Gears of War 2

gears_of_war_2_team_main

Gears of War 2 Review

Multiplayer

Im Gegensatz zum Vorgänger glänzt GoW2 im Multiplayer durch Vielfalt und Abwechslungsreichtum. So kann man sich mit bis zu 10 Spielern (2 mehr als in GoW1) auf 15 verschiedenen Karten sowie zusätzlich herunterladbaren Maps messen. Ebenso wurden viele neue Spieltypen eingerichtet wie zum Beispiel: König des Hügels und Unterdrückung, wo es mehr um Ziele erfüllen als töten geht.

Unter anderem ist es in Unterdrückung Aufgabe des Teams, einen NPC Charakter, der den Job einer Flagge übernimmt, bis zu einen bestimmten Punkt zu eskortieren – und das natürlich möglichst schneller als das gegnerische Team. Als kleines Extra winkt der Horde Modus, indem es gilt 50 Wellen voller NPC Gegner zu überleben. Natürlich kann man auch gegen normale Bots (NPC Gegner) spielen, was den meisten aus Spielen wie Counter-Strike geläufig sein wird. Unter den 15 neuen Karten werden alte Gears of War 1 Veteranen die Remakes der Karten: Villa, Stillstand, Kanäle, Tyro-Station und U-Bahn wiederfinden. Diese kann man mit einem Code – der jeder Packung beiliegt und einem kleinen Trick – downloaden. Doch die größte Neuerung ist wohl das Matchmaking-System. Hier kann man sich alleine oder im Team einwählen und wird an andere Spieler mit gleichen Level vermittelt. Meiner Meinung nach ist mir eine klassische Liste der Server lieber, jedoch liegt das im Auge des Betrachters. Man kann hier zwischen verschiedenen Matchmaking Typen wählen um die bevorzugten Modi spielen zu können. Am Anfang einer jeden Runde werden zwei Maps und zwei Modi vorgeschlagen, die dann per Voting gewählt werden können. Auf www.gearsofwar.com kann man dann seine gespielten Spiele und Statistiken abrufen. Auch das Spielen einer Coop Kampagne ist über Xbox Live möglich, man kann zu zweit die komplette Kampagne durchspielen, jedoch benötigt man eine guten Verbindung, da sonst die Videosequenzen gerne zu ruckeln neigen. Besonders auf dem Schwierigkeitsgrad “Wahnsinnig”, werdet ihr euch über jede Hilfe freuen. Im Großen und Ganzen lohnen sich also die rund 9 Euro monatlich für GoW2 Xbox Live auf jeden Fall. Wenn ihr euch noch nicht sicher seid, könnt ihr erst mal zur Probe den 48 Stunden Testcode eingeben der ebenfalls jeder Packung beiliegt.

gears_of_war_2_32

Singleplayer

Ebenfalls im Singleplayer wurde einiges getan, so wirken die Umgebungen viel detaillierter und die Story um einiges mehr beleuchtet als im Vorgänger. Versteckte Tagebücher und Briefe helfen hier die Story Lücken zu schließen. Durch verschiedene Elemente wie Einsatz der Säge und das Eintreten einer Türe ist der Spielspaß um einiges größer als in Gears of War 1. Die Gegner sind nun “Bigger, Better and More Badass!”, was auf gut deutsch heißt: „Größer, Besser und Gefährlicher“. Das kann man wirklich auf bare Münze nehmen, so muss man gegen Locust kämpfen, die einen im ersten Teil verwehrt geblieben sind.
Es gibt mehr gerenderte Sequenzen und riesen Monster als im Vorgänger. Das spielgelt sich auch in der Spielzeit wieder, die nun fast doppelt so lang ist. Für die GoW Neulinge hat sich Epic ebenfalls was einfallen lassen, so gibt es nun 4 anstatt 3 Schwierigkeitsgraden und sehr viele freischaltbare Online Charaktere, beziehungsweise Gimmicks. Zusätzlich hat man die Option, über Xbox-Live beziehungsweise Splittscreen mit Freunden im Coop Modus die Kampagne zu meistern. Wem also schon der Gears of War 1 Singleplayer gefallen hat, wird mit dem Nachfolger richtig viel Spaß haben und den Kauf nicht bereuen, jedoch ist der neue Blockbuster auch was für Neulinge. Er ist sehr einsteigerfreundlich programmiert und bietet am Anfang der Kampagne einen Steuerungs-Crashkurs, dass KOR Grundtraining. Also ist quasi für jeden etwas dabei ;-)

Sound

Der Sound in GoW2 ist allgemein tiefer und mit mehr Bass versehen als im Vorgänger. Dadurch wird die Atmosphäre um einiges besser. Man denkt nun nicht mehr, dass man mit einer Kinderpistole schießt. Die ausgewählte Musik unterstreicht sehr gelungen den Single- sowieso Multiplayer. Natürlich wird 5.1 Sound unterstützt und wer die Möglichkeit hat diesen zu nutzen, sollte das auf jeden Fall tun, weil so ein völlig neues Spielgefühl entsteht. Der Sound ist zum Vorgänger klar verbessert wurden. An dieser Stelle kann ich auch die Übersetzung loben, die sehr gut gelungen ist – auch im Multiplayer.

