Alone in the Dark – Hell and back again?

Was lange währt, wird endlich gut. So könnte man die Entstehung des neuen Alone in the Darks umschreiben. Wir erinnern uns mal an das Jahr 2005, denn dort tauchte das Game erstmals in einer PS3 Releaseliste auf und wurde dann auch schnell auf das Jahr 2008 verschoben. Die Lead-Plattform ist auch nicht mehr die PS3 sondern die Xbox360. Damit die Franchise-Sau ordentlich gemolken werden kann, werden auch Teile für den Nintendo DS, die PS2/3, PSP, PC und auch die Wii erscheinen.

Den Anfang der Serie machte im Jahr 1992 das Game „Alone in the Dark“ und wurde neben dem PC auch für das 3DO 1994 umgesetzt. Die Technologie war in Ordnung, denn es wurde, wie auch bei der Resident Evil Serie, ein Polygoncharakter durch vorgerenderte Kulissen bewegt. Das Setting war 1925 angesiedelt und der Spieler hatte die Kontrolle entweder über Emily Hartwood oder Edward Carnby. Das Game kann seine Einflüsse des Gaslight Horrors nicht verleugnen und so werden Fans von H.P. Lovecraft ihre Freude haben.

Der zweite Teil der Serie ist eher ein Prequel – es spielt 1924 – und der Spieler schlüpfte hier wieder in die Rolle von Edward Carnby, der sich aber eher gegen menschliche Kontrahenden zur Wehr setzen musste, als gegen übernatürliche Monster. Das Ziel ist es, die kleine Grace zu retten und herauszufinden, warum die Piraten – Nein nicht Jack Sparrow….Sorry Kapt´n Jack Sparrow – so ein Interesse an ihr haben. Das Spiel kam 1995 auf den Markt und erschien für den PC. 1995 für das 3DO und 1996 für das Saturn und die PSX.

Hier die 3DO Version

Im dritten Teil wurde es wild, eher wildwest. Denn Edward Carnby hat den Auftrag eine Westernstadt von „Zombie-Cowboys“ zu reinigen. Die Auflösung des ganzen, und hier kommt ein Spoiler, ist eine Storytechnische Katastrophe. Denn es geht um radioaktive Verseuchung – Fallout ich hör Dir trapsen. Das Game erschien 1995 für Mac und PC.

2001 wurde dann Alone in the Dark: The new Nightmare für PC, PSX, Dreamcast, PS2 und Gameboy Color veröffentlicht. Auch hier durfte der gute Ed mal wieder den Protagonisten geben und den Mörder seines Freundes in Maine suchen. Maine dürfte vielen als Umgebung der Stephen King Storys kennen. Auch hier wurde dem Protagonisten ein Sidekick zur Verfügung gestellt und beide durften die „Shadow Island“ dann gemeinsam erkunden. Zu entdecken gab es eine Menge, denn die Insel ist nicht unbewohnt. Neuartig war, dass das Game zwar vorgerenderte Hintergründe benutzte. Der Spieler jedoch eine Taschenlampe benutzen konnte um einen Bereich aufzuhellen. Das tat der Atmosphäre natürlich sehr gut und steigerte die Beklommenheit des Ganzen. Zumal die Gegner auch aus den Schatten zu kommen schienen.

2005 durfte sich ein legendärer deutscher Filmemacher an der Lizenz zu Alone in the Dark bedienen. Die Hauptrolle spielte der – ziemlich abgewarzte – Christian Slater und die Story knüpfte an den vierten Teil der Serie an. Um meiner Meinung zu diesem Machwerk mal Luft zu machen. Dramaturgisch ist der Film das mieseste was ich je gesehen habe und ich habe viel gesehen. Charaktere verschwinden ins Storynirwana. Das Beste ist aber, dass der Film als „Geschichte“ erzählt wird, nur kann keiner wirklich den Film überlebt haben – zumindest die Geschichte nicht. Wer erzählt dann da was? Schade um die Lizenz, denn es hätte echt was werden können.

