Kino für Zuhause Teil 3 – Das Setup am Beispiel des Teufel Concept E

Willkommen zum letzten Teil der Kino für Zuhause – Reihe. Heute möchte ich euch zeigen, wie man ein Surroundsystem anschließt und wie man es konfiguriert. Außerdem möchten wir uns auch noch das Surroundsystem, das wir von Teufel Lautsprecher bekommen haben, etwas genauer anschauen. Ich möchte euch jetzt gerne das System vorstellen, um anhand dieses einfachen, aber hochwertigen Systems zu zeigen, wie man ein Surroundsystem aufsetzt.

Das Teufel Concept E Magnum Power Edition
Ich hatte schon vor einigen Wochen erwähnt, dass wir ein Lautsprechersystem von Teufel Lautsprecher zur Verfügung gestellt bekommen haben. Jetzt hatten wir genug Zeit, das System ausgiebig zu testen. Bei diesem System handelt es sich um ein 5.1 Lautsprechersystem. 5.1 Systeme könnte man als den Einstieg in die Heimkinowelt ansehen. Sie sind einfach aufgebaut und sind im Vergleich zu 6.1 und 7.1 Systemen recht günstig. Das Concept E Magnum ist ein aktives Lautsprechersystem. Das bedeutet, dass man grundsätzlich keinen gesonderten Verstärker braucht, um die Lautsprecher zu betreiben. Der Verstärker befindet sich im Subwoofer und versorgt die Satelliten, also die Front-, Center- und Rearlautsprecher mit der nötigen Power. Und hier kann man beruhigten Gewissens von Power reden, denn der Verstärker entwickelt eine Musik-Ausgangsleistung von 450 Watt. Das ist eine Menge Power für ein eigentlich recht kleines Surroundsystem.

Das Concept E Magnum Power Edition (im weiteren Verlauf einfach Concept E genannt) ist zwar klein, aber überraschend hochwertig verarbeitet – was man von anderen PC-Zubehör Herstellern nicht sagen kann. Im Vergleich zu Systemen anderer Hersteller spielt das Concept E mit der 450 Watt Endstufe kräftig auf. Das Anschlussterminal am Subwoofer ist übersichtlich und verfügt über massive Anschlüsse, was eher ungewöhnlich in diesem Preissegment ist. Die Satelliten wirken alle massiv und gut verarbeitet. Alles in Allem macht das Concept E einen hochwertigen und soliden Eindruck.

Das Setup
Das Concept E könnte man als einen kleinen Alleskönner bezeichnen. Das System fühlt sich in kleinen Wohnzimmern genau so wohl wie im Büro, an einen PC angeschlossen. Das Besondere an dem Teufel System ist, dass es sowohl aktiv als auch teilaktiv angeschlossen werden kann. Viele in dem Preissegment angesiedelte PC-Lautsprechersysteme sind so aufgebaut, dass man sie nur vollaktiv anschließen kann, da sie nicht über die standardisierten Anschlüsse verfügen. So hat man auch keine Chance das System in einem Heimkino zu betreiben. Zugegeben, die Meisten PC-Lautsprechersysteme eignen sich schon alleine wegen der Lautsprechergröße nicht als Heimkinosysteme.

Wie bereits erwähnt kann man das System entweder im Heimkino betreiben oder an einem PC anschließen.

Vollaktiv oder Teilaktiv?
Im Heimkinobereich gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten ein System anzuschließen. Entweder man Schließt das System vollaktiv an einen DVD-Player oder einer Spielkonsole an oder man verwendet einen AV Receiver um das System Teilaktiv anzuschließen.

Vollaktiv
Da das Concept E ein Vollaktives Lautsprecherset ist, braucht man nicht unbedingt einen AV-Receiver um das System zu betreiben. Die Endstufe die in dem Subwoofer verbaut ist versorgt alle Lautsprecher mit der benötigten Leistung. Der einzige Nachteil an der vollaktiven Konfiguration ist, dass man immer nur eine Quelle anschließen kann. Dieses Problem kann man zwar mit Hilfe eines Vorverstärkers oder einer Signalweiche umgehen, ist aber nicht gerade die eleganteste Lösung.

Im Normalfall wird ein Vollaktives Lautsprechersystem an einen DVD-Spieler oder an einen PC mit entsprechender Soundkarte angeschlossen. Der DVD-Spieler bzw. der PC wird über eine Cinchverbindung der Kanäle Front (L+R), Center und Surround (L+R) direkt an die Endstufe des Subwoofers angeschlossen. Die Endstufe des Subwoofers stellt die Anschlüsse für die Satteliten uns die entsprechende Leistung bereit.

Anschluss an einen PC
Aufgrund des Günstigen Preis/Leistungs- Verhältnisses des Teufel Concept E Systems ist es eine Hochwertige alternative zu einem PC-Lautsprechersystem. Grundsätzlich kann das Lautsprecherset mit jeder Soundkarte bzw. mit jeder Onboard Soundkarte verwendet werden. Dabei sollte man allerdings den Verwendungszweck beachten.

