Jeffrey Meyer

Einer der Letzten seiner Art als eLhabib Gründungsmitglied. Leidenschaftlicher Konsolen- und Videospielesammler. Schreibt hier nurnoch zum Spaß wenn es die Zeit zulässt.

Ikaruga – Der etwas andere Singvogel!

Seit letzter Woche, dem 09. April ist Ikaruga, der legendäre Top-Down Scroller auf dem Xbox-Live Arcade Marktplatz erhältlich. Das habe ich mir mal zum Anlass genommen, das Spiel etwas genauer anzusehen! Leider konnte ich das Spiel nie auf dem Dreamcast spielen, da ich zu meiner Dreamcast noch in meiner Übergangsphase vom Casual- zum Hardcoregamer war. Damals hatten mich diese Spiele einfach recht wenig interessiert!

Wie auch immer, umso mehr hatte es mich auf die XBLA Version gefreut, da man heute ein halbes Vermögen für eine Dreamcast Version von Ikaruga hinlegen kann!

Ikaruga kommt, wie ihr euch schon denken könnt, aus dem Japanischen und bedeutet Maskenkernbeißer. Das ist ein japanischer Singvogel. Das Spiel Ikaruga wurde 2001 von dem Japanischen Entwickler Treasure Co. Ltd. erstmals für das Segas NAOMI-System entwickelt und wurde dann auch für den Dreamcast portiert. Später und noch bis vor ein paar Tagen gab es außerdem nur noch eine GameCube Version.

Ikaruga wurde von einem Entwicklerteam von DREI Programmierern und des Produzenten Hiroshi Iuchi verwirklicht. Allerdings hat das Projekt Ikaruga auch 2 Jahre von der ersten Programmzeile bis zum fertigen Game in Anspruch genommen!

Story

Die Story spielt auf einem kleinen fiktiven Inselstaat namens Horai. Einer der Weltherrscher Tenro Horai, entdeckt ein altes Artefakt, das Ubsunagami Okinokai, dass die Kraft der Götter darstellt. Tenro Horai benutzt dieses Artefakt um unter dem Vorwand der Friedenssicherung die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Der Staatenbund Tenkaku, der von Horai unterdrückt wird, versucht sich mit modernen Kampfjets zur Wehr zu setzen, um seine Freiheit zu erlangen. Die Truppen Tenkakus werden allerdings aufgewiegelt und vernichtet. Der einzige überlebende ist der Pilot Shinra.

Shinra stürzt nun mit seinem Kampfjet in der Nähe einer annähernd verlassenen Stadt ab. In dieser Stadt wohnen nur noch alte Menschen, denn die jungen Menschen wurden von Tenro Horai gezwungen sich seinen Truppen anzuschließen. Mit einem Raumschiff, welches von den Bewohnern der Stadt gebaut wurde, begibt sich Shinra auf einen Rachfeldzug.

Der Name des Schiffes ist Ikaruga und Shinra versucht mit dessen Hilfe, Tenro Horai die Stirn zu bieten!

Das Spielprinzip

Ikaruga ist ein klassischer Top-Down Scroller. Das heißt, dass das Bild nicht von rechts nach links läuft, wie beispielsweise bei R-Type, sondern das Bild läuft von oben nach unten, wie es in den 70ern oft der Fall war.

Man steuert das Schiff Ikaruga, das die Fähigkeit besitzt seine Schild- und Waffenpolarität zu verändern. Ebenso wie das Schiff zwei Polungen (rot und blau) haben kann, besitzen die feindlichen Schiffe auch eine der beiden Polaritäten und feuern mit eben dieser Polarität ihre Waffen ab. Während feindliches Feuer der anderen Polarität der Ikaruga Schaden zufügt, kann Feuer der gleichen Polarisation als Energie aufgenommen.

Der Coop

Coop konnte man bereits in den Vorgänger Versionen an einer Konsole mit zwei Controllern spielen. Allerdings wurde in der XBLA Version der Coop um einen online Coop erweitert. So kann man jetzt über Xbox-Live mit seinen Freunden auf der anderen Seite der Erde Ikaruga spielen. Wer jetzt denkt, so einen alten 2D Shooter braucht man doch nicht zu zweit zu spielen, dann habt ihr euch geschnitten! Ikaruga ist unter Insidern der schwerste Scroller überhaupt! Das musste ich auch feststellen, denn ich habe es bis heute nicht über das zweite Level hinaus geschafft. Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich nicht so gut in Scrollern bin.

90 Grad

Ja, 90 Grad machen dieses Spiel erst zu einem Erlebnis! Vorher noch nie gesehen hat mich ein Feature dieses Spiels so überrascht und auch überzeugt, dass es Ikaruga zu einem einmaligen Erlebnis und dadurch zu einer absoluten Kaufempfehlung macht! Ihr werdet schnell merken, dass das Bild dieses Top-Down Scrollers etwas mickrig ist, da es im Hochformat angezeigt wird. Das ist natürlich überhaupt kein Problem, denn ihr könnt einfach euren Bildschirm um 90 Grad drehen!

Ja! Ihr habt richtig gehört! Ihr könnt in den Optionen das Bild um 90 Grad in beliebiger Richtung drehen. So habt ihr den ganzen Bildschirm zur Verfügung und euch geht kein Platz an den Seitenrändern verloren. Na ja, ich muss schon zugeben, dass man einen 52‘‘ HD-Schirm nicht unbedingt schnell drehen und auf die Seite stellen kann, aber bei einem kleineren Schirm macht das schon Sinn.
Ich habe das Ganze natürlich für euch mit meinem 32‘‘ Screen getestet und ich muss sagen, es ist unglaublich cool. Wenn man den 16:9 Fernseher auf die Seite stellt, dann bekommt man erstmal eine Vorstellung, was für ein verrücktes Format 16:9 ist. Es ist schwer zu erklären, wie es sich spielt. Ich muss aber sagen, dass schon alleine deswegen sich die Anschaffung des Games lohnt. Denn das ist wirklich etwas anderes.

Schmankerl

Hier habe ich euch noch ein unglaubliches Video rausgesucht, in dem man einen Japaner beim Ikaruga spielen zusieht. Das Besondere daran ist, dass er nicht normal spielt, sondern er spielt den Coop alleine mit einer Hand für jedes Schiff. Es sind sogar die Controller in das Video eingeblendet. Wirklich unfassbar!

Und noch ein paar Screenshots:

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