
“Wie geil ist das denn” waren meine ersten Worte, als ich von dem neuen Arcadespiel Elements Of Destruction gehört habe. In diesem abgedrehten Arcadespiel übernimmt der Spieler die Rolle des verrückten Wissenschaftlers Dr. Herbert, der von seiner Firma aufs Abstellgleis geschoben, bzw. in die Rente geschickt wurde. Was sich wohl für 95% der Weltbevölkerung wie ein Traum anhört, geht dem angesprochenen Dr. Herbert gehörig auf die Nerven.
Was soll er denn Zuhause, wenn er auf der Arbeit auch todbringende Maschinen erfinden kann? Seinem Lebenszweck beraubt, schwört er seinem ehemaligen Arbeitgeber Rache.
Nun stellt sich die durchaus berechtigte Frage, wie ein Rentner das anstellen soll. Ganz einfach. Dem Irren gelingt es, die Kontrolle über die Kräfte der Natur zu erlangen und gegen seinen alten Arbeitgeber, die AIC, einzusetzen. Mit diesen unglaublichen Kräften ausgestattet, macht sich der Spieler nun auf seinen Rachefeldzug. Schon toll was man mittlerweile für Maschinen entwickeln kann, oder?

Mittels Tornados, Erdbeben und Blitzen macht sich der gute Dr. Herbert auf, ganze Regionen zu vernichten. Die In einer kleinen Singleplayerkampagne hinterlässt der Professor, auf dem ganzen Erdball, eine Schneise der Verwüstung. Dies geht natürlich auch nicht spurlos an der AIC vorbei. Kann man Anfangs noch gemütlich übers Land spazieren, stehen einem im weiteren Spielverlauf plötzlich dutzende Kampfpanzer der AIC gegenüber, die Herbert klar machen wollen, dass er mittlerweile in Rente ist.
Dem Doc kanns nur recht sein. Noch mehr zum Zerdeppern. Schließlich soll der Rachefeldzug auch ein ordentliches Loch in die Taschen des Ex Arbeitgebers reißen.
Da verwundern die Ziele der einzelnen Level nicht sonderlich. “Richte einen Schaden von 90.000.000$ an” erscheint Anfangs ein Utopischer Wert zu sein. Sobald man allerdings mit einem Tornado einmal durch das Villenviertel gezogen ist, wird einem klar, dass da sogar noch Luft nach oben ist.

Das Zerdeppern von teuren Häusern ist allerdings nicht das einzige Spielziel. So müssen beispielsweise auch symbolisch wichtige Bauwerke vernichtet werden, die teilweise mit ganzen Panzerbrigaden verteidigt werden. Es bedarf also erstmal einer kleineren Säuberungsaktion um das eigentliche Missionsziel, bevor das örtliche Rathaus einem Tornado zum Opfer fallen kann. Den durch die Attacken der Gegner verliert der Professor wertvolle Energie, mit der auch die Macht der Naturkatastrophen abnimmt. Hat der Spieler alle Missionsziele, innerhalb des Zeitlimits, abgearbeitet, wird der nächste Level freigeschaltet.
Bevor der Spieler allerdings wieder in die Schlacht zieht, kann man seine Waffen ein wenig aufpimpen. Mit jedem geschafften Level erhält der Spieler sogenannte Forschungspunkte, mit denen er stufenweise seine Naturkatastrophen ausbauen kann. So mutiert beispielsweise der Tornado von einem lauen Furz zu einem waschechten Twister Marke Hollywood. Mit verstärkten Waffen ausgerüstet, kann sich der Professor nun auch mit den riesigen Endbossen messen, die der alte Arbeitgeber einem des Öfteren vor die Nase setzt.
Elements of Destruction ist ab sofort für 800 MS-Points auf dem XBox Live Marktplatz erhältlich und dürfte vor allem dem destruktiv veranlagten Arcadefan einen Heidenspass bereiten.






