Midnight Club Los Angeles unter die Lupe genommen

Waghalsige Nachtrennen durch Städte per verchromtem und aufgemotzem Auto oder auf zwei Rädern für Leute, die besonders die Gefahr lieben. Dies hatte seinen Anfang auf den Konsolen der letzten Generation und dem PC. Mit Midnight Club 1, 2 und Midnight Club 3 DUB Edition legte Entwickler Rockstar eine würdige Arcade-Racer Serie ab. Nunja, der erste Teil ausgeschlossen, aber aller Anfang ist schwer, sogar für Rockstar.
Selbst für Handhelds konnte sich Rockstar begeistern und entwickelte prompt Midnight Club 3 DUB Edition Remix für PSP und Midnight Club Street Racing für den Gameboy Advance.

Mittlerweile hat sich die Midnight Club-Serie auf vielen Plattformen einen ordentlichen Namen erarbeitet und zu einem ansehnlichen Franchise entwickelt, das bereits mit den Größen der Größen mithalten kann.
Doch lässt sich Midnight Club weder in eine Schublade mit Need for Speed noch mit Burnout stecken.
Im Großen und Ganzen bestand in Midnight Club nämlich die Aufgabe, alle Checkpoints abzufahren. Zur Hilfe hattet Ihr in der linken unteren Ecke ein Navigationsgerät, damit Ihr die Übersicht zwischen den vielen Routen die Ihr wählen konntet beibehält. Waren alle Checkpoints abgefahren, lag es an Euch noch vor Euren Rivalen ins Ziel zu gelangen.

Nach Midnight Club 3 DUB Edition, erscheint nach fast zweieinhalb Jahren der vierte Teil der Serie. Diesmal, für unsere aktuellen Hightech-Konsolen mit aufgepowerter Grafik und noch mehr Umfang.
Er springt auf den Namen Midnight Club Los Angeles an und macht seitdem er auf der Games Convention 07 vorgeführt wurde, einen exzellenten Eindruck.
Spielerisch hat sich grundsätzlich nicht viel geändert. Nach wie vor müsst Ihr, diesmal meterhohe gelbe Rauchsäulen abfahren, um ins Ziel zu gelangen. Natürlich setzen die harten Kontrahenten alles daran, dass Ihr nicht zuerst die Ziellinie überquert. Zusätzlich erschwert Euch der gewohnte Straßenverkehr das Rennen um den Sieg. Seit neuesten werden auch die Gehsteige von Passanten bevölkert, die allerdings über eine äußerst ausgeprägte Reaktionsfähigkeit verfügen und Euch bei jeder Gelegenheit geschickt ausweichen können.

Angepasst an die rasanten Boliden, besitzt das Spiel ein tolles Geschwindigkeitsgefühl, das weder zu langsam erscheint noch zu übertrieben wirkt. Nur wenige Sekunden nach dem Startpfiff flitzt die Umgebung mit ansehnlicher Geschwindigkeit an euch vorbei und zieht euch direkt ins Spiel. Unterstützt wird das ganze durch weiße Geschwindigkeitsstreifen an den Seiten der Autos.
Mit der eingebauten Lachgaseinspritzung, peitscht Ihr den Motor mittels Nitro an sein Limit und brettert mit Höchstgeschwindigkeiten über den Asphalt oder den Strand. Zwar stehen Euch nur zwei Ladungen Nitro zur V erfügung, allerdings kann dieser durch geschicktes Windschattenfahren wieder aufgeladen werden.

Dabei kann es schonmal passieren, dass Ihr die eine oder andere Palme oder Hauswand rammt und mit einem Linksdrall das Rennen bewältigen müsst. Auch nach dem Rennen bleibt Euch nichts erspart und Ihr müsst für die Reperatur des Schadens tief in die Tasche greifen. Vielleicht solltet Ihr Euer hart verdientes Geld lieber für Tuning-Teile ausgeben, die zB den Straßengrip erhöhen oder die Bremsen verbessern.
Natürlich will man im nachgebauten Los Angeles auch optisch einen guten Eindruck hinterlassen. Deshalb bietet Midnight Club LA ein mannigfaltiges Angebot an Lacktypen und anderem Schnick-Schnack, was Euren Boliden bis zu Unkenntlichkeit verändern kann.
Oder Ihr investiert in neue Karren oder Bikes, um Euren Fuhrpark zu erweitern.

Im Bereich der Lenkung ist von Realismus keine Spur. Sehr arcadig lassen sich die Untersätze steuern. Das ist auch gut so, denn mit einer Steuerung im Stile von Gran Turismo, lässt sich hier nicht viel anfangen. Mit ein bischen Übung, habt Ihr die recht eingängige Steuerung auch intus und driftet bereits geschickt in Kurven und weicht dem Gegenverkehr aus.