Doch nun ist es soweit der neueste Ableger kommt am 24. Juni 2008 in die Läden und der Protagonist hört auf den Namen Edward Carnby und spielt in der Gegenwart – Moment mal Gegenwart? Genau Gegenwart, keine Ahnung wie der Gute Edward es geschafft hat so gut auszusehen mit dem Alter, aber er ist es. Warum genau wird das Game zeigen und ich werde einen Teufel tun und es hier spoilern. Das Game spielt in New York, besser gesagt im Central Park und hier rühmen sich die Designer mit der Aussage, dass es eine getreue Nachbildung des Parkes ist. Wie dem auch sei, das Geheimnis, warum es einen Central Park gibt wird gelöst und ein „Altes böses“ Wesen – wie ich die Lovecraftschen Bezeichnungen liebe – will die Menschheit auslöschen oder versklaven. Die Erzählweise ist sehr interessant, denn das Game wir in Episoden dem Spieler vorgesetzt. Das mag langfristig auch interessant werden, denn extra Episoden dürften schon beschlossen sein.

Was ich so faszinierend finde an dem Game ist zum einen die grafische Präsentation und die coole Physikengine. Besonders das Feuer ist den Leuten echt genial gelungen. Ein weiterer Punkt ist das Inventar, denn anstelle sich durch Bildschirme zu klicken, schaut man an sich herab und hat da alles was man so aufgesammelt hat. Die Gegenstände lassen sich kombinieren und so wird aus einer Spraydose und einem Feuerzeug schnell ein Flammenwerfer. BURN BABY.

Es gibt noch wesentlich mehr Video, also einfach mal bei gametrailer.com checken.

Für mich ist Alone in the Dark 5 ein Pflichtkauf und wenn ihr auf Actionadventures und Horrorgames steht, dann wird euch das Game sicher über die Wartezeit hinwegtrösten, auf die wir uns bei Silent Hill, Resident Evil 5 und Alan Wake noch einstellen können.

Kommentare

6 Kommentare zu “Alone in the Dark – Hell and back again?

  1. Trurl am 17. Juni 2008

    Naja, die ersten Vorabtests verheissen nichts gutes: Die Feuerspielereien werden schnell langweilig, aber bestimmen das ganze Spiel. Eine spannende Atmosphäre soll auch nicht wirklich aufkommen. Am Besten schneidet noch die Wii-Version ab, trotz der PS2-Grafik soll zumindestens die Steuerung gut sein und wenigstens einen Hhauch von Atmosphäre rüberbringen.

  2. der Metatron am 17. Juni 2008

    Ich denke, dass sollte man für sich selber entscheiden. Einer der Gründe warum ich keine Magazine mehr kaufe, da die Tests immer "biased" sind. Da werden Gurken hochgleobt – Kane and Lynch – und andere Games verdammt...ich bekomme meins morgen bzw. übermorgen und dann schreib ich was dazu....

  3. user113 am 24. Juni 2008

    und? wie ists nun! die deutsche synchro soll zum kotzen sein. btw: atari verklagt 4players weil der der test zu schlecht war

  4. Urd am 24. Juni 2008

    in was für einer welt leben wir, wenn man verklagt wird, weil ein produkt schlecht getestet wurde... weia...

  5. Starseven am 24. Juni 2008

    Atari verklagt tatsächlich 4players ^^ Okayyyyyyyyyyy

  6. der Metatron am 24. Juni 2008

    Ich denke Atari verklagt die, weil die angeblich eine Raubkopie des Games zum testen benutzt haben, weil sie kein Testmuster hatten. Atari schiebt das schlechte Review auf den "unvollständigen" Code der Kopie. Naja, dann hatte ich wohl auch so eine Version, obwohl die mit Siegel und allem bei mir ankam, war das Game tatsächlich so mies spielbar. Aber wen es interessiert, der möge die Startseite im Auge behalten.

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