verlosen wir als insgesamt 3 x Mirror’s Edge für die Xbox 360 inkl. den Soundtrack zum Spiel!
Was ist zu tun?
Stellt euch vor ihr seid ein Runner. Die Aufgabe eines Runners ist es Daten von Punkt A nach Punkt B zu transportieren. Nun die Frage:
Welche Daten kann eurer Meinung nach ein Runner transportieren? Ein normaler Schriftverkehr zwischen Geschäftsleuten, oder Geheimpläne von Waffen etc… Alles wäre möglich und wir sind gespannt auf eure Antworten.
Teilnahmebedingungen:
Nun kommt das übliche Kleingedruckte. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Teilnahme ist möglich, in dem ein Kommentar mit Angabe einer funktionierenden E-Mail Adresse und einer zur Gewinnfrage passenden Antwort gepostet wird. Mehrere Kommentare vom selben Teilnehmer sind erlaubt. Allerdings gibt es nur einen Preis pro Teilnehmer. Die Teilnahme mit mehreren Accounts ist nicht erlaubt. Sollte das eLhabib-Team auf einen Teilnehmer mit Multiaccounts aufmerksam werden, so wird dieser samt all seinen Accounts vom Gewinnspiel ausgeschlossen. Mitglieder von eLhabib.at sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Wir weisen daraufhin, dass Mirror’s Edge in Österreich sowie in Deutschland laut PEGI und USK ab 16 Jahren freigegeben ist. Eine Altersüberprüfung der Teilnehmer übernehmen wir nicht.
Einsendeschluss:
Alle Kommentare werden bis zum 08.12.2008 Punkt 12:00 Uhr berücksichtigt.
Die Gewinner werden per E-Mail verständigt und es erfolgt auch eine Bekanntgabe der Gewinner auf unserer Seite.
Also strengt eure Gehirnzellen an! Die besten bzw. kreativsten Antworten werden danach vom eLhabib-Redaktionsteam ausgewertet! Je ungewöhnlicher eure Antworten sind, desto besser. ;)