Grafik ist natürlich nicht alles, trotzdem hat’s Midnight Club LA ganz schön in sich. Realistische Optik, kräftige Farben und schöne Lichteffekte machen den neuesten Ableger zu einem richtigen Hingucker.
Auch wenn der Name Midnight Club nicht nur das verspricht, was er eigentlich aussagt, sind wir Rockstar nicht böse. Denn spätestens seit Midnight Club 3 DUB Edition entschied man sich auch für Strecken bei Dämmerung. Im neuesten Teil überrascht man uns auch gleich mit einem kompletten Tag/Nacht Zyklus. So hat man uns nun ein breitgefächertes Spektrum an Tageszeiten beschert. Glücklicherweise sieht so eine Stadt bei Sonnenuntergang auch noch gut aus. In Midnight Club LA sogar so gut, dass man sich schon fast mehr auf die hinter dem Meer untergehende Sonne konzentriert, als auf das eigentliche Rennen.
Wer das gesamte Spektakel aus einer anderen Perspektive beobachten will, der zwängt sich ins Cockpit und sieht alles aus der Perspektive des Fahrers. Natürlich geht es hier unübersichtlicher ab, da das Blickfeld um einiges eingeschränkter ist.

Nachdem sich alles so unglaublich prächtig angehört hat, fehlt eigentlich nur mehr der Umfang.

Dafür zog Rockstar nicht nur die einfachen Checkpoint Rennen heran, sondern auch Rennen, wo Ihr Euch einen eigenen Weg zur Ziellinie suchen müsst. Der, der den schnellsten Weg benutzt, kommt demnach am schnellsten ins Ziel. Wer die Stadt kennt, liegt also klar im Vorteil.
Dazu gesellen sich die neuen Highway-Rennen, in denen Ihr mit rasanter Geschwindigkeit den Highways Los Angeles’ folgt und bei zu hohem Tempo die Aufmerksamkeit der Polizei auf Euch ziehen könnt. Das alles endet natürlich in einer gnadenlosen Verfolgungsjagd. Dabei sind die Bullen recht hartnäckig und nur schwer loszuwerden.


Dem nicht genug, spendierte man dem Spiel einen ganzen Karrieremodus, der Euch in die Haut eines Autofreaks steckt. Dabei werdet Ihr per Smartphone über die neuesten Events verständigt und könnt an illegalen Straßenrennen teilnehmen, die Euch fette Preisgelder versprechen. Wer gut ist, erhält in der Szene Ansehen und Respekt.
Nunja, was soll jetzt noch kommen? Ach richtig, der Onlinemodus.
Mit diesem hält sich Rockstar allerdings noch bedeckt. Jedoch soll dieser ein wesentlicher Bestandteil von Midnight Club Los Angeles werden.

Als ich auf der diesjährigen Games Convention Midnight Club Los Angeles anspielte, war ich schlichtweg begeistert. Die Fahrphysik macht Spaß und die Grafik wird den aktuellen Konsolen gerecht. Ihr solltet es gespielt haben. Ein Geheimtipp für jeden Arcade-Racer Fan unter Euch.

Midnight Club Los Angeles erscheint am 10. Oktober 2008 für PS3 und XBox 360.
Des Weiteren werkelt Rockstar an einer PSP-Version namens Midnight Club Los Angeles Remix.

Offizielle Website

[album=78]

Games Convention 08 Trailer
[gametrailers 38827]

Games Convention 08 Gameplay
[gametrailers 38923]

Kommentare

Ein Kommentar zu “Midnight Club Los Angeles unter die Lupe genommen

  1. Lamborghini Murcielago am 3. November 2008

    sers :D Also erst mal. Du kriegst keinen linksdrall wenn du ne Mauer oder so rammst da die Wagen nur äußerlich beschädigt werden (Karosserie) und ned die Mechanik selber. Geld musst fürs reparieren auch ned ausgeben, alles gratis ;) Ach ja und das sind keine Geschwindigkeitsstreifen an der Seite von Wagen. Diese Streifen kommen sobald einer dir im Windschatten fahrt. Und für das Game is ein Lenkrad einfach ein muss. Mit den Analogstick kriegst du leichte Kurven niemals so schön als wie mitn Lenkrad :P Und woher ich das ganze weiß? Is ja klar wenn ich die Hälfte aller Rennen bei dir gezockt hab xDDDDDD ps.: fehlen nur mehr 150k ^^

Lass hören was deine Meinung ist!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Verwende Gravatar für deinen Avatar!

*