Heute beim Spielen von Midnight Club LA ist es mir mal wieder besonders bewusst geworden. Die Qualitativen Unterschiede der Games verschiedener Entwickler bzw. Publisher sind immens. Grundsätzlich lässt sich ja ein Game wie Midnight Club mit einem Need for Speed sehr gut vergleichen. Aber nur vom Spielprinzip und vom Thema. Qualitativ sind Welten zwischen den beiden Games. Aber was verkauft sich wirklich am besten? Oder, was wollen die Konsumenten wirklich?
Ich kann euch eindeutig sagen was ich will! Ich will lieber ein paar Monate auf ein Spiel warten, als ein unausgegorenes Spiel zu kaufen, dass vielleicht von der Idee oder vom Prinzip her interessant, aber eben unausgereift ist. Einige Beispiele. Jetzt müssen zwar einige Publisher und Entwickler bluten, aber liebe Publisher, seht es als Hinweis. Ihr seid diejenigen, die es besser machen können.
Need for Speed. Eines der geilsten Spiele die ich auf meinem Sega Saturn hatte. Unglaublich cool gemacht. Wer sich noch erinnern kann wird mir zustimmen. Das war ein Highlight in der damals aktuellen Konsolen Generation. Was mir damals besonders gut gefallen hat, war die Detailverliebtheit. Beispielsweise wurde jedes Fahrzeug das spielbar war mittels Introvideo vorgestellt. Ein sehr gutes Spiel, welches mir sehr viel Spaß gemacht hat. Was haben wir jetzt? Nichts Neues! Jedes Jahr wird ein neues Need for Speed rausgehauen, ohne Rücksicht auf Qualität.
Im Gegensatz dazu ist das letzte Midnight Club im Jahre 2005 erschienen. Das heißt theoretisch, dass sich Rockstar 3 Jahre Zeit genommen hat um den Nachfolger zu entwickeln.
Vor kurzem gab es Gerüchte, dass EA überlegt die Need for Speed Reihe abzusetzen. Das wäre das Aus für ein Konzept, dass schon mal Erfolg hatte und durchaus noch Potenzial hat. Schade eigentlich, aber hat das EA nicht selbst zu verschulden?
Ein anderes Beispiel für hervorragende Arbeit sind die Titel von Valve. Das neuste Game aus dem Hause Valve ist Left4Dead. Wenn ihr mich fragt ein hervorragendes Game, das viel Spaß macht und in dem ich noch keine Bugs oder gravierende Fehler gefunden habe. Abgesehen von dem Multiplayer Problem, dass vor kurzem aufgetreten ist, doch bereits behoben wurde. Inzwischen ist es ja schon normal, dass ein Spiel gepacht wird, um Fehler zu beseitigen. Aber wenn es nach einem Patch neue oder immer noch Probleme gibt, ist das schon bedenklich.

Gegenbeispiel ist Gears of War 2. Epic hatte ja nun wirklich ein gutes Fundament, auf das sie hätten aufbauen können. Gears of War war ein sehr gutes Spiel und über Kinderkrankheiten wollen wir nicht streiten. Aber hätte Epic nicht die Fehler, die sie gemacht haben, in dem Nachfolger verbessern können? Das Spiel ist voller Glitches, wenn man Gegner durch eine Wand schlagen kann, dann ist das Ganze schon eher bedenklich für ein Spiel, dass vom Marketing als “Das Onlinegame” angepriesen wird. Und dieses Problem ist erst nach einem Patch aufgetreten! Sein wir mal ehrlich, außer einer neuen Story und ein paar neuen Attack moves kann Gears of War 2 auch nicht mehr als der erste Teil. Was hat Epic die 2 Jahre über gemacht?

Was wollen eigentlich die Gamer? Ich würde jemanden als einen Gamer bezeichnen, der regelmäßig Video- oder PC-Spiele spielt, sich ein wenig mit der Materie auskennt und über die demnächst erscheinenden Titel Bescheid weiß. Also ein Hardcore Gamer, aber auch ein Midcore Gamer wie ich und manche meiner Kollegen es sind.
Wenn ein Spiel verschoben wird, ist es für einen Gamer erst mal schlimm, aber dann wird ihm bewusst, dass das Entwicklerteam die Zeit braucht um das Game besser zu machen. Ein besseres Spiel bedeutet weniger Ärger beim spielen. Er kommt also damit zurecht, weil ein Gamer ein Qualitativ hochwertiges Spiel möchte.
Auf der anderen Hand gibt es die sogenannten Gelegenheitsspieler bzw. die auch so nett genannten Casual Gamer. Casual Gamer haben meist zuhause eine Wii aber jetzt auch vermehrt eine Xbox oder eine PS3 stehen um ab und zu ein Spielchen zu machen. Vielleicht spielen sie auch nur wenn Freunde da sind und erfreuen sich an einem Sing Star oder Lips. Ihnen ist egal ob das Spiel ein Glitch oder ein Bug haben. Weil sie ihn erstmal nicht bemerken, aber wenn doch, sie einfach nur darüber lachen und es wieder vergessen. Leider ist es den Casual Gamern nicht bewusst, dass ein Glitch oder ein Bug ein Merkmal schlechter Qualität ist. Außerdem sind die Casual Gamer die grösste Käuferschicht und momentan das Hauptziel der Entwickler. Mehr Verkäufe = mehr Geld! So ist das Leben! Das die Casual Games allerdings mit einem Fluch behaftet sind, wollen sich die Publischer wahrscheinlich nicht klar machen. Casual Gamer sind die ersten, die auf Videospiele verzichten wenn das Geld knapp werden. Hardcore Gamer haben immer Geld für ihr liebstes Hobby übrig.

Leider kann man jetzt aber nicht alle Spiele in Casual Game und Hardcore Game unterteilen! Ein gutes Beispiel dafür ist eben Need for Speed. Auch Hardcore oder Midcore Gamer mögen Arcadelastige Rennspiele. Trotzdem wollen sie Qualität die ihnen Need for Speed einfach nicht mehr leifert.
Das wären meine Ausführungen gewesen. Dieser Artikel soll mal wieder einfach nur als Gedankenanstoß für unsere Freunde die Publisher und Entwickler, aber auch für Gamer sein. Wir wollen Qualität statt Quantität. Die Publisher sollten mehr darüber nachdenken welches Publikum sie mit ihren Games ansprechenwollen und welches Publikum das treueste ist. Vielleicht sehen sie dann auch ein, das gut entwickelte Games auch mehr verkaufen und diese Mehrverkäufe dann auch die höheren Entwicklungskosten decken. Die daraus resultierenden qualitativ hochwertigeren Games machen dann auch die Gamer glücklicher.
Das war einer meiner Gedankengänge die durchaus auch mal eine Logische Lücke haben können. Fühlt euch frei zu kommentieren! Ich will wissen wie ihr darüber denkt! Seid Ihr Hardcore, Midcore oder Casual Gamer? Wieviel Wert legt ihr auf Qualität bei Software? Sollen wir eine Revolution starten?