Stereo Soundkarten können sehr gut mit dem Teufel 5.1 Lautsprecher Set verwendet werden. Das klingt jetzt vielleicht etwas ungewöhnlich, aber der über Stereosound angeschlossene Subwoofer verteilt den Ton über alle 6 Lautsprecher und erzeugt einen gerechneten Surroundklang. Dieser kann natürlich nicht mit dem 5.1 Ton verglichen werden, aber stellt eine Alternative zum kauf einer 5.1 Soundkarte dar.

Wenn man wirklich auch den vollen Kinosound am PC erleben möchte, sei es weil man den Rechner im Wohnzimmer stehen hat, oder weil man keinen Fernseher besitzt, sollte man doch auf eine 5.1 Soundkarte zurückgreifen. Viele ganz aktuelle fertig PCs und Motherboards verfügen bereits über eine Onboard 5.1 Soundkarte. Dies sollte natürlich vor einem Neukauf geprüft werden. Nachfolgend findet ihr eine Auflistung einiger passenden Soundkarten. Es ist nicht die aktuellste Liste, Es gibt sicherlich noch aktuellere Soundkarten.

Creative Soundblaster
Audigy 4 Pro
Audigy 2 ZS
Audigy 2 NX
Audigy 2 ZS Notebook
Life! 24bit
X-Fi Elite Pro
X-Fi Fatality FPS
X-Fi Platinium
X-Fi Xtreme Music (nur Retail)
X-Fi Xtreme Audio
X-Fi Xtreme Audio Notebook (+ Dock)
Terratec
Aureon 7.1 Firewire
Aureon 7.1 PCI
M-Audio
Revolution 5.1
Revolution 7.1
Sonica Theater USB
(alle auch für Mac OS X)
Audiotrak
Prodigy 7.1 LT
Maya EX7 USB
Turtle Beach
Montego DDL
Asus
Xonar D2/PM
Hercules
Fortissimo IV 7.1
Onboard
Nforce Soundstorm
Realtek ALC655
Realtek ALC850
Realtek ALC880

Wichtig bei der Auswahl der Soundkarte ist, dass sie über einen internen Dolby Digital oder DTS Decoder und einzelne analoge Ausgänge verfügt.

Da es nicht ganz einfach ist, sich bei den ganzen Buchsen an einer Soundkarte zurecht zu finden, habe ich hier ein kleines Anschluss Schema. Die Farben der Buchsen sind genormt, bzw. sind bei allen Soundkarten gleich.

Line Out entspricht den Front Lautsprechern und Rear Out (Line2) den Rücklautsprechern, wobei der Rote Cinch Stecker immer rechts und der Weiße immer links ist. Beim C/LFE Out (Line 3) werden der Center Lautsprecher mit dem weißen Stecker und der Subwoofer mit dem roten angeschlossen.

Teilaktiv
Bei Teilaktiven Systemen nimmt man einen kleinen Umweg über einen AV-Receiver. Der Anschluss wirkt auf den ersten Blick zwar etwas komplizierter, aber man ist dadurch wesentlich flexibler, was die Quelle und die Anschlussmöglichkeiten betmacht und einen Signalausgang besitzt, kann angeschlossen werden.

Der große Unterschied zu einem Vollaktiven Anschluss ist aber, dass der Subwoofer die gesamte Leistung der Endstufe zur Verfügung hat. Die Satelliten werden an die Endstufen des AV-Receivers angeschlossen. Außerdem bietet der Receiver natürlich noch einige Einstellmöglichkeiten, die das Hörerlebnis noch besser machen. Der DVD-Player oder die Spielkonsole wird über eine coaxiale oder optische Verbindung mit dem Receiver verbunden. Die Codierung und Verstärkung der Signale übernimmt der Receiver selber.

Ein weiterer Vorteil an einem Teilaktiven System ist, dass zusätzlich zu den Surroundlautsprechern auch die möglicherweise vorhandenen Stereolautsprecher über den B-Lausprecheranschluss angeschlossen werden können.

Hier noch einige Gerätevorschläge, die zu dem Concept E passen:

Denon AVR-1508
Kenwood KRF-V5200D
Kenwood KRF-V6200D
Kenwood VRS-6200
Marantz SR-3001
Panasonic SA-HR45EG
Pioneer VSX-417
Pioneer VSX-516
Sony STR-DG510
Sony STR-DG710
Yamaha RX-V361
Yamaha RX-V461