Story

Die Gears of War Serie spielt um die Zivilisation Sera, die schon viele Kriege aushalten musste. Doch mit der Zeit wurden die Menschen friedlicher und der Energie Bedarf stieg ins unermessliche, bis die Imulsion entdeckt wurde. Imulsion ist eine neue, billige und im Überfluss vorhandene Energiequelle. Jedoch führte dieses zu neuen Abhängigkeiten und schließlich zu einem neuen Krieg zwischen den Menschen, der 79 Jahre andauerte. Während dieses Krieges kam es zum Emergency Day. An diesem Tag kamen die Locusts – eine bis dahin unbekannte Rasse von Monstern – und eroberten Stück für Stück Sera. Die durch den ewig andauernden Krieg geschwächten Streitkräfte der Menschen konnten ihnen nichts entgegensetzen. Die Menschen sahen nur noch eine Lösung: Einen Teil retten und den Rest des Planeten mit Atomwaffen zu zerstören. Viele Locusts fanden so ihren Tod, doch tausende flüchteten unter die Erde und retteten sich. Seit diesem Tag kämpfen die überlebenden Menschen gegen die Monster.
Man spielt Marcus – einen Sergeant der Armee Seras – der mit seinen Team bestehend aus Cole, Baird, Dom und noch einigen mehr versucht Widerstand zu leisten. Über Headset bekommt ihr immer neue Aufträge um die Locusts zu vernichten. Ob sie es am Ende schaffen werden, wirst du innerhalb der 5 Akte im Singleplayer entscheiden können. Ich möchte euch ja nicht zu viel vorwegnehmen ;-)

gears-of-war-2-screenshot-9

Steuerung

Die Steuerung hält sich sehr an den ersten Teil. Sie ist präzise, flüssig und einfach gut gelungen. Man hat in Gears of War 2 viel mehr Einstellungsoptionen so kann man die X und Y Achsen Geschwindigkeit separat Einstellen, was das Spielen um einiges angenehmer macht. Es gibt weniger Kantenfehler, wo man „hängenbleibt“. Man kann nun also A drücken wie man möchte ohne gleich in einen Bug zu schlittern.

Grafik

In Vergleich zu Gears of War 1 konnte der Nachfolger in Sachen Grafik noch einen drauf setzen. Die Grafik wirkt in Gears of War 2 echter, schöner, klarer und lebendiger. Man hat wieder die Option einzelne Anzeigetypen einzustellen um die optimale Grafik zu bekommen. Das Spiel wurde für HD Auflösung ausgelegt und nutzt diese Optimal aus. Besonders die Schatteneffekte wurden klar verbessert und wirkt nun auch alles detaillierter und einfach „runder“. Gears of War 2 sucht seines gleichen und kann andere Xbox360- und sogar PC Titel auf grafischer Ebene locker hinter sich lassen. Einen großen verdienst trägt daran die neue Unreal Engine 3.0, die extra für Gears of War 2 angefertigt wurde. Diese ermöglicht völlig neue Optionen für die Designer. Es gibt keine Popups oder andere Grafikfehler.

Fazit

Gears of War 2 sollte meiner Meinung nach in keinen Regal fehlen, sowohl der Singleplayer als auch der Multiplayer sind absolut gelungen und bilden den perfekten Nachfolger zu einem der erfolgreichsten Xbox360 Titel. Der Singleplayer überzeugt mit seiner langen Spielzeit und viel Abwechslung. Ebenso bietet der Multiplayer-Modus viel mehr Optionen als im Vorgänger und erstrahlt im völlig neuen Glanz.
Jedoch zeigt sich sehr schnell warum dieses Spiel so umstritten ist, Blut und Gewalt wohin das Auge reicht!
Man sollte sich zwei mal überlegen wem man das Spiel schenkt. Hier bietet jedoch Epic die Option, dass komplette Blut zu deaktivieren.

Ich hoffe euch hat die kurze Einführung in die GoW2 Welt gefallen und ihr wisst nun ob GoW2 euer Ding ist.

Kommentare

Lass hören was deine Meinung ist!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Verwende Gravatar für deinen Avatar!

*