Keith Bakker, der Gründer und Manager des Smith & Jones Centers in Amsterdam , einer Klinik die Videogame-Süchtigen hilft, ihre Krankheit loszuwerden, meint, dass bei 90% der Leuten, die seine Klink in Anspruch nehmen, keine richtige Sucht herrscht.
Vielmehr sind die meisten Opfer von sozialen Problemen mit denen sie nicht umgehen können belastet sind und die Hilfe eigentlich viel besser durch mehr Verständnis der Eltern und Lehrer geleistet werden könnte.
Die Kids, die in unsere Klinik kommen zeigen ähnliche Symptome wie Drogen- und Alkoholsüchtige. Doch je länger man sich mit den Kids auseinandersetzt, desto mehr wird klar, dass es sich nicht um Süchtige handelt. Was diese Kids wirklich brauchen, sind ihre Eltern und ihre Lehrer – es handelt sich klar um ein soziales Problem!
Das Problem der Videogame-Sucht ist ein klares Resultat der Gesellschaft, in der wir heutzutage leben. 80% der jugendlichen die wir zu Gesicht bekommen, werden zb. in der Schule gehänselt und fühlen sich isoliert. Die meisten ihrer Symptome können durch altmodische Kommunikation gelöst werden!
Bakker weist auch darauf hin, dass 87% der Online Gamer über 18 Jahre alt sind und dass die Wurzel des Problems, wenn Kids zu viel Videogames spielen eindeutig die Nachlässigkeit der Eltern ist, einer korrekten Erziehung nachzugehen. Ebenso weist er darauf hin, dass aggressives Verhalten, das oft von den Medien auf Videogames geschoben wird, in den meisten Fällen bereits vor dem Konsum der Games vorhanden war.
Klar ist, dass Kids, die viel zocken, einen Ausweg von der Realität suchen und die Eltern hier eindeutig ihre Pflichten vernachlässigen! Süchtig nach einem interaktiven Medium zu werden, das einem ausser der Flucht aus der Realität nur ein paar schöne Bilder geben kann, ist das Resultat einer vernachlässigten Kindheit und hier sollte eindeutig mehr Aufklärung der Eltern stattfinden. Traurig wenn Eltern nicht sehen, wie schlecht es ihrem Kind eigentlich geht!
[Quelle: gamesindustry ]