Fazit

Das Teufel Concept E Power Edition 5.1 Set ist eine echte Preis-/Leistungsgranate. Es hat aber auch seine Schwächen. Durch die Konzeption als PC-Vollaktivsystem kommt es, gerade bei größeren Räumen vor, dass die eingebaute Endstufe im Subwoofer viel arbeiten muss und gerade bei höherer Lautstärke ein unangenehmes 50Hz Brummen auftritt. Hier ist dann der Einsatz an einem AV-Verstärker/-Receiver angezeigt. Die Verarbeitungsqualität des Systems ist absolute Referenzklasse. Der Subwoofer besteht aus solidem MDF Material und hat ein anständiges Gewicht, welches er auf vier Gummifüßen auf den Untergrund bringt. Mir ist beim Betrieb aufgefallen, dass die Kühlrippen des Subwoofers immer angenehm warm werden. Das ist allerdings kein Mangel an Qualität, lediglich hat es Teufel nicht versäumt, dem Verstärker einen üppigen Kühlkörper zu spendieren. Teufel Lautsprecher sind ausschließlich über den Hersteller selber zu beziehen, einer der Gründe für das Preis/Leistungsverhältnis. Der Preis ist mit knapp 170 Euro (plus Versand) günstig. Auch mit dabei ist eine IR Fernbedienung, Lautsprecherkabel und die Klinkenanschlüsse für die Soundkarte. Zubehör gibt es dann auch reichlich – Standfüsse Wandhalter etc.

Jeffrey Meyer

Einer der Letzten seiner Art als eLhabib Gründungsmitglied. Leidenschaftlicher Konsolen- und Videospielesammler. Schreibt hier nurnoch zum Spaß wenn es die Zeit zulässt.
Kommentare

8 Kommentare zu “Kino für Zuhause Teil 3 – Das Setup am Beispiel des Teufel Concept E

  1. user113 am 2. Juli 2008

    Das Teufel Concept E is für Einsteiger ganz ok! ich persönlich würds aber nur zum zocken verwenden - is auch eher für pcs und kosnolen ausgelegt. für ein feines Heimkino gibts etwas teuerere aber zugelich bessere Lösungen. z.B. Concept R 2 um 399 EUR oder Concept S - Phase 2 für 499 EUR. ansosnten guter artikel.

  2. der Metatron am 2. Juli 2008

    @user113 kann ich nicht bestätigen. Das System mit AV-Verstärker taugt problemlos für kleine bis mittlere Räume. Mittentonloch und angeblich fehlende Dynamik kann man problemlos mit einem guten Verstärker kompensieren bzw. einer kompetenten Einstellung. Ich habe mein älteres, wesentlich teureres, System gegen das Concept E getauscht und war von der Brillianz und Dynamik begeistert. Wenn ich dann bedenke, dass mein alter Center von Canton mit 299 DM, schon mehr gekostet hat als das gesamte Teufel System, dann ist es ein ganz klarer Fall von brauchbar für jemanden, der sich nicht tausendEuros in ein Soundsystem stecken will. Denn das Concept R 2 an nen billigen Verstärker zu hängen, macht den Ton nun auch nicht besser – ich denke da mal an die Sony Budgetlinie.

  3. user113 am 2. Juli 2008

    jedem dass seine. Concept E wird nicht umsonst unter "pc" gelistet anstatt im bereich heimkino. für meinen fall fehlt beim Concept E die brillianz der höhen und der für filme notwenige ordentliche durchzug im bass (bekannter hatte es im einsatz). auch stimmen kommen bei den als "heimkino" ausgewiesenen systemen klarer rüber. imho würde nicht am falschen platz sparen. und dass sind nunmal mittlerweile nur noch die boxen. bei verstärkern gibts es klang-qualitativ bei systemen zwischen 300 und 1000 eur keine unterschiede mehr, gerade deshalb weil dsps udgl vom selbem hersteller stammen. klirrfaktor, dynamik, rauschen all das ist bei den low und mid end geräten von denon, über yamaha bis sony fast ident. state of the art bleibt sowieso der gute alte röhrenverstärker.

  4. user113 am 2. Juli 2008

    PS: hatte unlängst in nem fachmagzin einen bericht über a/v receiver röhrenverstärker für 7.1+ system; daten habe ich keine mehr im kopf; nur den preis von ca 20000 $.

  5. chrisitan am 3. Juli 2008

    ich hab mir vor ein paar monaten eine günstige, aber für kleinen raum und einstieg recht ordentliche lösung angeschafft: yamaha rx-v 361 und teufel kompaq 30 - hat mich zusammen 250 € gekostet. viel günstiger gehts wohl nicht mehr, wenn es nicht kompletter müll sein soll.

  6. Mann am 7. Juli 2008

    Sehr guter Klang, meiner Meinung nach. Klar die Nerds, die 2500€ für ihre Klanganlage ausgeben werden das bestreiten. :) Aber fürs Konsolenspielen reicht es allemal.

  7. user113 am 7. Juli 2008

    @Für Konsolespieler und PC Zocker sit die Concept ja auch gedacht btw: 2500EUR ist imho schon oberklasse. einen wahrlichen Utnerscheid merkst wie ich gesagt haben schon bei nem 200EUR teureren system. ist nunmal so!

  8. Jeff am 9. Juli 2008

    Also, sicherlich gibt es besseres. Wir haben uns allerdings fuer dieses Szstem entschieden, das es in der Preisklasse nichts besseres gibt. Genau das richtige fuer den jungen Gamer mit einem kleinen Geldbeutel. Da kommt auch kein Logitech System qualitativ ran. Natuerlich gibt es super tolle Systeme und dort kenne ich mich auch sehr gut aus, aber diese Seite richtet sich an Konsolenspieler und nicht an Cineasten!

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